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Teil 04

Ich legte die Kette um und warf noch einen Blick auf das Stück Papier. Eine großzügige, weit ausgreifende Handschrift. Ein Zeichen für Charakter. Angie war eine ausgeprägte Persönlichkeit, nicht nur eine schöne Frau.

Nun doch etwas bedauernd spitzte ich die Lippen. Zu schade, dass es in meinem Leben keinen Platz für eine solche Frau gab.

Aber – ich holte tief Luft und ging wieder zur Spiegelkommode hinüber, um noch einen letzten Blick auf mein ministerielles Outfit zu werfen – sie hatte offensichtlich auch kein Interesse an mehr als Sex.

Was mir im Allgemeinen ganz recht war.


»Guten Morgen, Frau Ministerin.« Meine persönliche Referentin, die auch meine Bürochefin war, gab sich alle Mühe, einen guten Eindruck zu machen. Damit konnte sie ihre Unfähigkeit allerdings auch nicht kaschieren.

»Guten Morgen«, erwiderte ich en passant, während ich an ihr vorbei in mein Büro ging, ohne mich aufzuhalten. »Die Termine für heute?«

»Sofort.« Hastig griff sie nach einem großen, in Leder gebundenen Kalender, der auf ihrem Tisch lag – sie hatte es bis zum heutigen Tage nicht geschafft, Termine online zu verwalten, was wesentlich einfacher gewesen wäre –, und folgte mir mit panikartigen kleinen Trippelschritten.

Auf meinem Schreibtisch häufte sich die Post, die sie bereits in eine Lese- und eine Unterschriftenmappe verteilt hatte. Sie hatte Jura studiert, aber das hätte sie sich sparen können. Sie wäre wahrscheinlich eine ganz passable Sekretärin geworden.

»Um zehn Uhr das Arbeitsfrühstück mit dem Staatssekretär«, begann sie.

Fast hätte ich innerlich aufgestöhnt. Dieser Mann war eine Plage. Er hätte gut der Ehemann meiner Bürochefin sein können, vom geistigen Niveau her. Umständlich bis zum Geht-nicht-mehr, keine Weitsicht, Kleinkrämerei bis in den letzten Paragraphen jeglicher Verwaltungsvorschrift. Er hatte einen Doktortitel in Volkswirtschaft. Wer studierte schon Volkswirtschaft?

»Um ein Uhr dann das Arbeitsessen mit dem Ministerpräsidenten«, fuhr Frau Krieger fort. Was für ein unpassender Name. Etwas Kriegerisches hatte sie wirklich nicht.

Nun stöhnte ich tatsächlich. »Schon wieder essen?«

Sie verzog das Gesicht und hob die Schultern. »Er käme sonst nie zum Essen, meinte seine Sekretärin.«

»Täte ihm ganz gut«, sagte ich. Bei dem, was er an Bauch vor sich herschob, wäre ein ausgefallenes Mittagessen kaum aufgefallen.

Sie lächelte pflichtschuldig über meine Bemerkung, aber wahrscheinlich hätte sie nie so etwas Despektierliches gesagt. Ihr Ministerpräsident war ihr heilig.

»Und am Nachmittag?«, fragte ich.

»Das Interview mit der Zeitschrift für die Frau«, antwortete sie.

»Oh Gott.« Es rutschte mir ganz unwillkürlich heraus. Interviews mit Frauenzeitschriften waren schlichtweg der Horror.

Die ersten Fragen richteten sich meistens gleich auf das Privatleben, vorzugsweise auf Mann und Kinder. Da ich beides nicht besaß, produzierte das immer ein wenig Verwirrung bei den braven Journalistinnen, die sich anscheinend ein Leben ohne einen Mann an ihrer Seite und kreischende Bälger nicht vorstellen konnten.

Wie man allerdings Karriere machen sollte mit solchen Klötzen am Bein, die auch noch verlangten, dass man sich um sie kümmerte, hatte mir noch keine dieser lieben Ehefrauen und Mütter erklären können. Sie wollten denn auch immer wissen, wie ich das schaffte, aber dazu konnte ich keine Auskunft geben. Ich hatte mich mein Leben lang nur auf meine Karriere konzentriert. Wie man das mit einer Familie verband war kein Thema für mich.

Warum konnten Interviews sich nicht einfach nur auf Fachthemen konzentrieren? Darüber konnte ich stundenlang reden. Auf meinem Fachgebiet kannte ich mich besser aus als jeder andere.

»Sie hatten ihr schon mehrmals abgesagt«, erläuterte Frau Krieger etwas unglücklich, als wäre das ihre Schuld. »Und letzte Woche hatten Sie sich dann bereiterklärt –«

»Ich weiß.« Mit einem tiefen Seufzer ließ ich mich in dem eindrucksvollen Ministersessel nieder, der mein Büro zierte.

