Die Schreibwerkstatt

Schriftstellertraining, 2. Übung

Schreiben ist in erster Linie Handwerk. Damit verkünde ich nichts Neues, das habe ich selbst schon Dutzende Male gesagt, und andere Schreibratgeber Tausende. Aber trotzdem ist es wichtig, es immer wieder zu erwähnen, denn immer noch geistern bezüglich des Schreibens eine Menge Illusionen in den Köpfen herum. Zum Beispiel, dass man ein Genie sein muss, um schreiben zu können, dass man nur schreiben kann, wenn es aus dem Bauch heraus kommt, dass Planung die Kreativität tötet.

In manchen Fällen ist das sicherlich so, wenn einem beispielsweise die Planung die Stimmung verdirbt, weil man sich selbst das Geheimnis dessen, was die Geschichte ausmacht, bis zum Schluss bewahren möchte, weil man im Grunde genommen schreiben möchte, wie eine Leserin liest, ohne zu wissen, was auf der nächsten Seite kommt.

Das ist ein guter Ansporn zum Schreiben, ich kenne das selbst sehr gut, aber es führt zu nichts, wenn man das große Ganze nicht im Blick hat, wenn man einfach nur so vor sich hinschreibt, was einem gerade in den Sinn kommt.

Das heißt, Schreiben ist eine Balance zwischen dem, was man sagen will, und der richtigen Art, es zu sagen. Der richtigen Kürze oder Länge, der richtigen Mischung von Gefühl, Informationen und Beschreibungen, Dialogen und Passagen ohne Dialog, Bildern und Worten.

Deshalb habe ich jetzt mit einer kurzen Übung angefangen, und auch diese zweite Übung ist nicht sehr lang. Aber länger als die erste. Die erste Geschichte, wenn man so will, die wir geschrieben haben, war auf zwei Seiten beschränkt, auf eine Person, auf einen Ort, auf eine kurze Zeitspanne. Im Grunde genommen war es mehr eine Szene als eine Geschichte, ca. zwei DIN-A4-Seiten.

Diese zweite Geschichte nun sollte so um die fünf DIN-A4-Seiten lang sein. Und am Ende der Geschichte sollte es einen Wendepunkt geben.

Im Gegensatz zur ersten Übung beginnen wir hier mit einer ganz alltäglichen Situation. Einkaufen beispielsweise. Eine Person, wir können sie beliebig benennen, geht einkaufen. Und plötzlich wird sie vor eine Entscheidung gestellt. Je nachdem, welche Entscheidung sie trifft, kann der Wendepunkt in verschiedene Richtungen führen, eine Wendung zum Guten oder Schlechten sein, sogar Leben oder Tod.

Der Supermarkt, in dem sie einkauft, könnte beispielsweise überfallen werden. Soll sie sich ruhig verhalten oder versuchen zu entkommen? Soll sie heimlich ihr Handy nehmen und die Polizei rufen? Soll sie einen der Kriminellen, die sie in dem Supermarkt festhalten, daran hindern, ein Kind zu schlagen oder sogar schwer zu verletzen, und dabei riskieren, selbst erschossen zu werden, oder wie alle anderen den Mund halten?

Also: Voraussetzung: eine alltägliche Situation, in die plötzlich der Horror einbricht (diese Vorgehensweise ist übrigens das Erfolgskonzept von Stephen King )

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  • Ellen ESS.
  • Nanni
  • Ruth Gogoll
  • Julia
  • Terry
  • Nanni

