Beiträge

Das Exposé - Die Visitenkarte

Je näher der LLP rückt, desto mehr rücken auch wieder die Dinge in den Mittelpunkt, die damit zu tun haben. Es gilt nicht nur einen Roman einzureichen, sondern dieser muss auch begleitet sein von einem Exposé. In den meisten Verlagen spielt das Exposé sogar eine größere Rolle als der Roman selbst, denn mit dem Exposé wird die Geschichte verkauft.

Weiterlesen: Das Exposé - Die Visitenkarte

Was ist ein Plot, und warum ist er so wichtig?

Ich habe schon öfter etwas über Plot geschrieben, z.B. hier:

Einen Plot entwickeln

und auch hier:

Wie plotte ich am besten?

Man kann sich endlos mit dem Thema »Plot« beschäftigen, denn er ist das Rückgrat jeder Geschichte. Trotzdem beherrschen viele Schreibende das Handwerkszeug nur unzureichend – und ich schließe mich da nicht aus. Es ist das alte Problem der Bauchschreiberei. Schreibt man aus dem Bauch heraus, ist es schwierig, Handlungsabläufe im Voraus festzulegen.

Weiterlesen: Was ist ein Plot, und warum ist er so wichtig?

Früher schrieb man anders

Noch vor 100 Jahren hätte man all das, was ich hier zu Backstory geschrieben habe, ganz anders gesehen. Vor 200 Jahren gab es auch schon Schriftsteller und Schriftstellerinnen, aber die hätten gar nicht verstanden, wo es da einen Unterschied geben soll zwischen dem, was in der Vergangenheit war, und dem, was heute ist.

Erst durch die Entwicklung des schriftstellerischen Handwerks ist das zu einem Thema geworden. Und durch die Erfindung des Kinos, des Films, der laufenden Bilder. Durch die Unterteilung in immer kürzere Szenen, durch Schnitte, durch Cliffhanger, die die Zuschauer bei einer Serie auf die nächste Folge gespannt sein lassen.

Cliffhanger ist das Bild eines an einem Kliff hängenden Protagonisten, der im nächsten Moment abstürzen könnte. Oder auch nicht. Aber die Szene hört auf, als er da hängt und man nicht weiß, wie es weitergeht. Sinn der Sache ist, dass die Zuschauer sich die Fingernägel abbeißen sollen vor lauter Spannung, bis sie dann endlich in der nächsten Folge erfahren, dass er nicht abgestürzt ist. Und die (hoffentlich) interessante Geschichte, wie er das geschafft hat.

Dieses Prinzip hat sich mittlerweile in der aktuellen Unterhaltungsliteratur sehr durchgesetzt. Nur dass ein Cliffhanger bei manchen Bestsellerautoren das Ende jeder Szene ist. Was dann auch wieder langweilig wird. Manche Szenen müssen anders enden, sonst weiß man immer schon im Voraus, was passiert.

Weiterlesen: Früher schrieb man anders

Backstory und Story

Auf Deutsch: Hintergrundgeschichte und Kerngeschichte. Die Unterscheidung dieser beiden Arten ist am Anfang oft ein großes Problem beim Schreiben.

Als Faustregel könnte man sagen: Die Hintergrundgeschichte, Vorgeschichte, alles, was außerhalb der aktuellen Geschichte passiert oder passiert ist, ist das, was die Autorin wissen muss, die Leserin aber entweder gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil, nämlich dem, der noch irgendwie mit der Gegenwart oder mit der Hauptgeschichte verbunden ist, Einfluss darauf hat.

Die Kerngeschichte hingegen ist das, was die Leserin wissen muss und zu lesen bekommt. Wo es um Dinge geht, die aktuell passieren.

Manchmal ist es auch für die Leserin nötig, Dinge aus der Vergangenheit der Figuren zu wissen oder über Vorgänge informiert zu werden, die außerhalb der Kerngeschichte ablaufen. Meistens ist es das aber nicht. Oftmals kann die Autorin nur die Hintergrundgeschichte nicht von der Kerngeschichte oder Hauptgeschichte unterscheiden.

Weiterlesen: Backstory und Story

Szenen schreiben

Wir haben ja nun schon gesagt, dass sich eine Szene aus der vorherigen ergeben muss. Sie muss sich aber nicht nur aus der Szene ergeben, sie muss auch einen Spannungsbogen haben. Genauso wie das ganze Buch einen Spannungsbogen haben muss.