Zusammen mit dem großen Schreibtisch nahm er so viel Platz ein, dass man Meter von mir entfernt stehenbleiben musste, wenn man hereinkam. Wie eine Festungsmauer. Das schaffte genügend Abstand zu jedem, der etwas von mir wollte. So sollte es sein. Nähe brauchte ich nicht.

Ich schlug die Unterschriftenmappe auf. »Das war es dann für heute?«

»Nur noch . . . die Schule?«, fügte Frau Krieger vorsichtig fragend hinzu.

Auch das noch. Was für ein Tag.

»Sie hatten zugesagt, auf der Informationsveranstaltung heute Abend zu sprechen«, fuhr sie fort. »Es geht um Wissenschaft und Technik an Schulen.«

Ich erinnerte mich. Da das jedoch absolut nicht ihr Spezialgebiet war, hatte ich sie gar nicht erst damit beauftragt, die Rede zu schreiben, sondern es selbst getan. Zumindest Stichworte. Ich brauchte keine festgelegten Sätze auf Gebieten, auf denen ich mich auskannte. Da redete ich lieber frei. Das konnte ich gut.

»In Ordnung.« Ich nickte und schaute sie nicht mehr an.

Damit war sie entlassen und zog sich auch gleich wie ein sich verflüchtigender Nebel aus meinem Büro zurück. Wahrscheinlich war sie jedes Mal erleichtert, wenn sie die Tür hinter sich zuziehen und mich nicht mehr sehen konnte. Ich musste mich wirklich nach jemand anderem umschauen. Aber das war gar nicht so einfach in diesem Parteienproporz.

Bis zu dem unsäglichen Arbeitsfrühstück versuchte ich so viel wie möglich von dem sich täglich aufhäufenden Papierkram zu erledigen, da ich vermutlich im Laufe des restlichen Tages nicht mehr dazu kommen würde.

So war es auch. Ich kehrte kaum mehr in mein Büro zurück. Nach der Veranstaltung in der Schule ließ ich mich von meinem Chauffeur sofort nach Hause fahren, schlief in den bequemen Polstern des Dienstwagens schon fast ein und fiel endlich erschöpft aufs Sofa, nachdem ich die Haustür nur mit einem müden Fußtritt hinter mir geschlossen hatte.

Dass ich letzte Nacht nicht viel zum Schlafen gekommen war, machte sich nun deutlich bemerkbar. Heute sollte ich wirklich früh ins Bett gehen.

Ich trank noch ein Glas Wein, bei dem ich mich an den gestrigen Abend erinnerte. Obwohl ich so abgespannt war, dass ich meine Gesichtsmuskeln kaum mehr bewegen konnte – ich hatte zu viel lächeln müssen den Tag über –, schlich sich doch ein genüssliches Zucken in meine Mundwinkel. Sobald ich mich wieder erholt haben würde, hätte ich durchaus nichts gegen einen erneuten Besuch von Angie einzuwenden gehabt. Vielleicht trafen wir uns ja einmal wieder im Restaurant.

Aufseufzend stellte ich das Glas beiseite – die Gläser von gestern Abend hatte meine Haushälterin bereits weggeräumt, ebenso wie sie die Wohnung geputzt und die Betten gemacht hatte, ein unsichtbarer, sehr nützlicher dienstbarer Geist – und stand endgültig vom Sofa auf. Ein Gähnen überwältigte mich. Bettzeit, wirklich.

Als ich meine Kette abnahm, fiel mir ein, dass ich für morgen eine andere aussuchen musste. Ich war mittags auf einen Empfang in der nigerianischen Botschaft geladen, also musste ich mich mehr herausputzen als üblich, um die deutsche Politikergilde auf dem internationalen Parkett angemessen zu vertreten.

Da ich morgens meistens ein wenig in Eile war, sollte ich das besser noch heute Abend vorbereiten, mir die Sachen heraussuchen, die ich anziehen wollte, und den Schmuck, der dazu passte.

Ich hängte ein Kleid an den Schrank, damit es nach dem Aufstehen gleich greifbar war, und überlegte. Dann nickte ich. Ja, die Diamantohrringe und die goldene Kette würden sich gut damit vertragen. Afrikaner liebten Gold.

Ich ging zum Safe und gab die Kombination ein. Wichtige Dokumente waren hier besser aufgehoben als im Büro, und mein Schmuck sowieso.

Ohne hinzusehen schob ich ein paar Papiere beiseite und nahm die Schmuckkassette heraus. Kurz ließ ich meinen Blick über die verschiedenen Stücke gleiten, nahm noch ein paar andere Ohrringe heraus als die, an die ich gedacht hatte, entschied mich dann aber für meine ursprüngliche Wahl.

Sorgfältig legte ich Kette und Ohrringe auf die Kommode und stellte die Schmuckkassette zurück. Als ich die Safetür schon schließen wollte, stutzte ich. Da war irgendetwas anders als sonst. Als ich die Papiere zur Seite geschoben hatte, hätten sie eigentlich oben liegenbleiben sollen, sie waren aber heruntergefallen.