    Auf das die Zeit mich noch einmal zu dir führt

    Sie ließ sich auf einen der gusseisernen Stühle nieder die um den kleinen runden Tisch platziert waren, bestellte einen Kaffe, die Tageszeitung und blinzelte in die Sonne. Es war einer dieser drückend schwülen Tage an dem kein Windhauch wehte.
    Sie hatte die Zeitung fast durchgeblättert, als sie an ihrem zweiten Kaffee nippte und ihren Blick über den Marktplatz wandern ließ. Sie konzentrierte sich auf eine Frau die gerade den Platz überquerte. Die Fliegersonnenbrille verbarg zwar ihre Augen, aber dennoch kam ihr die Frau bekannt vor. Doch woher wusste sie gerade nicht. Sie versuchte die anderen Gespräche am Nachbartisch auszublenden um besser nachdenken zu können.
    Die Frau wirkte erschöpft, als hätte sie viel zu wenig Schlaf bekommen. Sie schritt langsam über den Marktplatz als wäre sie nicht sichter, ob sie weiter gehen sollte oder nicht. Sie kam immer näher und bald würde sie ihren Tisch erreichen.
    Florentina nahm gerade unbewusst wahr, dass sie sich von dieser Frau geradezu unnatürlich angezogen fühlte. Eine wohlige Wärme stieg in ihr empor und verursachte, dass sich ihre Lippen leicht öffneten. SIe konnte die Frau nicht aus ihrem Blick entlassen. Selbst wenn sie gewollt hätte, die unsichtbare Schnur die sie mit der Frau verband, ließ sich nicht kappen. Zu viel Aufmerksamkeit forderte die Fremde von ihr.
    Der Blick der Fremden ruhte nur kurz auf ihr, aber er dauerte lange genug um bei ihr einen angenehmen Schauer auszulösen. Sie richtete sich in eine aufrechte Position und hörte ihrem Herzschlag, der immer lauter zu werden schien. Doch die Frau ging direkt an Florentina vorbei und nahm keine Notiz von ihr. Sie bewegte sich geschmeidig, wie ein wildes Tier im Dschungel. An der Boutique blieb sie stehen und sah zurück, als wäre sie verwirrt. Als ob sie den Eindruck hätte, etwas sollte ihr aufgefallen, aber sie wisse nicht was es war. Ihr Blick fiel über ihre dunklen Gläser auf Florentina, und sie runzelte die Stirn.
    Dir Fremde glaubte bestimmt, wie viele andere die Florentina nciht kannten, dass sie eine Ausländerin sei. Ihr Teint war unglaublich hell für ihre Herkunft. Ihre Brüder, beide eingefleischte Gigolos - braungebrannt, groß -, kamen nach der Mutter - rassig, temperamentvoll, familiär und warmherzig. Sie dagegen kam nach ihrem irischen Vater. Sie war mittel groß und zierlich, aber mit Kurven an den richtigen Stellen. Ihre langen, glatten roten Haare fielen ihr über den Rücken bis zum Po. Ihr Vater hatte ihre Mutter auf einer Studienfahrt kennen und lieben gelernt. Er beendete sein Studium im Irland und kehrte zu ihr zurück. Heiratete sie und sie bekamen vier Kinder.
    Die Frau ging zurück, und Florentina beobachtete wie sie auf die zukam.
    "Ciao", sagte die Frau, ihr direkt ins Gesicht sehend.
    Florentinas Herz machte einen Satz. "Ciao", antwortete sie mit leiser Stimme.
    "Ich kenne Sie. Ich habe Sie am Samstag gesehen." Die Frau hatte einen unglaubliche, sanfte, dunkle und melodische Stimme.
    Florentina erkannte dass die helle Baumwollhose und das Hemd mit den aufgekrempelten Ärmel von bester Qualität waren. "In der Bar", stimmte Florentina zu. Jetzt wusste sie wieder woher sie die Frau kannte. Sie war ihr aufgefallen, wenn auch nur aus der Ferne.
    "Darf ich mich setzten?" fragte sie plötzlich und ihre langen, schmalen Finger legten sich um die Stuhllehne.
    Es irritierte Florentina, dass sie ihre Augen hinter der Brille nicht sehen konnte, obwohl sie ihren Blick schon fast körperlich spüren konnte. "Sicher."
    Ihre Nähe übte eine starke Wirkung auf Florentina aus. Diese Frau ähnelte keiner ihr bekannten Frauen. Wenn ihr diese Frau erzählen würde das sie von einem andern Stern oder Planeten stammte, sie hätte es ihr abgenommen, und das ganz ohne irgendeinen Zweifel.
    "Sie waren ziemlcih schnell verschwunden an jenem Abend. War die Bar nicht das richtige für Sie?" Sie nahm eine gerade Sitzhaltung ein.
    Sie war ihr aufgefallen? "Es war nciht so, wie ich es mir erhofft hatte." Florentina faltete die Zeitung zusammen, legte sie auf die Seite und schlug ihre Beine übereinander.
    "Hm, was hatten sie sich denn erhofft?" Die Frau lächelte sie an.
    "Nicht das, was Sie denken." Unsicher warf Florentina ihr eine Blick zu.
    "Was denke ich denn?"
    "Das dürften Sie wohl am besten wissen."
    Die Fremde lachte schlallend. "Und wie ich das weiß." Sie schien sich zu amüsieren. "Wären Sie nicht so früh gegangen, hätte der Abend vielleicht noch die ein oder andere Überraschung hervor gebracht."
    "Ah, verstehe." Florentina nickte wissend. "Wären Sie einer dieser Überrschungen gewesen?"
    "Vielleicht." Ein Schmunzeln huschte über ihr Gesicht.
    Florentina trank einen Schluck Kaffee und senkte ihren Blick dabei in die Tasse. Sie fragte sich, was sich an dem Abend wohl abgespielt haben mochte, nachdem sie sich auf und davon gemacht hatte. Vielleicht hatte die Fremde hier, eine nach der anderen vernascht Zuzutrauen wäre es ihr. Bei ihrem Aussehen war sie nicht lange alleine.
    Als sie wieder aufblickte bemerkte sie, dass die Fremde ihren Blcik über ihrem Ausschnitt hat wandern lassen. Sie hielt kurz die Luft an. Das passte zu ihrer Dreistigkeit. Die Signale waren unmissverständlich. Es schien der Frau nicht mal unangenehm zu sein, dass Florentina sie dabei erwischt hatte, wie sie ihr ungeniert in den Auschnitt blickte.
    Florentina hob eine Augenbraue. "Gefällt Ihnen was Sie sehen?" Ihre Erfahrung nach, wollten solche Frauen nur Sex. Doch sie wollte nur noch Aufrichtigkeit oder gar nichts.
    "Oh, ich würde lügen wenn ich das Gegenteil behaupten würde", erwiderte sie.
    Außer einem Nicken brachte Florentina ncihts zustande. Eigentlich war sie nicht die Frau die sich diese Frechheit gefallen ließ. Aber was hatte sie schon zu verliern?
    Nichts!
    Eben, und das war der Punkt. Diese Frau, der sie nach wie vor nicht in die Augen sehen konnte, wegen dieser Sonnenbrille, war verdammt attraktiv. Vielleicht mochte es genau daran liegen, dass sie diese Frau so unglaublich anziehend fand. Das war ihr in der Bar schon nicht entgangen. Außerdem war sie eine ungebundene Frau, dazu kam, dass es schon weit über ein Jahr her war, seit sie den letzten Sex hatte. Was sprach schon dagegen sich auf ein Abenteuer einzulassen? Das war es doch auch was diese Frau ihr ohne Worte versuchte nahe zu bringen. Oder? Doch in dem Moment, als sie sich dessen bewusst wurde, wusste sie, dass sie nicht mit dieser Fremden im Bett landen würde. Weil sie einfach nicht die Frau für schnellen und ungebundenen Sex war. Das zog nur einen schlechten Nachgeschmack mit sich, und darauf konnte sie gut und gerne verzichten.
    "Nein, Lügen sollen Sie natürlich nicht", flüsterte sie, als sie ihre Stimme wieder fand. Florentina übte sich in einem Lächeln. Zweifellos war es die Fremde gewohnt, dass man in ihrer Gegenwart dahin schmelzte und ihr wiederspruchslos gehorchte. Die Frau war mit Vorsicht zu genießen. Das anziehende Lächeln, ihre Art sie anzusehen mit diesem versteckten Blick, der sie zu verschlingen schien.
    Die Fremde musterte sie forschend und beugte sich etwas vor.
    Am liebsten hätte Florentina ihren Blick auf etwas anderes gerichtet, aber das ließ ihr Stolz nicht zu. Sie blieb einfach nur starr sitzen, selbst dann noch, als die Fremde ihre Hand hob um dann mit ihrem Daumen über ihre Lippe strich.
    "Sie haben dort einen kleine tropfen Kaffee."
    Florentinas ganzer Körper war zum zerreißen gespannt, als die Fremde mir ihrem Daumen über ihre Lippe strich. Langsam und aufreizend vergingen die Sekunden. Eine unbestimmte Sehnsucht durchlief sie. Sie wollte sich am liebsten mit der Zunge über die Lippen fahren, genau dort, wo sie von ihr berührt wurde.
    Die Fremde ließ die Hand sinken und lehnte sich zurück, ohne ihren Blick von Florentina zu nehmen.
    Florentina wurde heiß. Würde die Frau ihre Liebhaberinnen genauso zärtlich verführen?
    Ihre Lippen öffneten sich, als wollte sie etwas sagen. Doch plötzlich durchbrach ein unangenehmes Klingeln die Stille. Die Fremde langte entschuldigend zu ihrem Handy, antwortete mit einem einfachen ja, erhob sich und entfernte sich einige Meter vom Tisch.
    Florentina nahm die Chance wahr, um tief Luft zu holen. Solange die Fremde sie nämlich gemustert hatte, hatte sie nicht atmen können. Ihr Mut verschwand allmählich. Was tat sie hier? Wie unglaublich dumm war sie? Sie verstand sich selbst nicht mehr. Zu sehr wühlte die Fremde sie auf. Das Klingeln des Handys war ein Zeichen. Es war das Zeichen, um aufzustehen und zu gehen. Sie winkte der Kellerin und suchte in ihrer Geldbörse nach dem passendem Kleingeld.
    Als sie gerade dabei war den Stuhl ordentlich an den tisch zu heben, wurde sie sanft am Arm berührt. Die Fremde nahm die Sonnenbrille ab und musterte sie.
    Florentina zuckte leicht zusammen als sie in sagenhafte Augen blickte. Sie schluckte schwer. Sie blickte auf ein unglaubliches Stahlblau und erzitterte unmerklich über das was sie in ihnen lesen konnte. Ihre Beine gaben leicht nach. Das Blau vermittelte ihr den Eindruck, als ob es eine unglaublich lange Zeit auf sie gewartet hätte. Doch das war unmöglich. Das bildete sie sich nur ein.
    "Sie wollen doch nicht etwas schon gehen?" Fast enttäuscht blickten die die blauen Augen an.
    "Leider doch." Sie schluckte schwer.
    "Wirklcih sehr schade. Ich hätte Sie gerne näher kennen gelernt." Ihre Augen leuchteten auf.
    Ja, das glaubte sie ihr aufs Wort. "Ja, tut mir auch leid, aber ich muss wirklich los." Sie wich dem studierenden Blcik aus der ihr entgegen kam. Sie musste spontan wieder an Ana denken. Ihr breites Lächeln, wenn Ana sie ansah. Dieses bezaubernde Lächeln in das sie sich verliebt hatte und welches Anas Grübchen zum Vorschein brachte. Anas Augen leuchtetesn dabei wie die hellsten Sterne am Nachthimmel. Sie hatten sich im dem Sommer ineinander verliebt, als sie fünfundzwanzig war, und gerade frisch von der Uni kam. Sie verbrachten viele Stunden miteinander, faulenzten am Strand, redeten über Gott und die Welt, gingen oft tanzen wo sie sich dann auch zum ersten mal küssten. Sie bekamen nicht genug von einadner. Schon allein der Gedanke daran ließ sie glühen.
    Dann verschloss sich ihr Gesicht.
    Ihr wurde gerade wieder bewusst, dass immer Schicksalsschläge kommen werden. Nur musste man wissen wie man mit ihnen umging. SIe musste sich doch auch wieder erheben und in die Zukunft blicken. Das Schicksal ging nun mal oft seltsame Wege.
    "Sehe ich Sie am Wochenende?" Die Fremde hielt Florentina immer noch am Arm und riss sie aus ihren Gedanken.
    Die Erinnerung an Ana löste sich augenblicklich auf im Nebel vergangener Zeit. "Nein, ich denke eher nicht." Florentinalöste sich sacht aus dem sanften und zärtlich Griff.
    "Bitte. Kommen Sie am Samstag in die Bar." Ihr durchdringender Blick traf sie.
    "Ich glaube nicht, dass ich das tun werde." Florentina verzog keine Mine. Ihr Gegenüber sah sehr gut aus, verdammt gut. Dazu schien sie sehr waghalsig zu sein. Sie musste auf der Hut bleiben. Ihr Gegenüber war es bestimmt nicht gewohnt, das man ihr widersprach-
    "Sollten Sie aber allen Widersprüchen zum Trotz doch Lust verspüren, ich würde mich sehr über ihre Gesellschaft freuen. Ich werde ab 22 Uhr auf Sie in der Bar warte. Mein Name ist übrigens Giuliana." Sie hielt ihr die Hand entgegen.
    Sie hält sich wohl für unwiderstehlich. Sie würde mit Sichherheit nicht kommen. Sie nahm die ihr entgegengestreckte Hand in die ihre und sah in das himmelblau vor ihr, welches von dicken schwarzen Wimpern umrahmt wurde. "Florentina, und ich werde nicht kommen. SIe werden also umsonst warten."
    "Sind Sie vergeben, Florentina?" fragte Giuliana nonchalant und sah Florentina an. "Ich meine ... Ich sehe keinen Ring an Ihrem Finger." Sie blickte auf die helle Hand, die ihre umschlossen hielt.
    "Soll das etwa heißen, dass man nur in einer Beziehung leben kann, wenn man einen Ring am Finger hat? Vielleicht habe ich ihn ja nur vergessen anzuziehen. Daran mal gedacht?" Sie musterte kurz die von der Sonne gebräunte Hand, bevor sie losließ und zurückhaltend lächelte.
    "Daran habe ich sehr wohl gedacht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Sie es nicht sind." Giuliana steckte ihre Hände in die weißen baumwollenen Hosentaschen. "Abgesehen davon schätze ich Sie nicht so ein, dass Sie so was wichtiges wie einen Ring vergessen anzuziehen. Er wäre Ihnen viel zu bedeutend." Sie beobachtete Florentina mit überlegener Ruhe.
    Florentian zog eine Braue hoch und sah Giuliana an. "Was Sie alles zu wissen glauben beeindruckt mich jetzt doch sehr. Dennoch muss ich Ihnen leider wieder widersprechen. Sie liegen falsch in Ihrer Annahme." Seit einem Jahr trug sie keinen Ring mehr, den sie nicht einmal zum duschen abgenommen hatte. Unbedacht strich sie mit ihrem Daumen über die leere Stelle an ihrem Ringfinger.
    Giulianas Blick glitt von der Bewegung, die Florentina mit ihrem Daumen am Ringfinger machte, über ihren Arm zu ihrem Gesicht. "Ich glaube, ich liege mehr als richtig mit meiner Annahme."
    Ihr Gesicht verschloss sich, als sie Giulianas Augen auf sich ruhen spürte. Wer ist diese Frau? Woher nimmt sie den Glauben, so viel über sie zu wissen? Oder besaß sie einfach nur eine gute Beobachtungsgabe? Oder war sie, Florentian, einfach nur ein offenes Buch für sie? Gerade verflog ihr bis dato wieder aufgebautes Selbstvertrauen an Kraft. Es fühlte sich an wie Helium, dass langsam aus einem Ballon entwich.
    "Also, war nett Sie kennenzulernen", sagte Florentian trocken. Doch um ihre AUgen funkelte es schüchtern. "Ich muss jetzt los."
    "War schön ihre Bekanntschaft gemacht zu haben, Florentina", sagte Giulian mit sinnlicher Stimmer.
    Aus dem Augenwinkel bemerkte Florentiana, dass Giuliana sie interessiert ansah. Und sie spürte auch noch ihren Blick im Rücken, als sie sich auf den Weg machte.
    Florentina durchquerte die Stadt, in der ein quirliges Treiben herrschte. Sie merkte. wie beruhigend die Umgebung auf die wirkte: die alten historischen Gebäude, das Meer das am Rande in einem satten Blau erstrahlte, und die atemberaubende AUssicht in die sie sich jeden Tag neu verliebte.

