Teil 10

Sofort ergriff Esther die Gelegenheit und strich ihr mit einer Hand fest über den Po, glitt schon fast zwischen ihre Beine.

Iris zuckte zusammen und erstarrte.

»Du willst nicht wirklich gehen«, behauptete Esther. »Du hast bestimmt mindestens zwei Stunden für diese Besprechung eingeplant. Oder irre ich mich da?«

Immer noch halb nach vorn gebeugt atmete Iris schwer. »Nein«, antwortete sie leise. »Du irrst dich nicht.«

Gemächlich stellte Esther ihren Cognacschwenker ab und trat hinter sie. Kurz darauf fühlte Iris, wie Esther ihren Schoß gegen sie presste, um ihre Taille herum nach vorn griff und ihre Hose zu öffnen begann, während sie sich über ihren Rücken beugte. »So mag ich es am liebsten«, flüsterte sie Iris heiß ins Ohr. »Allerdings nicht angezogen.« Ihre Hände fuhren an Iris’ Hüften entlang in Hose und Slip hinein und zogen sie ihr herunter.

Überrascht schnappte Iris nach Luft. Das ging ja schnell. Damit hatte sie jetzt nicht gerechnet. Sie konnte noch nicht einmal mehr eine Entscheidung treffen, ob sie das überhaupt wollte, denn Esther drängte bereits ihre Schenkel auseinander und fuhr mit den Fingern die nasse Spalte entlang, die ihr alles sagte, was sie wissen wollte.

»Du springst schnell an.« Wieder lachte Esther leise und diesmal wie es schien auch zufrieden. »Das gefällt mir.« Und schon stieß sie zwei Finger in Iris hinein, sodass Iris nichts anderes übrigblieb, als sich auf dem Tisch abzustützen und aufzustöhnen. »Und dir auch«, stellte Esther noch zufriedener fest.

Iris spürte, wie sich alles in ihr dagegen sträubte, so gar nicht gefragt zu werden, und doch sprach ihr pochender Schoß eine andere Sprache. »Ich –« Sie stöhnte erneut auf, als Esther schon wieder in sie stieß, diesmal härter.

»Sei still«, befahl Esther. »Sag nichts. Ich will mich nicht unterhalten, ich will dich ficken.«

So eine Behandlung war Iris nun wirklich nicht gewöhnt. Warum richtete sie sich dann nicht einfach auf, schnappte ihren Laptop und ging? Für eine Sekunde überlegte sie, das zu tun, aber da folgte der nächste Stoß, und diesmal warf er sie fast über den Tisch. Sie musste sich am Rand festhalten. Esther hatte mindestens noch einen Finger hinzugefügt, und zwischen Iris’ Beinen begann es zu brennen, weil sie so nass dann doch nicht gewesen war. Ein paar Minuten brauchte sie schon.

»Warte . . .«, hauchte sie. »Warte noch ein bisschen. Ich bin noch nicht soweit.«

»Das hast du nicht zu entscheiden«, antwortete Esther. »Vielleicht hilft das.« Und schon sauste ihre Handfläche auf Iris’ Po nieder.

Nun brannte es nicht nur zwischen ihren Beinen, sondern auch dort. Erneut schnappte Iris nach Luft, diesmal noch heftiger als beim ersten Mal. Dieser Schlag hatte einen Teil ihres Atems, des so dringend benötigten Sauerstoffs, aus ihren Lungen gepresst. »Das . . . Das ist nicht . . .«, stammelte sie. Das ist nicht das, was ich will, hatte sie sagen wollen, aber den Rest des Satzes war sie gezwungen zu verschlucken, weil Esther schon wieder in sie stieß, und diesmal fühlte es sich so an, als wollte sie mit ihrer ganzen Hand hinein.

»Esther . . .«, wisperte Iris schwach. »Was tust du?«

»Hast du das noch nie gemacht?«, fragte Esther, und ihre Stimme klang etwas überrascht. Für einen Moment hielt sie in ihren Bewegungen inne.

»Doch, natürlich.« Iris war dankbar dafür, dass sie nun endlich einmal durchatmen konnte. »Aber nicht so ganz ohne Vorbereitung.«

»Du bist vorbereitet.« Esther legte das einfach so fest, dann erfolgte ein weiterer Schlag auf Iris’ Pobacke, und gleichzeitig mit dem Schmerz, der Iris dadurch durchzuckte, stieß Esther mit ihrem anderen Arm zu und durchbrach die Barriere.