Ich nahm sie ganz heraus und blickte nun ungehindert in den Safe hinein.

Das Collier! Mein Blut gefror zu Eis.

Das Collier war weg.

ENDE DER FORTSETZUNG

Teil 03

Es kam mir vor, als wären wir uns ähnlich. Der Heißhunger, der in uns wohnte, drang nur nach außen, wenn wir das wollten.

Ich ging in die Küche, und sie folgte mir. Aus dem verglasten Weinkühlschrank nahm ich eine Flasche. »Bordeaux? Ist das recht?« Fragend schaute ich sie an.

»Mir ist alles recht«, hauchte sie, während sie näherkam und direkt vor mir stehenblieb. Ihre Augen spiegelten die Dunkelheit eines tiefen Sees wieder, was gut zu ihren glänzend tiefbraunen Haaren passte. Das Braun ging fast in Schwarz über.

Ich schluckte. »Kein Wein?«

Sie griff nach der Flasche und stellte sie auf die Arbeitsplatte neben dem Kühlschrank. Dann presste sie sich gegen mich und drängte mich Schritt für Schritt zur Kücheninsel zurück, die von allen Seiten zugänglich in der Mitte stand. »Später«, sagte sie.

Das war eine eher ungewohnte Situation für mich. Ich war nicht unbedingt darauf aus, verführt zu werden. Lieber verführte ich selbst, das erlaubte mir mehr Kontrolle.

Aber die hatte sie in diesem Augenblick ganz eindeutig übernommen. Auch darin waren wir uns anscheinend ähnlich.

Wie ungewohnt es auch sein mochte, ich war viel zu erregt, um lange darüber nachzudenken.

Ihre Finger fuhren an meinem Hals entlang, glitten über jede einzelne Perle der Kette, die ich trug. Nichts Besonderes, mein Büro-Outfit sozusagen, weiblich, aber nicht allzu auffällig. Ich hatte anderen Schmuck, den ich kaum je in der Öffentlichkeit tragen konnte, weil er vielleicht die Vermutung hätte aufkommen lassen, dass ich Vorteile aus meiner Stellung zog, aber dieser hier war eher dazu gedacht, die Gemeinsamkeiten mit der arbeitenden Wahlbevölkerung zu betonen.

Meine Brustwarzen, die sich zuvor schon in Startposition gebracht hatten, richteten sich noch mehr auf, und ein leises Seufzen löste sich von meinen Lippen.

»Ja«, flüsterte sie. »Du bist nicht kühl. Du bist heiß.«

Das hätte ich in diesem Moment nur bestätigen können. Mein ganzer Körper brannte.

»Hilf mir«, wisperte sie rau und fasste an meine Hüften.

Ich verstand, was sie wollte, und schob mich auf die Kücheninsel hinauf.

Ihre Hände glitten unter meinen Rock, machten den Weg frei für ihre Hüften, die meine Schenkel spreizten.

Auch wenn ich mich bis jetzt zurückgehalten hatte, aber nun musste ich stöhnen. Ich stützte mich nach hinten ab, während mein Rock schon in der Taille hing.

Ihre Finger öffneten den Reißverschluss und zogen die Wickelbluse heraus, schoben sie mir zusammen mit der Kostümjacke von den Schultern.

Weil ich mich rückwärts abgestützt hatte, präsentierte der BH meine Brüste nun wie Trophäen.

»Ich wusste, dass du gut bestückt bist.« Sie lächelte. Dann glitten ihre Finger unter den umhüllenden Stoff und schoben ihn hoch. Sie öffnete den Verschluss nicht.

Ich stellte mir vor, was ich sehen würde, wenn ich einen Spiegel über meiner Kücheninsel hätte. Eine Frau mit gespreizten Beinen, hochgeschobenem Rock und Brüsten, die unter dem BH wie reife Melonen hervorquollen. Wie in einem Porno.

Schon lange hatte keine Frau mich mehr so behandelt, eigentlich noch nie. Ja, ich hatte es nicht immer nur brav im Bett getrieben, aber in den letzten Jahren, seit nicht nur ich, sondern auch meine Partnerinnen älter geworden waren, hatte sich das meiste doch dort abgespielt.

Sie war jünger als ich, mindestens zehn Jahre, eventuell sogar mehr. Vielleicht lag es daran. Ich achtete nicht auf das Alter, wenn ich mich mit einer Frau einließ, im Grunde war es mir egal, aber durch die Veranstaltungen, auf denen ich Frauen kennenlernte, hatte sich das Alter immer mehr nach oben verschoben. Galaempfänge wurden selten von Teenagern besucht.