    In ihrer Wohnung war es unglaublich still. Keine Musik die ihr entgegen schallte. Sie schloss die Tür und wäre beinahe über ihren Geigenkasten gefallen, den sie gestern einfach hat dort stehen lassen. Sie ging zur Küche und öffnete den Kühlschrank. Sie entnahm ein Soda, ging ins Wohnzimmer und blickte zum Couchtisch. Hier war immer ihr gemeinsamer Treffpunkt nach der Arbeit gewesen. Hier hatten sie gelacht, zusammen musiziert, gestritten und sich wieder vertragen. Nun war es nur noch ein Zimmer, dass geradezu unnatürlich leer erschien. Wenn die Möbel nicht wären könnte man fast meinen, das es kein Leben mehr beinhaltete. Die Stille machte sie verrückt. Sie ging zum Radio und schaltete es ein.
    Florentina sank in den Sessel und barg ihr Gesicht in den Händen. Nach kurzer Zeit atmete sie tief ein. Wenigstens waren ihre Tränen getrocknet. Dann riss sie sich zusammen. Sie versank nicht gern in Selbstmitleid. Sie stand wieder auf, trat ans Fenster und versuchte sie Einsamkeit in ihr nierderzuringen, die, seit sie die Wohnung betrat, wieder sehr präsent war. SIe wollte sich nicht mehr alleine und einsam fühlen.