Iris schrie auf, ihre Finger krampften sich um die Seiten des Tisches, dass ihre Knöchel weiß hervortraten, und ein gequältes Stöhnen entrang sich ihren Lippen. »Bist du wahnsinnig?«

»Komm schon . . .« Wieder beugte Esther sich über ihren Rücken, bedeckte sie warm mit ihrem eigenen Körper. »Du wärst schon längst weggelaufen, wenn du das nicht wolltest.«

In gewisser Weise musste Iris dem zustimmen, aber da war trotzdem immer noch diese Sache mit dem Nicht-vorher-Fragen. »Du hast mir kaum eine Chance gelassen wegzulaufen«, erwiderte sie ungehalten.

Darauf antwortete Esther nicht, dafür machten ihre Finger sich nun in Iris selbstständig und streichelten sie von innen.

Nur mühsam hielt Iris sich noch auf den Beinen. Ohnehin fragte sie sich, warum sie nicht schon längst zusammengebrochen war. Sie stöhnte erneut, doch diesmal war es keinesfalls Schmerz oder Qual, es war die reine Lust. Eine Lust, die immer mehr anstieg und sie letztendlich zur Explosion brachte.

Keuchend brach sie nun doch zusammen, lag mit dem Oberkörper über dem Tisch und kniete davor, während sie versuchte, ihr heißes Gesicht der weit kühleren Temperatur der Tischplatte anzupassen, um wieder zu Atem zu kommen.

Als sie hinuntergesunken war, war Esthers Arm aus ihr herausgeglitten und hatte ein Gefühl der Leere in ihr hinterlassen, das ihr gar nicht gefiel. Als ob sie sich genau das, was gerade hier geschehen war, gewünscht hätte und nun nicht mehr darauf verzichten könnte. Nicht mehr darauf verzichten wollte.

Sie war ärgerlich über sich selbst, über diese Gefühle und dass sie das zugelassen hatte, und wusste doch nicht, wie sie es hätte verhindern können. Esther hatte offensichtlich den richtigen Augenblick abgepasst, einen Augenblick, in dem Iris’ Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet gewesen war als auf die Möglichkeit eines solchen Überfalls.

Wie hätte sie aber auch damit rechnen können? Andererseits: Bei Esther musste man mit allem rechnen, und das hatte sie gewusst.

Ihre Knie ließen es langsam wieder zu, dass sie stehen konnte, und gleichzeitig wurde ihr bewusst, wie sie mit ihrem nackten Po hier am Boden kniete, wie das aussehen musste. Rasch richtete sie sich auf, zog Hose und Slip hoch, schloss Reißverschluss und Knopf, griff nach ihrem Laptop, klappte ihn zu und stopfte ihn in die Tasche. Sollte Esther erwarten, dass sie sich jetzt auf gleiche Art bei ihr revanchierte, hatte sie sich geschnitten.

Mit einem sehr entschiedenen Geräusch schloss sie auch den zweiten Reißverschluss, den an der Laptoptasche, und hatte das Gefühl, als hätte sie nun ihre Rüstung wieder angelegt. Darauf hätte sie vielleicht früher achten sollen.

»Dann kann ich wohl gehen.« Sie bedachte Esther mit einem kühlen Blick. »Ich glaube, es ist nichts mehr zu besprechen.«

Esther lachte, griff nach ihrem Cognac und trank ihn aus. »Ich wusste, dass du mir ebenbürtig bist. So jemanden treffe ich selten.«

Für eine Sekunde starrte Iris sie nur an. »War es das, was das hier darstellen sollte: einen Test?«, fragte sie dann beißend. »Ob ich dir ebenbürtig bin?«

Der amüsierte Ausdruck auf Esthers Gesicht verschwand. Sie ging erneut zu dem altertümlichen Holz-Servierwagen hinüber und goss sich einen weiteren Cognac ein. »Nein«, erwiderte sie ohne jeden Ausdruck in der Stimme. »Ich hatte einfach nur Lust auf dich.«

»Und da fragst du mich noch nicht einmal?« Ungläubig schüttelte Iris den Kopf.

»Herr Meissner sagte, du ständest ganz zu meiner Verfügung.« Lässig legte Esther einen Unterarm vor ihren Körper und stellte dann den Ellbogen des anderen Arms darauf, in dessen Fingern sie ihr Cognacglas hielt.

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