Sie war kein Teenager mehr, das auf keinen Fall, aber ich hätte nicht genau sagen können, wie alt sie war. Auf den ersten Blick hätte ich sie auf kaum mehr als fünfundzwanzig geschätzt, aber aus der Nähe hätte sie auch gut schon Ende zwanzig oder in den Dreißigern sein können. Ich behauptete meistens, neununddreißig zu sein, doch das tat ich schon seit Jahren.

»Bleib so«, befahl sie. Sie zog eine Küchenschublade auf und fand die Messer darin.

Für einen Moment erstarrte ich, als sie damit auf mich zukam, aber sie schlitzte nur meine Strumpfhose auf. Anscheinend war es ihr zu mühsam, sie mir auszuziehen. Den Slip ereilte das gleiche Schicksal.

Ich spürte die Luft, die die Nässe zwischen meinen Beinen kühlte, auch wenn sie die Hitze in meinem Innern nicht verringern konnte. Ich biss mir auf die Lippen. Ein Stöhnen wäre ja noch in Ordnung gewesen, aber bald hätte ich geschrien. Lustschreie ausgestoßen, wie sie meine Küche noch nie gehört hatte.

Ihre Finger suchten meine Brustwarzen und drehten sie leicht, drückten sie.

Obwohl das glühende Blitze durch meinen Körper sandte, versuchte ich immer noch, mich zu beherrschen. Ich legte den Kopf nach hinten und atmete schnell und schwer.

»Du bist nicht leicht zu überzeugen, hm?« Sie lachte.

Endlich ersetzte sie ihre Finger durch ihren Mund, saugte erst eine Brustwarze in sich hinein, als erwartete sie Milch darin zu finden, dann die andere.

Ich konnte nicht mehr anders, ich musste stöhnen. Als sie dann auch noch zwischen meinen Beinen eindrang, während sie meine Brüste weiter verwöhnte, stöhnte und schrie ich abwechselnd.

Sie nahm mich mehrmals hintereinander.

Sie hatte mich nicht ein einziges Mal geküsst.

3

Ich erwachte in einer großartigen Stimmung. Lächelnd räkelte ich mich in den Laken, die den Duft der Nacht gefangenhielten, die Hitze der Leidenschaft.

Die Küche war nicht das Ende der Reise gewesen, auch wenn sich einiges dort abgespielt hatte. Wie jung Angie auch immer sein mochte, zum Schluss waren wir doch im Bett gelandet.

Es war eine Nacht gewesen, die ich wohl nicht so schnell vergessen würde. Eine überraschende Nacht. Eine phantastische Nacht.

Angie war eine Liebhaberin, die keine Wünsche offenließ. Die Art von Erschöpfung, die ich heute empfand, hatte ich schon lange nicht mehr empfunden.

Nachdem sie endlich von mir abgelassen hatte und ich von ihr, hatte ich wie eine Tote geschlafen.

Träume hatte ich in dieser Nacht nicht gebraucht, die waren schon in Erfüllung gegangen.

Ich wandte den Kopf zur Seite. Sie war nicht mehr da. Das hatte ich auch nicht erwartet. Eine Begegnung wie die unsere war nicht auf Dauer ausgelegt. Schon ein gemeinsames Frühstück konnte da als störend empfunden werden.

Wahrscheinlich würde ich sie nie wiedersehen. Obwohl ich das für einen Moment bedauerte, war es gleichzeitig auch das, was ich wollte. Eine Frau an meiner Seite, die Ansprüche an mich stellte, konnte ich nicht gebrauchen.

Ich seufzte und stand auf. Der Tag würde bald seine Forderungen an mich stellen, und darauf musste ich mich vorbereiten.

Nachdem ich gefrühstückt und geduscht hatte, zog ich mich an. Als ich vor der Spiegelkommode in meinem Schlafzimmer saß, um mich zu schminken, vermisste ich meine Perlenkette, die ein unverzichtbares Attribut war, wenn ich ins Ministerium ging, fast schon ein Markenzeichen.

Ich schaute mich um und sah sie auf dem weiter entfernten Nachttisch liegen, auf der Seite, auf der Angie heute Nacht geschlafen hatte. Nun ja, geschlafen wohl wenig. Ich lächelte.

Als ich aufstand und hinüberging, bemerkte ich, dass anscheinend ein Zettel auf der Kette lag, wie ein Etikett. Ich lächelte. Angie hatte mir eine Nachricht hinterlassen. Vielleicht war die vergangene Nacht doch nicht die letzte gewesen.

Mein Herz machte einen kleinen Hüpfer. Es war schon sehr lange her, dass es das getan hatte. Ja, Angie hatte einen tieferen Eindruck hinterlassen als viele Frauen vor ihr – nicht nur in meiner Matratze.

Ich nahm die Perlenkette und blickte auf den Zettel.

Weißt du, dass die nicht echt sind?

Erstaunt runzelte ich die Stirn. Was für eine Nachricht war das denn? Kein Danke für die Nacht, keine Telefonnummer, aber so etwas?