  • Nanni

    Antwort auf: Nanni

    Kapitel 2

    Der Markt war mit Sonnenlicht geflutet, und im Schatten eines Baumes spielten ein paar alte Männer Boccia im trockenen Staub. Florentina nahm ihren Blick von den Männern, nippte an ihrem Kaffee und las weiter an ihrem Artikel in der Zeitung.
    "Sie waren nicht da", sagte eine angenehme weibliche Stimme.
    "Bitte?" Florentina sah erstaunt auf. Dafür war Sie da und lächelte sie an. Sie schien sich aus dem Nichts zu materialisiert zu haben, und lehnte nun lässig an der Wand wie ein Model aus einer angesagten Modezeitschrift. Florentina zwang ihre Augen von Giulianas Brust zu ihrem Gesicht. Diese hob ihre Braue. Ihr war nciht entgangen, dass sie hingesehen hatte. Verlegen sah Florentina zur Seite.
    "Am Wochenende. In der Bar. Sie waren nicht da." Giuliana amüsierte sich über ihren Gesichtsausdruck und stieß sich von der Wand ab. "Darf ich?" fragte sie höflich und wies auf den Stuhl neben Florentina.
    "Sicher", murmelte sie und bemerkte, wie sich ihre Wangen rot färben.
    Giuliana rückte den Stuhl zurecht und sezte sich neben sie an den Tisch. "Sie waren nicht da", wiederholte sie sanft.
    Sie zuckte ein wenig mit den Schultern. "Das hatte ich Ihnen doch gesagt." Es störte Florentina das sie schon wieder nicht in ihre Augen sehen konnte.
    Giuliana kam plötzlich näher und schob ihre Fliegerbrille aufs Haar, sodass Florentina ihr in die Augen sehen konnte. Sekundenlang blickte sie nur starr hinein, so beeindruckt war sie wieder von ihrem intensiven blau, das so ausdrucksvoll war.
    "Ich dachte nicht, dass Sie sich daran halten." Giuliana verzog die Mundwinkel zu einem Lächeln.
    Im Augenblickl war Florentina so sehr aus dem Gleichgewicht gebracht, dass sie kein Wort fand. Auf einen Schlag empfand sie Gefühle, die so früh am Morgen verborten sein sollten.
    "Hat es Ihnen die sprache verschlagen?" fragte sie.
    Sofort nahm sich Florentina zusammen und sagte, "warum sollte ich mich nicht daran halten? Sonst bräuchte ich es doch nicht sagen."
    Unwillkürlich musste Giuliana schmunzeln. "Meiner Erfahrung nach halten sich die meisten Frauen nur selten an das was sie sagen."
    "Nun, ich bin eben nicht wie die meisten Frauen." Florentina blinzelte sie scharf an.
    "Oh, das glaube ich Ihnen aufs Wort." Giuliana grinste frech und lehnte sich zurück in den Stuhl. Ihr Blick fiel auf die alten Männer, dann wieder auf Florentina. Ihre Zunge zeigte sich kurz, um die Lippen zu befeuchten.
    Florentina zwang sich den Blick von ihr abzuwenden. Sie tat so, als würde sie ihre volle Aufmerksamkeit wieder der Zeitung zuwenden.
    "Was machen Sie beruflich?" wollte Giuliana wissen.
    Sie versuchte ihre Gedanken zu ordnen, in der Hoffnung, dass ihr dabei irgendeine rettende Idee kam. Da diese aber ausblieb, antwortet sie wahrheitsgemäß. "Ich bin Musikerin."
    "Was spielen Sie denn", fragte Giuliana ehrlich interessiert.
    "Geige, Klavier, etwas Klarinette." Florentina lies ihren Blick zwischen den Zeitungsseiten.
    "Komponieren Sie auch?"
    "Ab und an."
    "Dann sind sie bestimmt berühmt?"
    "Nein, tut mir leid. Ich schlage mich mehr schlecht als recht durch." Sie schlug geräuschvoll eine Seite um.
    "Ich weiß nicht, ob ich Ihnen das glauben soll", sagte Giuliana. "Wahrscheinlich haben Sie sogar einen Künstlernamen, aber das werden Sie mir sicher nicht verraten, habe ich recht?"
    Die Zeitung senkte sich, und Florentina blickte ihr Gegenüber mit ausdruckslosen Gesicht an. "Mit so etwas Rätselhaften kann ich leider nicht aufwarten." Es gelang ihr tatsächlich sachlich zu klingen. "Ich muss mich hinter ncihts verstecken, schon gar nicht hinter einem Pseudonamen. Ich stehe zu dem was ich mache. Immer!"
    Giuliana musterte Florentina mit undurchdringlicher Mine, dabei blitzen ihre Augen auf. "Ja. Das glaube ich Ihnen sofort."
    Florentina atmete schnell und versuchte mit ihren Gefühlen ins Reine zukommen. Seit Giuliana an ihrer Seite saß, spürte sie tiefe Vertrautheit. Ihr Mund zog ihren Blick wie magisch an. Wie gerne würde sie ihre Lippen mit diesem wundervollen Mund, der zum Küssen geboren schien, verschließen. Eine unwiderstehliche Kraft pulsierte durch ihren Körper. SIe vernahm das auch Giuliana ihr auf die LIppen starrte. Ihre Hände verkrampften sich um die Zeitun, als sie plötzlich dieses sexuelle Verlangen spürte und zu zittern begann.
    "Was darf ich Ihnen bringen?" fragte die etwas zurückhaltende Stimme der Kellnerin.
    Florentina und Giuliana trennten ihre Blicke so hastig, als hätte man sie bei einer intimen Handlung ertappt.
    "Nichts. Danke. Ich werde gleich wieder gehen", meinte Giuliana sehr höflich zu ihr.
    Die Kellnerin blickte leicht schüchtern auf Giuliana. Selbst die Bedienung war ihr verfallen.
    Florentinas Blick fiel von der Kellnerin auf Giuliana. Sie versuchte sich zu beruhigen, während Giuliana mit der Kellnerin sprach. Sie trank viel zu hastig an ihrem Kaffee, weil sie merkte, wie sehr ihre Hände zitterten. Sie hatten sich doch nur unterhalten. Sie legte die Zeitung beiseite und streckte ihe Beine aus. Ihr entging nicht, dass Giulianas Augen aufleuchteten als ihr Blick sie traf. Sie verspürte ein nervöses Kribbeln im Bauch. Giuliana war unverschämt gut aussehend. Schwarzes Haar, durchdringende blaue Augen, ein Lächeln das einen in ein anderes Leben zauberte, eben atemberaubend sexy. Dazu kam, das diese Frau sie faszinierte.
    "Stimmt etwas nicht?" fragte Giuliana plötzlich und entblößte ihre makellosen weiße Zähne.
    Ihre Stimme wehte wie ein Windhauch an ihr Ohr. Noch immer starrte sie wie gelähmt auf Giuliana. Dann holte sie tief Luft und fragte, "nein, wieso?" Giulianas Lächeln brachte sie fast um den Verstand. Noch nie wurde sie so verführerisch angelächelt.
    "Weil sie mich so fixieren." Giuliana beugte sich näher zu ihr.
    "Ach, tue ich das?" Es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich von ihrem Anblick erholte.
    "Ja. Ich glaube, dass Sie das tun. ALs ob Sie mich nicht mehr aus ihren Fängen entlassen wollten." Sie hatte die Ellenbogen auf dem Tisch abgestützt, und ihr Kinn ruhte auf ihren langen, schmalen Fingern.
    Florentina räusperte sich, versuchte, ihre Nervosität in den Griff zu bekommen. "Dazu müssten Sie sich erst einmal in meinen Fängen befinden. Was Sie nicht tun", flüsterte sie mit rauer Stimme.
    "Noch nicht." Giuliana grinste siegessicher.
    "Sie sind sich Ihrer Sache wohl ziemlich sicher, was?" Florentina errötete, denn ihr wurde bewusst, dass sie sich verteidigte. Und dafür gab es weiß Gott keinen Grund. Nicht vor dieser Frau.
    "Ich bin mir bei vielem ziemlich sicher, ja." SIe lächelte überlegen. "Schließlich habe ich nicht umsonst die besten Schulen besucht. Ich bin dazu selbstbewusst, und nicht leicht einzuschüchtern."
    Das passte absolut zu ihr. Einfach mal so nebenbei erwähnt, dass sie spitzen Elite-Schulen besucht hat und eine Frau war, die nichts so leicht umhaute. "So. Und bei was sind Sie sich ziemlcih sicher?" Ihr Blick wich kurz von Giuliana auf eine sonnige Nische, in der eine Katze saß und sich putzte.
    "Das Sie mehr auf Romantik als auf sexuelle Anziehung wert legen." Ihre Stimme klang hypnotisch und um ihre Mundwinkel spielte die Andeutung eines Lächelns.
    Ihr Kopf zurrte zurück. Giulianas Augen schienen sie abzuschätzen. Giuiana strahlte Sinnlichkeit aus, und es fiel ihr schwer, einen klaren Gedanken zu fassen. Vielleicht sollte sie beleidigt sein, andererseits ... Sie dachte blinzelnd über eine Antwort nach. "Wie kommt man nur auf so ... Wieso unterstellen Sie mir das? Das Thema Sex hatten wir doch gar nicht angeschnitten." Sie hob fragend und leicht scharfzüngig eine Braue.
    "Das liegt doch auf der Hand." Giuliana Lächeln wich einem Grinsen.
    Leicht eingeschnappt zogen sich Florentinas Augenbrauen zusammen. "Nur weil cih ncoh nicht aus das Thema Sex eingegangen bin? Glauben Sie, ich weiß nicht worauf SIe hinaus wollen? Denken Sie bloß nicht, ich würde Sie nicht kennen. Ihren Schlag erkenne ich schon Meilenweit. Sie halten sich wohl für unwiderstehlich, stimmts?" In ihr stieg die Temperatur gerade schlagartig an.
    "Sie glauben, ich bin nur auf Sex aus? Wirklich interessant. Das bestätigt meine Theorie nur." Sie lachte leicht.
    Sie bemühte sich um eine ausdruckslose Mine. "Versuchen Sie ja nicht mich zu lesen. Da kommen Sie nicht weit. Und außerdem hasse ich es, wenn das jemand versucht. Also lassen Sie es." Ihre Augen blitzen in Giulianas Richtung. Aber eins stand felsenfest, sie interessierte sich für sie.
    Giuliana lachte auf und genoss Florentians Verwirrung. "Keine Angst. Sie sind nicht so leicht zu durchschauen. Und glauben Sie mir, ich weiß wovon ich spreche." Sie musterte sie intensiv.
    Florentina zuckte nur gleichgültig die Schultern. Sie wollte sich nicht weiter darauf einlassen.
    Wieder durchbrach ein unangenehmes Klingeln die gerade zum zerbersten angespannte Stille. Und wieder entfernte sich Giuliana entschuldigend vom Tisch.
    Sie wusste nicht wie Giuliana ihren Aufbruch aufnehmen würde, aber sie war sich ziemlich sicher, dass sie es überleben würde. Nachdem sie das Kleingeld auf den Tisch gelegt hatte, ging sie ein paar Schritte Richtung Brunnen, um hinter ihm in eine kleine Gasse einzubiegen. Sie stieg die kleine Treppe nach oben und ging durch einen Rundbogen in einen Hinterhof, den sie jetzt in einem ruhigeren Schritt durchquerte. Sie atmete nun in eine langsameren Gang, den Duft der exotischen Blüten einm die an den unterschiedlichsten Pflanzen bunt verteilt im Hof blühten. Sie versuchte abzukühlen, was ihr nur schwer gelang was einmal daran lag, dass der diesjährige Sommer es sehr gut mit der Sonne meinte. Und einmal an der Hitze, die ihren Körper in Beschlag genommen hatte seit Giuliana ihr sehr nahe kam.

