Gedanken
Ruth Gogoll und andere Autorinnen schreiben ĂŒber Themen, die sie bewegen.

Warum sollte das niemanden interessieren, Hanna? Wahrscheinlich ist es doch so, dass wir alle Ziele im Leben haben, die wir erreichen wollen. Das Ziel ist nicht immer, ein Buch zu schreiben (es gibt ja auch schon genug 😉), aber jeder freut sich bestimmt darüber, seine Ziele zu erreichen, wie groß oder klein sie auch sein mögen.

Ich bin zwar noch nicht ganz fertig mit meinem Buch, aber ich möchte mich auch bei Dir bedanken (da Du das schon so ausführlich und begeistert getan hast), denn was für Dich gilt, gilt doch auch für mich: Ohne die 500-Wörter-Challenge wäre ich niemals dort, wo ich jetzt bin. Ruth und Du haben mich genauso inspiriert und unterstützt wie wir umgekehrt Dich. Das war ja der Sinn der Sache. 😀 Wir haben uns alle etwas davon versprochen, und ein Team leistet oft mehr als jeder einzelne, das wissen wir schließlich schon lange.

Zwar schreiben wir nicht alle am selben Buch, sondern jede an ihrem eigenen, aber der Austausch im Forum und auch jetzt noch, wenn wir uns sonntags zur Abgabe unserer Wortanzahl online getroffen und uns unterhalten haben, gibt mir so ein bisschen das Gefühl, Teil eines Teams zu sein. Ich bin nicht allein beim Schreiben, ich bin nicht allein mit meinen Problemen, und wenn ... wenn ihr die schöne Nachbarin gefällt fertig sein wird, werde ich mich genauso freuen wie Du, das Wort ENDE darunterzuschreiben. Jetzt schon die Ankündigung für nächstes Jahr zu sehen, wenn es dann erscheinen wird, ist ein zusätzlicher Ansporn. Das wunderschöne Cover habe ich mir schon dauernd angeguckt. 😎

Ich wollte eigentlich auch Ende November fertig sein, aber bei mir hat es nicht ganz geklappt. Du bist ja dann auch wie mit Raketenantrieb davongezogen. 😄 Aber das macht nichts. Ruth und ich sind fast auf gleicher Höhe, also bei ungefähr der gleichen Wortanzahl, und Ruth versichert mir immer wieder, dass wir das Buch bis Ende des Jahres schaffen können. Da vertraue ich einfach auf ihre Erfahrung. 👩‍🎓 Du hattest uns ja auch von Anfang an ein paar tausend Wörter voraus, das tröstet mich. Es freut mich aber sehr, dass Du jetzt fertig bist und uns damit ja auch wieder inspirierst. Mich auf jeden Fall, Ruth braucht das glaube ich nicht. 😉

Es ist wirklich schön, wenn ich so vor meiner Tastatur sitze und die Wörter werden immer mehr, bis ich dann die 500 pro Tag erreicht habe und weiß, mehr als das muss ich nicht schreiben. Tue ich zwar manchmal doch, aber vorher habe ich nie so geschrieben. Das ist eine sehr neue und interessante Methode für mich, bei der ich immer wieder überrascht bin, wie viele Wörter sich da nach einer Woche angesammelt haben. Sich Ziele zu setzen und die auch zu verfolgen ist in jedem Lebensbereich wichtig, aber wie oft macht man das bei einem Hobby nicht? Und dann liegen da angefangene Geschichten und Romane herum, die nie fertigwerden. Dann ärgert man sich. Mit einem Ziel wie den 500 Wörtern pro Tag ist das aber nicht mehr nötig.

Schon allein dafür bin ich dankbar, denn ich möchte mein Hobby noch lange betreiben und zufrieden damit sein. Ich hatte aber schon das Gefühl, es laugt auch sehr aus, ein Buch zu schreiben. Weil ich immer versucht habe, so viele Wörter wie möglich am Tag zu schreiben. Und dann war ich manchmal sehr erschöpft. Das ist jetzt nicht mehr so, und ich kann mir vorstellen, auch zum 30jährigen von el!es noch ein Buch beizusteuern. 😃