Dann musste ich schmunzeln. Angie war entschieden etwas Besonderes. Ich konnte mich an keine Frau erinnern, die mir so eine Nachricht hinterlassen hätte.

Teil 02

»Ich habe Sie noch nie hier gesehen«, begann ich nicht sehr einfallsreich die Unterhaltung, und der Kellner brachte uns den Kaffee, zu dem ich sie eingeladen hatte.

Sie lachte leicht. »Das können Sie auch nicht. Ich war noch nie hier.«

Ihre Stimme perlte beim Lachen wie ein teures Glas Champagner. Genauso edel und genauso süß. Ich war hingerissen von ihr.

Aber ich wusste immer noch nicht, weshalb sie meine Einladung angenommen hatte. Sie hatte mein Interesse bemerkt, und dass sie herübergekommen war, zeigte, dass sie ebenfalls interessiert sein musste. Aber war unser Interesse das gleiche? Wusste sie, was ich dachte? Aus welchem Grund hatte sie meine Einladung angenommen, wenn es nicht so war? Sie erschien mir ziemlich rätselhaft.

»Neu zugezogen oder nur auf Besuch?«, schoss ich meinen nächsten Pfeil ab.

»Weder noch«, sagte sie, hob elegant ihre Tasse und nippte so wohlerzogen daran, dass sich der Inhalt danach kaum vermindert haben konnte.

Ihr Lippenstift zeichnete sich ein wenig am Rand ab. Es war eine wundervolle Farbe. Er passte zu ihr, als wäre sie damit geboren, als wäre er für ihr Lächeln gemacht.

Ihre Lippen hielten meinen Blick ein wenig länger fest, als es schicklich war. Alles an ihr war perfekt aufeinander abgestimmt. Sie wusste sehr wohl, wie sie aussah, und sie tat auch etwas dafür, das zu unterstreichen.

Dagegen war absolut nichts zu sagen. Ich bemühte mich um dasselbe. Auch wenn mein Business-Kostüm an diesem Abend sicher nicht mit ihrem Kleid konkurrieren konnte. Ich hatte mich zum Essen nicht umgezogen, sie schon.

Hätte ich gewusst, dass ich sie treffen würde, hätte ich es sicher auch getan, aber so war ich einfach aus der letzten Sitzung gegangen und dann gleich hierher. Es war ein anstrengender Tag gewesen. Auf einen solchen Abschluss hatte ich nicht im Traum zu hoffen gewagt.

»Was für Möglichkeiten gibt es denn da noch?«, fragte ich lächelnd.

»Viele«, sagte sie.

Sie wollte keine Auskunft geben. »Entschuldigen Sie bitte, ich bin furchtbar«, sagte ich. »Ich sollte nicht so neugierig sein.«

Sie schmunzelte leicht. »Nein, sollten Sie nicht.«

Wenn ich nicht an sie herankam, wie sollte ich da irgendetwas bei ihr erreichen? Wenn die Möglichkeit dazu überhaupt bestand.

»Kann ich irgendeine Frage stellen, die Sie beantworten würden?«, fragte ich erneut lächelnd.

»Versuchen Sie’s«, erwiderte sie schlicht und bezaubernd.

Oh Gott, sie war mein Untergang! Sie faszinierte mich, und ich war schon jetzt so gefesselt von ihr, dass ich mich kaum von ihrem Anblick lösen konnte. Ich wollte sie in die Arme nehmen, sie küssen –

Nein, nein, nein! Dazu war es noch viel zu früh. Ich wusste ja nicht einmal, ob sie – »Hätten Sie vielleicht Lust, heute Abend noch woanders hinzugehen?«, fragte ich sie.

Sie sah mich eine Weile nachdenklich an. »Wohin?«, fragte sie dann.

»In ein Lokal, das ich kenne«, entgegnete ich. »Tanzen.«

Eine Heterofrau hätte auf eine solche Einladung sicher mit Ablehnung reagiert. Was sollte sie auch mit einer anderen Frau beim Tanzen? Oder sie hätte vielleicht darauf hingewiesen, dass wir keine männliche Begleitung hatten, die zum Tanzen nötig war.

Sie sah mich nur an. »Ja, gern«, erwiderte sie nach einer endlosen Ewigkeit.

2

War das hier jetzt gerade Wirklichkeit oder hatte ich heute Morgen vergessen, aus einem Traum aufzuwachen?

Nein, nein. Ich wusste ganz genau, dass ich den ganzen Vormittag über in einer Ausschuss-Sitzung gewesen war. Dass ich dort meine Zeit vertrödelt und mich geärgert hatte. Und am Nachmittag hatte ich mich über meine persönliche Referentin geärgert, die eine Rede für mich hätte vorbereiten sollen, die bis sechzehn Uhr immer noch nicht auf meinem Tisch lag, nur weil die Dame nicht mit Google umgehen konnte.