  • Nanni

    Antwort auf: Nanni

    Kapitel 3

    Florentina ließ sich ihr Frühstück schmecken. Sie hatte sich heute für eine cremefarbenen Baumwollhose mit einer dazu passender Weste entschieden. Ihr langes Haar hatte sie zu einem lockeren Knoten im Nacken zusammen gesteckt. Sie dachte an Giuliana. Wenn sie sich auf sie eingelassen hätte, bräuchte sie heute vielleicht nicht alleine Frühstücken.
    »Hat Ihnen niemand gesagt, dass so wunderschöne Menschen, sofern sie weiblich sind, als selbstverständliche Beute angesehen werden? Vor allem wen sie einfach so verschwinden ohne sich zu verabschieden.«
    Bei dem Klang der sinnlichen und tiefen Stimme stockte Florentina der Atem. Sie hob ihren Kopf und erblickte Giuliana. »Ich finde ja, sie sind heute geradezu zurückhaltend«, sagte Florentina so unverbindlich wie möglich. Sie wunderte sich wie sehr die Gegenwart dieser Frau sie wieder faszinierte. »Wenn sie nicht ans Telefon gegangen wären, hätte ich mich auch von Ihnen verabschieden können. Aber...«
    »Aber ich bin ran gegangen, ich weiß. Und abgesehen von meiner Unverschämtheit ans Telefon zu gehen, anstatt es endlos lange klingeln zu lassen ... Sie sehen heute geradezu verführerisch aus.« Sie zog sich eine Stuhl heran und setzte sich ohne zu fragen direkt neben Florentina und musterte ihr Haar. »Unglaublich verführerisch sogar.«
    »Sie nehmen wohl nie ein Blatt vor den Mund, was?« Der fremde Duft, die ausströmende Wärme die der fremde Körper, der so nah an ihrem war, an die Umwelt abgab, ließ etwas in Florentina anspringen, dass sie schon lange nicht mehr gefühlt hatte, etwas, dass schon lange auf dem Abstellgleis stand. Dazu noch Giulianas Blick, der sie gefangen nahm.
    »Nein. Warum sollte ich das? Das Leben ist viel zu kurz um um den heißen Brei zureden.«
    Florentina musste unmerklich an Ana denken. Ihr war, als hätte sie erst gestern in ihrem Armen gelegen, das Herz voller Liebe und Zukunftsträume. Aber das Schicksal hatte es anders mit ihnen gemeint. Verärgert über ihre Gedanken runzelte sie die Stirn.
    »Was ist los, Florentina? Habe ich etwas gesagt, dass Sie verletzt hat?« Giuliana streckte ihre Hand nach Florentina aus, doch diese wich ihr aus.
    Florentina wollte nicht, dass Giuliana sah was in ihr vorging. Gerade war ihr Selbstwertgefühl ziemlich in den Keller gerutscht. »Nein, Sie haben mich nicht verletzt, das war jemand anderes.« Sie wandte sich wieder Giuliana zu. »Was eigentlich auch nicht stimmt. Ich habe einfach nicht auf meine innere Stimme gehört.«
    »Was meinen Sie damit?« Blaue Augen hielten ihren Blick fest.
    Hoffnung, Begehren, Angst, alles wirbelte gerade abwechselnd in Florentina herum.
    »Florentina?«, sprach Giuliana leise und brachte sich erneut in Erinnerung. Nervös presste Florentina ihre Lippen aufeinander. Sie sah sie herausfordernd an. Sie musste sie einfach ansehen. Sie verstand nicht weshalb, und wie sie innerhalb weniger Male in denen sie sich sahen, Giuliana für sie zu etwas geworden ist, nachdem sie sich sehnte. Giulianas Blick besaß eine Anziehungskraft, die sie fesselte.
    »Was ist los, Florentina? Ich sehe doch, dass Sie etwas beschäftigt«, wollte sie sanft wissen.
    Florentina erinnerte sich an den Moment zurück, an dieses schreckliche Gefühl das sich seitdem in ihr verknotet hatte, und fragte sich, wieso sie damals so aus ihrem alten Leben gerissen wurde, dass sie kannte und angestrebt hatte. »Ich werde schon damit fertig.« Und das war nicht einmal gelogen. Fast. Denn gerade wusste sie selbst nicht, wenn sie genau damit meinte. Mit welcher der beiden Frauen wurde sie fertig? Ana, die nie wieder kommen würde. Oder Giuliana, die hier vor ihr saß, und ihr gerade bewusst wurde, dass sie noch nie einer so begehrenswerten und eigensinnigen Frau begegnet war. Und ob sie damit fertig wurde stand noch in den Sternen.
    Während Giuliana über diese Information nachdachte, wandte Florentina ihren Blick von ihr ab und winkte der Kellnerin. Dann sah sie wieder zu Giuliana. »Es tut mir leid, Giuliana. Ich hätte das nicht sagen sollen.« Aber Giuliana hatte etwas an sich, dass Florentina das Gefühl gab, mit ihr über alles reden zu können. Was sie wiederum nicht verstand. Giuliana war eine Fremde, der sie nur ein paar Mal begegnet war. Aber dennoch fühlte ihr Herz anscheinend etwas, was ihren Gehirn verwehrt blieb. »Bitte entschuldigen Sie. Ich muss außerdem jetzt auch gehen. Ich habe Probe und möchte nicht zu spät kommen.«
    Giulianas blaue Augen hielten ihre fest. »Ich kann Sie nicht vergessen, so sehr ich es auch versuche. So jemand wie Ihnen bin ich noch nie begegnet.«
    Florentina hob erstaunt die Augenbrauen. »Warum sagen Sie das?« Sie durfte ihr nicht trauen. Wahrscheinlich sagt sie das zu allen Frauen, die sie ins Bett bekommen wollte.
    »Weil ich Sie unbedingt wiedersehen möchte«, stellte Giuliana mit leiser Stimme fest.
    Florentina kniff die Augen zusammen, um ihre Gefühle unter Kontrolle zubringen. Bevor sie etwas sagen konnte, wurden sie von der Kellnerin angesprochen, die ihr die Rechnung hinhielt und das Geld entgegen nahm, welches Florentina ihr in die Hand rinnen ließ. Zu Giuliana gerichtet meinte sie verlegen, »ich muss jetzt gehen.«
    »Wann sind die Proben zu ende? Ich würde Sie gerne zum Abendessen einladen.«
    Es waren einfache Worte die an ihr Ohr drangen, doch die Art wie Giuliana sie aussprach, ließen sie zu einer Streicheleinheit werden. »Nein. Ich … habe schon was vor.« Das gefiel Giuliana nicht, das sah sie sofort. Florentina sah verlegen zu Boden. Lügen war ihr eigentlich zu wider. Sie versuchte sich einzureden, dass Kaffee und Brötchen alles war, was sie brauchte. Auch wenn einige ihrer Freunde meinten, ihr würde es an Abenteuerlust fehlen. Sie spürte wie ihr eine Strähne aus dem Gesicht gestrichen wurde.
    »Wie schade. Auch wenn ich Ihnen das nicht abnehme.«
    Blaue Augen sahen Florentina durchdringend an als sie ihren Blick hob. Diese Frau vor ihr besaß ein unglaubliche Sinnlichkeit. »Was sollen diese … keine Ahnung … zufälligen Treffen hier? Was erhoffen Sie sich mit ihrer Beharrlichkeit?« Florentina sah sie durchdringend an.
    Giulianas Mund öffnete sich, als wolle sie tief Luft holen. Dann verschloss sich ihr Mund wieder. Sie sah für einen Bruchteil von Sekunden irgendwie verloren aus. »Einfach nur ein Treffen.« Sie zuckte die Schultern. »Mehr nicht. Alles andere wird sich ergeben, meinen Sie nicht?« Sie legte ihren Kopf ein wenig schief.
    Florentina presste ihre Fingerspitzen gegeneinander und stieß scharf die Luft aus. »Ich gehe jetzt.«
    Giuliana seufzte als hätte Florentina ihr das Herz gebrochen. »Wollen wir wenigstens zusammen gehen, Florentina?« Giulianas Zunge umschmeichelte ihren Namen.
    Florentina machte große Augen. »N … ein«, stammelte sie.
    »Was haben Sie nur? Es spricht doch nichts dagegen, wenn ich Sie begleite.« Giuliana berührte Florentina am Unterarm.
    Diese Frau hatte eine absolut begnadete Wirkung auf sie. Florentina wich einen Schritt zur Seite. Ihr schwirrte der Kopf. »Ist es so schwierig für Sie zu begreifen, dass eine Frau Sie abweisen könnte? Ich gebe nicht vor zu wissen was Sie zu erreichen hoffen. Aber es gefällt mir nicht, dass Sie mich für ihre Ziele benutzen wollen.« Sie machte ein finsteres Gesicht.
    Giulianas Augen blitzten auf. Das finstere Gesicht von Florentina ignorierte sie. »Sie sehen zum anbeißen aus, wenn Sie so aufgebracht sind«, sagte sie mit einem lüsternen Grinsen.
    Florentina dreht sich von ihr weg, denn am liebsten hätte sie sich jetzt in ihre Arme geschmiegt und sie geküsst. Sie verstand sich selbst nicht mehr. Aber sie wagte es nicht, sich zu nehmen wo nach sie sich sehnte. Auch wenn es nur für ein kurzes Abenteuer wäre.
    Das Klingeln, welches schon beinahe als Retter aus dem Nichts auftauchte, ließ Florentina zusammen zucken. Sie warf einen Blick über ihre Schulter und hörte wieder nur ein ja von Giuliana, die sich mit Blick auf Florentina entfernte.
    Florentina war gerade im Begriff aufzubrechen, als Giuliana sich ihr in den Weg stellte. Sie legte ihre Hand unter ihr Kinn und hob ihren Kopf an. Florentina starrte in stahlblaue Augen und ihre Knie gaben leicht nach. Ihr Herz pochte wild. Giuliana streichelte mit ihrem Zeigefinger über ihre Wange. Ihre Fingerspitzen waren so weich, so verführerisch.
    »Ich muss für eine kurze Weile verreisen. Aber ich hoffe sehr, dass dies nicht unser letztes Treffen war?« Giuliana strich Florentina erneut eine Haarsträhne, die sich gelöst hat, hinters Ohr.
    Florentina wurde gerade bewusst, dass es keinen Sinn machte, sich länger etwas vorzumachen. Diese Frau, die gerade ihr Gesicht berührte, war so unglaublich attraktiv, dass sie zu schmelzen begann. Doch sie wusste das es aussichtslos sein würde. Innerlich badete ihr ich in bitter-süßer Hoffnungslosigkeit.
    »Verreisen sie oft?« Florentina konnte sich nicht rühren, konnte kaum denken. Sie gierte danach, Giulianas Haut auf ihrer zu spüren. Ihr wurde gerade unglaublich heiß.
    Giuliana zuckte leicht die Schultern. »Hin und wieder bleibt es nicht aus.« Ihr Augen wurden eine Nuance dunkler. Giuliana schenkte ihr ein Lächeln. »Addio, Florentina.« Ihre Augen funkelten, als sie die Hand ausstreckte.
    Florentina zögerte sie zu ergreifen. Tat es aber dann doch. Giulianas Haut war so zart unter ihren Fingerspitzen, aber ihre Hand war stark und warm. Die Berührung löste ein erneutes Knistern in ihr aus, dass sie erröten ließ. Verdammt. Sie wollte ihr unter keinen Umständen zeigen, was sie fühlte. Oder eher, was sie aufwühlte.
    Giuliana beugte sich vor und drückte ihr einen kurzen, keuschen Kuss auf die Wange, der ihr die letzten Sinne raubte. Und mit einem letzten Blick in ihre Augen, drehte Giuliana sich um, und ging mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht wo auch immer sie hin ging.
    Verwirrt sah Florentina ihr nach und berührte mit zittriger Hand ihre feuchte Wange. »Auf Wiedersehen«, sagte sie leise. Giuliana war und blieb unwiderstehlich, sexy und unglaublich schön. Noch nie hatte sie sich in eine Frau verguckt, die so war wie Giuliana. Obwohl sie ihr am liebsten nachgelaufen wäre, um sie in ihre Arme zu schließen, ließ sie einfach nur ihre Arme hängen.