Als ich „Taxi nach Paris“ schrieb, merkte ich, dass ich ganz automatisch, aus dem Gefühl heraus, einer Szene, die sehr aufregend war, immer eine Szene folgen ließ, die weniger aufregend war. Zur Beruhigung und Erholung sozusagen. Eine sehr aufregende Szene, die vielleicht auch noch mit einer Katastrophe geendet hatte, konnte nicht so stehen bleiben. Die nächste Szene durfte dann nicht genauso ablaufen, das war mir intuitiv klar.

Diese Struktur bestimmt den Spannungsbogen des Buches. Es ist ein ständiges Auf und Ab, wobei sich die Situation immer mehr zuspitzt.

Weiterlesen: Szenen schreiben

Bauchschreiber und Kopfschreiber

Da der Lesbische LiteraturPreis ja nun wieder einmal naht, wird es vielleicht Zeit, sich erneut mit dem schriftstellerischen Handwerk zu beschäftigen.

Es gibt zwei Arten von Autorinnen: Die einen setzen sich hin und machen erst einmal einen Plan, überlegen sich, was in ihrem Buch passieren soll, schreiben für jedes Kapitel eine Zusammenfassung bis ganz zum Ende des Buches, für jede Figur eine Biographie, entwerfen die Verbindungen, Hintergründe und Handlungsabläufe.

Die anderen setzen sich vor ein weißes Blatt Papier (meistens den Startbildschirm der Textverarbeitung) und fangen einfach an zu schreiben, lassen sich von Satz zu Satz, von Szene zu Szene, von Kapitel zu Kapitel durch die Geschichte selbst und ihre Figuren treiben, die ihnen diktieren, was sie schreiben sollen.

Beide Methoden haben ihre Berechtigung. Es gibt keinen Grund, warum man es nicht auf die eine oder auf die andere der beschriebenen Weisen machen sollte, denn beides kann zum Erfolg führen.

Die zweite Methode wird beispielsweise von Stephen King angewendet, einem der erfolgreichsten Autoren unserer Zeit.

Die erste Methode wurde von Joanne K. Rowling angewendet, um Harry Potter zu schreiben. Zweifellos auch einer der größten literarischen Erfolge unserer Zeit.

Weiterlesen: Bauchschreiber und Kopfschreiber

Jeder kann ein Buch schreiben

Jeder kann ein Buch schreiben. Der Trick ist, ein gutes Buch zu schreiben.

Das ist ein Zitat aus dem Buch »The Plot Whisperer« von Martha Alderson. Ob jeder ein Buch schreiben kann, da bin ich nicht so sicher, aber sicher ist, dass viele Leute versuchen, ein Buch zu schreiben, es sogar schaffen, es einem Verlag anzubieten. Die wenigsten dieser Bücher sind jedoch gut.

Weiterlesen: Jeder kann ein Buch schreiben

Ein Jahr – Ein Roman (Kapitel 1-12)

Das 1. Kapitel ist das schwerste. Denn um mit dem Schreiben anfangen zu können, muß man erst einmal eine Idee haben. Wäre dies ein allgemeiner Schreibkurs, würde ich Ihnen jetzt raten, nach einer Idee zu suchen.

Aber Sie haben es viel leichter, denn dies ist ein el!es-Schreibkurs. Also geht es hier um was? Ja, genau. Um lesbische Liebesromane. Sie haben also ein ganzes Jahr Zeit, um eine lesbische Liebesgeschichte zu schreiben. Kommt Ihnen das kurz oder lang vor?

Weiterlesen: Ein Jahr – Ein Roman (Kapitel 1-12)

Ein Jahr - Ein Roman

Bevor ich anfing Romane zu schreiben, habe ich mir schon hin und wieder Gedanken darüber gemacht, wie lange man dafür wohl braucht, für so einen Roman.

Ich las beispielsweise, daß Margaret Mitchell für »Vom Winde verweht« zehn Jahre gebraucht hat. Aber sie hat auch nur diesen einen Roman geschrieben. Kein Wunder – bei dem Zeitaufwand.

Weiterlesen: Ein Jahr - Ein Roman

Weitere Artikel

  • 1
  • 2
  • 3

Suche