Leider wurden solche Posten nicht unbedingt nach Kompetenz besetzt, sondern nach Parteizugehörigkeit. Und sie war eben irgendwo übrig gewesen. Jetzt wusste ich, warum.

Doch all das interessierte mich im Moment herzlich wenig, denn ich tanzte. Tanzte mit einer berauschenden Frau, die wie eine Feder in meinem Arm lag.

Ich schaute sie an, während wir uns zur Musik drehten, und konnte mein Glück kaum fassen. So etwas hatte ich schon lange nicht mehr erlebt. Unter meinen Händen, die ihre Taille umfasst hielten, spürte ich, dass sie nicht nur gut aussah, sondern auch gut trainiert war. Sie ging sicher regelmäßig ins Fitness-Studio.

Das tat ich auch, so oft ich Zeit dafür hatte, nicht regelmäßig genug, dafür jedoch mit einem Personal Trainer, der genauso gut auch Personal Quäler hätte heißen können. Aber ich war keine zwanzig mehr und musste etwas tun, ob ich wollte oder nicht.

In einem öffentlichen Amt wie meinem waren ständig irgendwelche Kameras auf mich gerichtet, und jedes Fältchen wurde registriert, jedes Gramm, das nicht mehr in Größe achtunddreißig passte.

Es war ungerecht, dass an die Männer nicht dieselben Maßstäbe angelegt wurden. Wie viele Politiker schmückten sich mit einer Wampe, die jedem Bierzelt zur Ehre gereicht hätte? Aber bei uns Frauen provozierte das hämische Kommentare noch in der letzten Regionalzeitung.

Im Moment war ich allerdings froh, dass ich nicht zu einer Witzfigur des Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach verkommen war wie so mancher Ex-Marathonläufer, der die Parlamente bevölkerte. Einer Frau wie ihr gegenüber war es mir durchaus wichtig, eine gute Figur zu machen – in jeder Beziehung.

»Woran denkst du?«, fragte Angie, die Frau in meinen Armen, als die Musik verklang und wir mit einem letzten Schritt zur Ruhe kamen. »Du wirkst so nachdenklich.«

»Ach nichts.« Ich lächelte sie an. »Ich denke an dich.«

»Tust du nicht.« Sie lachte leise. »Du warst mit deinen Gedanken ganz weit weg.«

Sie war ausgesprochen einfühlsam, das gefiel mir. Auch später, wenn der Abend sich in andere Regionen verlagerte, konnte das von Nutzen sein.

»Und doch bei dir.« Ich bestand darauf. Ich wusste, dass Frauen das mochten. »Aber mir gehen viele Sachen durch den Kopf. Manchmal kann ich nach der Arbeit einfach nicht richtig abschalten.«

Ihre Mundwinkel zuckten. »Dabei kann ich dir helfen.«

Wir standen da, mitten auf der Tanzfläche, und schauten uns in die Augen. Was ich in ihren sah, war dasselbe Verlangen, das sicherlich auch in meinen stand.

Sie wartete gar nicht ab, bis ich antwortete, sondern fuhr fort: »Ich würde gern sehen, wie du wohnst.«

Alle Härchen, die irgendwo an meinem Körper genug Freiheit dazu hatten, stellten sich auf, und ich spürte ein Ziehen an diver-sen eindeutigen Stellen. Ich hätte am liebsten alles um mich herum vergessen und sie gleich hier –

Ich räusperte mich. »Ich fürchte, meiner Wohnung sieht man immer noch die kühle Unternehmensberaterin an, die ich einmal war. Bevor ich in die Politik ging.«

»In der es im Vergleich zur Unternehmensberatung heiß her geht?«, fragte sie.

Ich musste schmunzeln. »Nicht wirklich«, sagte ich. »Heute war ein äußerst langweiliger Tag. Bis ich ins Restaurant kam . . .«

»Soll das ein Kompliment sein?« Ihre Augen blitzten verführerisch.

»Ganz entschieden.« Ich beugte mich zu ihrem Ohr und hauchte einen Kuss darauf. »Dem ich gern noch viele andere folgen lassen würde.«

Da ihre Lippen in dieser Position auch an meinem Ohr waren, flüsterte sie: »Lydia ist ein wunderschöner Name. Ich habe noch nie eine Lydia gekannt.«

Ich richtete mich auf. »Freut mich, dass ich etwas Einmaliges habe.«

»Das hast du. Ganz bestimmt.« Ihr Blick versank in meinem. »Und davon . . .«, sie machte eine bedeutungsschwere Pause, »möchte ich jetzt noch mehr sehen.«


Nicht ganz eine halbe Stunde später befanden wir uns bereits in meiner Wohnung, nun aber, trotz aller heißer Gedanken, um kühle Distanz bemüht.

»Ein Glas Wein?«, fragte ich. Ich wollte sie an mich reißen und küssen, den Wein aus ihrem Bauchnabel schlürfen, aber ich beherrschte mich und gab mir den Anschein, als hätte ich sie nur zu einer Art Kaffeekränzchen eingeladen.