    Kapitel 4

    Florentina betrat die Boutique, und als sie ihren Kopf hob, durchzuckte sie ein leichter elektrischer Schlag. Sie spürte, wie sich ihr Herzschlag und Atem beschleunigte. Einen kurzen Moment blieb sie einfach nur wie angewurzelt stehen. Noch nie hatte jemand auf sie eine solche Anziehungskraft ausgeübt, wie es Giuliana tat. Nicht mal Ana. Sicher, auch bei Ana hatte sie eine Anziehungskraft gespürt, aber nicht so wahrhaftig, wie es bei Giuliana war. Das mit Giuliana war irgendwie … ja, intensiver. Das schlimme an der Sache allerdings war, dass sie nicht wusste, was Giuliana für sie empfand. Sicher gab es Augenblicke in denen es einen langen, intensiven Blick gab, oder ein geheimnisvolles Grinsen, in denen sie das Gefühl hatte, das auf jeden Fall etwas zwischen ihnen war. Doch woher sollte sie wissen, das es kein Wunschdenken war? Aber eins stand wohl fest: Giuliana würde ihr nur das Herz brechen.
    Giulianas Anwesenheit überraschte sie nicht. Ihr Körper hatte die ganze Zeit gespürt, dass sie in der Nähe war. In ihrem frisch gebügelten schwarzen Gucci-Hosenanzug, sah Giuliana wie ein Model auf dem Laufsteg aus. Fehlte nur noch dass sie leger eine Hand in ihre Hosentasche steckte und cool die Mode den Zuschauern präsentierte. Doch weit mehr noch war es ihre eigentümliche Ausstrahlung lässigen Draufgängertums, die Giuliana so sehr von der Masse abhob, und was Florentina so sehr an ihr mochte.
    Giuliana wandte sich um, und Florentina erkannte, dass auf Giulianas Gesicht der Anflug eines Lächeln aufblitzte. Giulianas harten Gesichtszüge bekamen für den Bruchteil eines Augenblicks etwas Weiches, und Warmherziges. Die Reise hatte wohl Tribut von ihr gefordert.
    Florentina zwang ihre Füße, sich in Bewegung zu setzten und nahm zu ihrer Freude war, dass Giuliana ihr entgegen kam. Und in der nächsten Sekunde stand sie ihr gegenüber. Giulianas Augen in die sie sah, waren noch blauer als sie in Erinnerung hatte. Sie leuchteten noch eindringlicher. Florentina wünschte, Giuliana würde irgendetwas sagen, ihr ein durchtriebenes Lächeln schenken, oder sie mit irgendeiner nicht ganz ernstgemeinten Floskel aufziehen. Doch stattdessen stand sie einfach nur da und blickte sie mit diesem … nun ja, undurchdringlichen Blick an, bei dem Florentina nicht wusste, was er zu bedeuten hatte. Es war, als hätte sie schon immer auf diese Frau gewartet.
    »Ciao«, sagte Florentina kurz und atmete tief ein, »wie ich sehe sind Sie zurück?« Ihr Herz machte unkontrollierte Sprünge.
    Giuliana nickte ihr zu. »Vor zwei Stunden ist der Flieger gelandet. Umso schöner finde ich es, dass Sie mit einer der ersten Menschen sind, die ich treffe. Schöner hätte mein Tag nicht werden können«, erklärte sie sinnlich.
    Florentina schluckte. Mit dieser Aussage hatte sie nicht gerechnet. Aber es schmeichelte ihr, das musste sie sich eingestehen. »War ihre Reise aufregend gewesen?« Florentina sah sie verstohlen von der Seite an und betrachtete ihre umwerfende Figur. Sie brauchte Zeit, um dort anzuknüpfen, wo sie bei ihrem letzten Frühstück geendet hatten. Über eine Woche hatten sie sich jetzt nicht mehr gesehen. Über eine Woche war es her, dass sie zusammen am Kaffeetisch im Café saßen. Und über eine Woche war es her, dass Giuliana ihr gesagt hatte, dass sie sie nicht vergessen kann.
    Giulianas Stimmt wurde noch verführerischer. »Weniger aufregend, dafür aber umso überraschender. Und meiner Meinung nach hat es auch viel zu lange gedauert. Sie gingen mir die ganze Zeit nicht aus dem Kopf.«
    Florentinas Hände wurden feucht. »Ich bin froh dass Sie zurück sind.« Das stimmte zwar, aber warum sie Giuliana das gerade sagen musste, wusste sie nicht. Und warum sagte Giuliana ihr ohne rot zu werden, dass sie die ganze Zeit an sie gedacht hatte. Das sagte man doch nicht so unverblümt. Was hätte sie darauf antworten sollen?
    »Ich auch«, flüsterte Giuliana und schaute ihr mit festem Blick in die Augen. „Sie faszinieren mich Florentina. Sie sind die erste Frau, die mich Tag und Nacht beschäftigt.“
    Florentina glaubte es zwar nicht, hielt es sogar für unmöglich, aber die Schmetterlinge in ihrem Bauch schienen wieder, mit neu erwachter Energie, erste Flugversuche zu unternehmen. Sie bemühte sich mit aller Kraft, Giuliana nicht anzusehen. Sie starrte stattdessen auf die teuren Kleider, die an einer Stange vor ihr, in circa einem Meter Entfernung an einer metallenen Aufhängung hingen. Sie konnte Giulianas Blick der auf ihr ruhte spüren. Sie musste zusehen das sie einen klaren Kopf behielt. Wie war das nochmal mit dem Atme? Einatmen … Ausatmen ... . Gerade schien es ihr gerade zu lächerlich, dass sie sich die letzten Tage Gedanken gemacht hatte und herum-fantasierte, wie es wohl sein würde, Giuliana wieder zu treffen. Sie hatte gehofft, dass ihre Begegnung mehr locker als angespannt werden würde. Doch sie gestand sich ein, dass sie diejenige war, der es an Lockerheit fiel. Giuliana war die Lässigkeit in Person. Wie immer! Einatmen … oder musste sie ausatmen?
    Plötzlich gellte direkt neben ihr ein durchdringende Klingeln durch die relative Stille der Boutique, das ihre ohnehin nervösen Nerven wie ein Stromschlag durchfuhr. Natürlich, es war Giulianas Handy. Diese sah Florentina entschuldigend an und widmete sich dann eher ungehalten dem Anrufer. Florentina hörte wie Giuliana etwas bestätigte und nachdem sich eine von Giulianas Augenbrauen hob, sagte sie, »unglaublich unprofessionell von ihm.«
    Für den Bruchteil einer Sekunde kam Florentina in den Genuss, in Giulianas schönem Gesicht einen leicht verwirrten Ausdruck zu entdecken.
    Giuliana nickte. »Das werde ich persönlich übernehmen.« Sie blickte flüchtig zu Florentina hinüber, die schnell so tat als ob die Kleider vor ihr sie interessierten, damit Giuliana nicht auf den Gedanken kam, dass sie Sie belauschte oder ungeniert anstarrte.
    »Ich weiß, die Abschlussbesprechung ist heute ... Sie haben ein Foto? Aber ... Ich dachte sie lebt seit einigen Jahren in ...« Sie sah erneut zu Florentina und dreht sich dann ein wenig um. »Ich komme gleich zu Ihnen. Jetzt ist es gerade sehr ungünstig. Reden Sie mit niemanden bis ich mit Ihnen gesprochen habe. Haben Sie mich verstanden? Gut!" Giuliana legte ohne einen Abschiedsgruß auf. Sie strich sich durch ihr Haar, dann drehte sie sich mit einem unbestimmten Blick zu Florentina. »Entschuldigen Sie, aber das war wichtig.« Ihr charmante Lächeln kehrte zurück.
    »Natürlich. Kein Problem. Es gibt eben Dinge die nicht warten können, und Sie scheinen sehr gefragt zu sein.«
    »Ja, dass stimmt ... Sie müssen eins über mich wissen, Florentina, ich bin ich nicht gerade sehr willkommen, seit ich wieder hier bin. Viele glauben, ich würde ein gewaltiges Vermögen auf geheimen Bankkonten deponieren, welches aus dubiosen Geschäften im großen Stil stammt. Vorzugsweise aus Waffen, Drogen und Industriespionage.«
    »Und?« fragte Florentina mit großen Augen.
    »Und was?« Giulianas Blick wurde noch eine Spur durchdringender.
    »Und, haben die Leute recht?«
    Ein breites Lächeln huschte über Giulianas perfektes Gesicht. »Ich führe nur die Geschäfte meines Vaters weiter. Mehr nicht.«
    Florentina betrachtete sie mit wachsender Interesse. Giuliana gehörte also einer einflussreichen Familie an. Und ihre Familie schien mit krummen Geschäften ihr Geld zu verdienen. Denn warum sollten die Leute sonst solche Mutmaßungen stellen? Sie konnte sich Giuliana gut vorstellen, wie sie einen Auftrag nachdem anderen erteilte. Doch ob sie unbedingt erfahren wollte, um welche Aufträge es sich dabei handelte, wusste sie nicht. Vermisste Personen gab es jeden Tag, seit sie denken konnte, und das konnte man auch fast täglich in der Zeitung lesen. Mal war es ein offensichtlicher Mord, mal kam es einer Hinrichtung gleich, mal tauchten Menschen einfach auch nicht mehr auf. Hatte Giuliana etwa etwas mit diesen Organisationen zu tun, die dieses Land beherrschten?
    Florentina beugte sich vor und flüsterte, »Was meinen Sie genau damit? Entweder Sie wollen Eindruck schinden, oder wollen mir Angst machen.«
    »Habe ich Ihnen Angst gemacht?«
    »Nein! Ich bin ebenfalls in diesem Land aufgewachsen.«
    »Dann wissen Sie ja genau von was ich spreche.«
    Wissen wäre geprahlt, aber eine Ahnung hatte Florentina auf alle Fälle.
    Giuliana blickte sich in der Boutique um, so, als wolle sie sicher gehen, dass sich keine ungebetenen Zuhörer hatten, und zog Florentina in eine Ecke neben der offenen Umkleide. »Sie müssen, und sollen eins wissen, Florentina, hier wird sich nicht um Schwierigkeiten und Gefahren gekümmert, sondern sie werden ganz bewusst verdrängt. Jeder kriminelle Flüchtling findet hier einen Unterschlupf. Die Waffenhändler, Drogendealer und Gangster können ungestört ihren krummen Geschäften nachgehen. Im Gegenzug zahlen einschlägige Organisationen Unsummen an Geld.«
    Jetzt lachte Florentina, auch wenn es nicht echt klang. »Sie wollen mich doch nur aufziehen, um interessanter da zu stehen. Aber das können Sie sich abschminken. Wenn jemand, und ich meine jetzt nicht unbedingt Sie, über Dinge redet, über die sonst niemand wagt zu reden, können die nicht wirklich wissen auf welch dünnen Eis sie sich bewegen. Denn diese Leute sind nicht mehr all zu lange da, um weiter so einen Unsinn zu verbreiten. Habe Sie so gar keine Angst?«
    »Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe dann, dass es die eigenen Angst ist die einem Angst macht. Nichts wird nämlich so heiß gegessen, wie es gekocht wird.« Sie zwinkerte Florentina zu.
    »Na, Sie haben heute wohl eine Schüssel Altklug gefrühstückt.«
    »Ja, sieht so aus.« Giuliana grinste. »Und ich würde Sie gerne heute Abend einladen.«
    »Tut mir leid, aber das geht leider nicht. Ich bin schon anderweitig verpflichtet.«
    »Verpflichtet? Ist es ein Date?«
    »Es geht Sie zwar nichts an, aber ja, ich habe ein Date.« Ein Date mit zwanzig Leuten, aber das behielt sie für sich.
    »Sie machen es mir nicht gerade einfach, wissen Sie das Florentina?«
    »Entschuldigen Sie, dass lag nicht in meiner Absicht.« Umso schöner ist es aber, dass es so scheint. Zu einfach wollte sie es Giuliana auch nicht machen. Was hieß überhaupt: so einfach wollte sie es ihr auch nicht machen. Sie wollte sich nicht auf Sie einlassen, auch wenn ihr ganzes Innenleben förmlich danach schrie und sie auf Knien anflehte, mit Giuliana heute Abend essen zu gehen. Giuliana war nicht einfach nur eine Frau, die sie kennengelernt hatte. Sondern sie war eine Frau, bei der eine Menge mit dranhing, das spürte sie. Was da allerdings mit dranhing, konnte Florentina sich nur zusammenreimen. Sie war sich sehr sicher, das Giuliana eine Frau war, die zu irgendeinem Verbrechertum gehörte. Solch sicheres und selbstverliebtes Auftreten erlangt man nur unter der Obhut der Familie, von der man Schutz erhielt, und Privilegien, die einem alle Türen öffneten.
    Giuliana wollte gerade etwas zu ihr sagen, als die Boutiquetüre schwungvoll aufflog und eine sehr attraktive Frau mit einem breiten Lächeln hereingestürmt kam. Ihr rotes Kostüm, welches wie ihre Schuhe ein europäisches Label trug, passte ausgesprochen gut zu ihre Prada-Handtasche, welches sie sich sofort von der Verkäuferin abnehmen ließ. Ihr Blick wich von der freundlichen Verkäuferin hinüber zu den Reisegebäcktaschen. Als ihre Augen jedoch Giuliana erblickten, erstarb ihr Lächeln sofort. Ihre Augen wurden immer größer und dunkler.
    Florentina fand, dass sie etwas verwirrt aussah. Ihr alter schätzte sie auf Mitte Zwanzig. Und als sie ihre Augen auf Giuliana richtete, nahm sie wahr, dass diese ihren Blick ein wenig gehetzt durch den Raum fliegen ließ, so, als wolle sie sicher sein, dass sich hier kein verborgenes Publikum befand.
    »Gia!«, rief die Frau empört, und ihre Miene verfinsterte sich zusehends. »Ich dachte … ich dachte du bist ...« Sie kam auf sie zu.
    Florentina sah beide mit verständnislosem Blick abwechselnd an.
    Entgeistert sah die Frau Florentina an. »Sagen Sie mir jetzt nicht, dass Sie zu Gia gehören?« Sie trat einen Schritt auf Florentina zu.
    Okay, mache ich nicht, dachte Florentina. Hilflos sah sie Giuliana an.
    »Ilaria«, sagte Giuliana leise und mit müder Stimme. »Lass gut sein. Was soll der Auftritt hier?«
    »Was der Auftritt hier ...« Ilarias Gesichtsfarbe nahm eine leichten Rotton an. Sie stemmte ihre Hände in die Hüfte und schmollte jetzt wie eine kleine verzogene Göre. »Hast du mich wegen der hier ...«, sie nickte herablassend zu Florentina hinüber, »ist sie der Grund weswegen du ...?«
    »Nein! Ist sie nicht.«
    »Aber dann kannst du sie mir doch vorstellen.« Sie grinste Giuliana nun frech an und blickte dann zu Florentina. Sie streckte ihr die Hand entgegen. »Hallo, meine Name ist Ilaria, und ich bin Gias ...«
    »Nervensäge«, fiel ihr Giuliana ins Wort. Giuliana stellte sich direkt vor Ilaria. »Und du? Wolltest du nicht etwas einkaufen? Schließlich ist das doch dein Element, nicht wahr?« Sie beugte sich nah an Ilaria und flüsterte ihr etwas zu, was Florentinas aber leider nicht verstehen konnte.
    »Weißt du … du hast absolut Recht«, sagte Ilaria und schlagartig zeigte sich ein entzückendes Lächeln auf ihrem Gesicht, als sie Florentina freundlich zu nickte und sich zur Verkäuferin aufmachte.
    Ein wenig unbehaglich blickte Giuliana zu Florentina. »Ich ... Es tut mir leid. Das war sehr unhöflich von ihr.«
    »Dafür müssen Sie sich nicht entschuldigen. Für das Verhalten anderer sind Sie ja schlecht verantwortlich.« Aber unhöflich war es, dass sie ihr Ilaria nicht vorstellte. War sie vielleicht Giulianas Freundin? In ihrer Attraktivität stand sie Giuliana jedenfalls in nichts nach. Nur das Ilaria schmaler und etwas kleiner war. Die ganze Zeit hatte Giuliana mit ihr geflirtet, sie mit ihrem Charme betört, obwohl sie vergeben war, und das mit einer sehr attraktiven Frau, die all das zu verkörpern schien was sich eine Frau von einer Frau wünschte. Vor Eifersucht hätte Florentina sie am liebsten Ohrfeigen können.
    Giuliana wollte gerade antworten, als ein, »kommst du Gia?« an ihr Ohr drang. Ilaria drehte sich ungeduldig in ihre Richtung.
    Florentinas Augenbrauen hoben sich fragend als sie Giuliana ansah.
    Giuliana zuckte leicht mit den Schultern. »Es tut mir leid, aber ich muss los. Ich werde Ilaria noch bei der Kathedrale San Battista absetzten, damit sie zur Beichte gehen kann. Es hat mich mehr als sehr gefreut Sie heute gesehen zu haben. Ich hoffe sehr, dass wir uns bald wieder über den Weg laufen.« Sie beugte sich vor um Florentina einen Kuss auf die Wange zu geben.
    Florentinas heftige Reaktion die auf diese erneute intime Berührung folgte, brachte sie total aus dem Gleichgewicht. Giulianas Augen ruhten für eine lange Weile auf ihren Lippen. Fast schien es, als wolle Giuliana sie küssen. »Und wenn nicht, dann werde ich Sie schon finden.« Ein glänzender Schleier legte sich auf Giulianas Augen.
    Was sollte Florentina davon nur halten? War diese Ilaria Giulianas Frau? Oder Geliebte? Hörte sie ihre eigene innere Stimme fragen. Sie blickte den beiden Frauen nach, bis sich die Türe der Boutique schloss. Ihr fiel gerade ein, dass sie auch schon lange nicht mehr bei der Beichte war. Dabei wurde einem, nachdem man sich sein Leid von der Seele geklagt hatte, einen unglaublichen Ausblick geboten, da die Kathedrale auf einem ca. 80 m hohen Felsen am Meer lag.
    Sie drehte sich zu dem Kleiderständer und griff, warum und weshalb auch immer, demonstrativ zu dem grünen und engen, sehr kurzen und zu teuren Stück Stoff, dass man auch als Kleid bezeichnete, und ging zur Kasse hinüber. Sie verspürte immer noch ein Flattern im Bauch, wenn sie an Giuliana dachte. Mit ihrem Charme hatte sie es geschafft, dass sie sich begehrenswert fühlte. Wieder. Nach all der langen Zeit. Aber sie würde stark bleiben. Giuliana war eine einflussreiche Frau, die schöne Frauen liebte, und bestimmt auch diskrete Affären. Ilaria dachte bestimmt, sie sei so eine Affäre. Gequält massierte sie sich ihre Schläfen. Ihr Kopf tat weh vom Nachdenken