»Gern.« Sie nickte genauso wohlerzogen, wie sie im Restaurant gewirkt hatte. Als ob nie von mehr als Wein die Rede gewesen wäre.

Teil 01

1

Ich saß einmal wieder allein in meinem Lieblingsrestaurant, in dem ich mich so wohlfühlte. Es gab fast nichts Entspannenderes als einen Besuch hier.

Das Restaurant war gut und exklusiv, die Bedienung perfekt, die Kellner kannten mich seit Jahren. Nur Leute mit Niveau verkehrten hier. Oder zumindest mit Geld, was zugegebenermaßen nicht immer dasselbe war.

Was ich vor allem hier suchte, war meine Ruhe. Als Politikerin hatte ich viel um die Ohren, da wollte ich wenigstens abends einmal ausspannen. Und bedient werden. Keine weitreichenderen Entscheidungen mehr treffen als die, ob ich Trüffel oder Maronenpüree bevorzugte.

Und keine Debatten mehr darüber führen, ob meine Entscheidung richtig war. Die Kellner nahmen meine Bestellung entgegen und brachten mir, was ich wünschte. Ohne Diskussion, ohne Hintergedanken. Tagsüber führte ich mein Geschäft und sie am Abend hier ihres. Was ich genoss.

Ich lehnte mich ein wenig zurück. Ich hatte gerade meinen Aperitif bestellt. Er würde bald kommen. In der Zwischenzeit sah ich mich um.

Es war nicht üblich, in solchen Lokalen viel Interesse an den anderen Gästen zu zeigen. Man hielt sich vornehm zurück. Das schätzte ich, denn ich wollte hier ja auch nicht von unerwünschten Blicken belästigt werden.

Für einen Moment jedoch ließ ich meinen Blick durch den Raum schweifen, nahm alles in mich auf: die Atmosphäre, die schönen Möbel, die perfekt gedeckten Tische, den Duft edler Speisen.

Gab es tatsächlich Leute, die regelmäßig in Pizzerien essen gingen? Ganz zu schweigen von McDonald’s. Das musste schrecklich sein. Aber wenn man sich nichts Besseres leisten konnte . . .

Ich jedenfalls dankte meinem Schöpfer dafür, dass mir dieses Schicksal erspart geblieben war.

Ein elegant befrackter Kellner brachte meinen Aperitif, und ich nahm es mit einem nur angedeuteten Kopfnicken zur Kenntnis. Mit dem zweiten Glas, das er auf seinem Silbertablett trug, schwenkte er auf die andere Seite des Raumes.

Automatisch folgte ich ihm mit meinem Blick, während ich bereits an meinem Aperitif nippte.

Er setzte das Glas an einem Tisch in der Ecke ab, und als er wieder ging und sein Rücken mir nicht mehr die Sicht versperrte, sah ich, dass eine junge Frau allein an dem Tisch saß.

Sie war schön. Sehr schön. Sie hob ihr Glas, um zu trinken, und da ich noch immer zu ihr hinblickte, sah sie mich. Sie lächelte leicht. Dann nippte sie an ihrem Aperitif.

Ich blickte schnell wieder auf mein eigenes Glas. Einen Augenblick verharrte ich so.

Ich hatte sie noch nie hier gesehen. Normalerweise waren wir eine eingeschworene Gesellschaft. Fremde gab es selten, und wenn, wurden sie meistens von jemandem mitgebracht, den man kannte.

Aber sie war allein. Oder war sie das gar nicht?

Ich sah noch einmal verstohlen zu ihr hin. Kein weiteres Gedeck.

Mein Blick verweilte etwas zu lang an ihrem Tisch, und als ich hochschaute, begegnete ich wieder ihren lächelnden Augen, etwas amüsiert diesmal.

Noch schneller als das erste Mal schaute ich weg. Ich hätte rot werden können vor Verlegenheit, aber solche Reaktionen hatte ich mir schon lange abgewöhnt. Das war nicht sehr angeraten im Geschäftsleben, aus dem ich kam, und schon gar nicht in der Politik, in der ich seit einigen Jahren zu Hause war.

In beiden Umgebungen war ich als eiskalte Verhandlungspartnerin bekannt. Viele trauten mir wahrscheinlich gar keine Gefühle zu. Aber ich hatte welche. Zumindest für einige Frauen. Zumindest eine Zeitlang. Solange, bis es vorbei war.

Diese Frau war genau mein Typ. Sie war jung, sie war schön, sie hatte die richtige Figur. Ich hatte aufgegeben, nach inneren Werten zu suchen, mir reichten die äußeren.

Doch hier in diesem Lokal fand sich das mehr als selten. In der Tat war es das erste Mal, dass ich mich hier vor eine solche Situation gestellt sah.

Aber vielleicht war es das ja auch gar nicht: eine solche Situation. Es bedeutete schließlich überhaupt nichts, dass sie mir zugelächelt hatte, zweimal sogar.

Konnte ich sie deshalb an meinen Tisch bitten? Wohl kaum. Sie würde ablehnen, ganz sicher. Ihr Interesse an Frauen beschränkte sich vielleicht nur auf Blicke. Dass die unseren zweimal aufeinandergetroffen waren, war reiner Zufall, ebenso wie dass sie und ich heute Abend beide hier waren, und beide allein.

Es schien fast unmöglich, sich vorzustellen, dass eine Frau wie sie je ohne Begleitung ausging.

Männliche oder weibliche? fragte ich mich. Männliche wahrscheinlich. Möglicherweise hatte ihr Begleiter für heute Abend abgesagt, und sie hatte dennoch nicht auf den Abend verzichten wollen. Oder er kam später noch, holte sie ab, brachte sie dorthin, wo dann der zweite Teil des Abends beginnen sollte – der, der sicherlich nicht am gedeckten Tisch ablief.

Ich spitzte ein wenig die Lippen, als ich daran dachte, was vielleicht oder eher wahrscheinlich dort ablief, und lächelte leise in mich hinein. Heute Abend hätte ich gern mit diesem ihrem Begleiter getauscht. Aber das war wohl kaum möglich.

Die Vorspeise kam, und nur aus dem Augenwinkel nahm ich wahr, dass das auch bei ihr der Fall war. Sie musste zum gleichen Zeitpunkt bestellt haben wie ich.

Ich würde mich hüten, noch einmal so auffällig zu ihr hinüberzuschauen; der Augenwinkel tat es auch. Dennoch bemühte ich mehr als einmal während der beiden nächsten Gänge die bis an die Grenze des Schmerzes gehende Rollfähigkeit meiner Augäpfel.

Anscheinend wartete sie tatsächlich auf niemanden, denn die Gänge wurden einer nach dem anderen aufgetragen und abgeräumt, ohne dass sie eine Anweisung erteilte zu warten.

Das Ende des Menüs nahte. Ich hatte kaum etwas davon mitbekommen. Zum Teil hatte ich die ohnehin schon winzigen Portionen auf den Tellern kaum berührt. Mein Appetit, der mich hierhergeführt hatte, schien mich verlassen zu haben.

Sie hingegen hatte sich dem Menü gebührlich gewidmet. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Sie schien keinesfalls durch etwas anderes abgelenkt zu sein – wie ich. Wahrscheinlich hatte sie unseren Blickwechsel schon längst vergessen.

Ich seufzte. Ich hatte nichts anderes vorgehabt heute Abend als allein nach Hause zu gehen, und das würde ich wohl nun auch tun. Obwohl ich gegen einen anderen Verlauf des Abends nichts einzuwenden gehabt hätte – mit ihr.

Doch das war Illusion. Ich blickte noch einmal zu ihr hinüber, diesmal offen, wenn auch kühl. Sie sollte mir nichts vorwerfen können, wenn ich mich irrte.

Es schien, als hätte sie auf meinen Blick gewartet. Sie lächelte wissend. Dennoch so zurückhaltend, dass es kaum zu sehen war.

Bildete ich mir das nur ein? War es Wunschdenken?

Ach, verdammt! Was hatte ich denn zu verlieren? Ich kannte sie nicht einmal. Vermutlich kannte niemand sie. Sie war neu in der Stadt oder irgendetwas in der Art. Und ich war es gewöhnt, Entscheidungen zu treffen, sogar unpopuläre.

Ich winkte dem Kellner und bat ihn, ihr eine Nachricht zu überbringen. Er nickte und ging zu ihr hinüber. Als er sie wieder verließ, blickte sie mit angedeutet verzogenen Mundwinkeln in meine Richtung. Nein, ihre Mundwinkel zuckten sogar. Sie neigte zustimmend leicht den Kopf. Ich hob einladend mein Glas, und sie stand auf.

Sie kam zu mir herüber. »Danke für die Einladung«, sagte sie mit einer sanft streichelnden Stimme.

Wenn ihre Hände auch so streicheln konnten . . .

»Danke, dass Sie sie angenommen haben«, erwiderte ich so ruhig wie möglich unter Aufbietung all der Beherrschungsregeln, die ich mir angewöhnt hatte, die mir im Alltag so gute Dienste leisteten. Jetzt hoffentlich auch. »Setzen Sie sich doch, bitte.« Ich lächelte sie an.

Der Kellner stürzte herbei und rückte ihr den Stuhl zurecht, der mir gegenüber am Tisch stand. Sie setzte sich mit einer unglaublich eleganten, fließenden Bewegung. Genauso wie sie herübergekommen war.

Ich hätte mir fast auf die Zunge gebissen, weil ich schon wieder daran dachte, was diese Bewegungen im Bett bedeuten würden.

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