  • Ellen ESS.

    Antwort auf: Nanni

    Ich sehe schon, Du hast Kapitel eins und zwei hier geschrieben, drei und vier reinkopiert. Geht gut, oder? Konnte ich also auch mal helfen. :D
    Bis auf ein paar Rechtschreib- und Tippfehler, die mir zwar aufgefallen sind, mich aber beim Lesen nicht wirklich stören, habe ich nichts nichts entdeckt, worauf Du noch hingewiesen werden müsstest.
    Was die Tippfehler betrifft: Lass doch über Deine Texte einfach mal eine Rechtschreibprüfung laufen. Frau Gogoll hat in einem ihrer Beiträge ein Programm erwähnt, das man kostenlos nutzen kann.

    Okay, dann hätte ich noch großzügig übersehene Kommata. Ein Programm, das fehlende Kommas allein setzt, gibt es leider noch nicht, das würde garantiert großen Anklang finden. Ein kleiner Tipp: Wenn Du beim Lesen eines Satzes eine kurze Pause machst, dann kommt da – meistens jedenfalls – eines hin.

  • Nanni

    Antwort auf: Ellen ESS.

    Das stimmt, Ellen. Kapitel eins und zwei sind geschrieben, drei und vier hineinkopiert. Danke für den Hinweis mit der Rechtschreibprüfung und der Kommasetzung.
    Lieben Gruß, Nanni

  • Terry

    Antwort auf: Nanni

    Huch - jetzt sehe ich erst ... Da warte ich auf die Fortsetzung, dabei ist sie schon lange da. Aber das Warten hat sich definitiv gelohnt. Die Geschichte reißt einen richtig mit. Ich kann die wachsende Anziehung der beiden Frauen richtig nachempfinden - genau so soll es sein. :) Und dann noch die Geschichte mit Ana. Was steckt da dahinter? Oder das dunkle Geheimnis von Giuliana ...
    Da habe ich nun allerdings etwas gestutzt, weil Giuliana das doch recht schnell anspricht - zumal sie mit Florentina bisher "nur" geflirtet hat. Es wird für mich nicht ganz klar, woher dieses Vertrauen kommt - denn das ist doch ein Zeichen von Vertrauen. Gut, sie hat erklärt, dass Florentina ihr nicht aus dem Kopf geht. Dass Florentina ihr offensichtlich etwas bedeutet - das spürt man eindeutig. Aber ich würde jemanden erst etwas anvertrauen, wenn ich das Gefühl hätte, dass da von der anderen Seite auch etwas zurück kommt. Und das hat Florentina doch noch nicht gemacht. Im Gegenteil - sie hat sich doch gegen eine Nähe zu Giuliana eher gewehrt. Da fehlt noch ein klitzekleiner Hinweis darauf, was die Motivation für Giulianas Offenheit ist.
    Aber das ist jetzt nur mein persönliches Empfinden - liegt vielleicht auch daran, dass ich die Geschichte so klasse finde und dieses winzige Teilchen für mich noch nicht so ganz ins Puzzle passt. Vielleicht möchte ich davon auch einen Roman und keine Kurzgeschichte lesen - denn dann kannst Du das nämlich so richtig schön ausdehnen. ;)

  • Nanni

    Antwort auf: Terry

    Oh Mensch, was soll ich bloß sagen oder schreiben?
    Ich versuche es mal hiermit: Zuerst möchte ich der guten Fee danken. (Hört sich seltsam an, ich weiß, ist aber so.) Ich hoffe sie wird wissen das ich sie meine. Lieben Dank! Das kann ich nie wieder gut machen.

    Nun zu Dir, liebe Terry. :)
    Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ich bin froh dass die Geschichte mitreißt. Bei mir liegt der Fall nämlich, im Gegensatz zu Ruth - die nicht spannend schreiben möchte, weil sie lieber in Gefühlen abtaucht -, so, dass ich leider immer den Hang hinunterrutsche, um im See der Spannung abzutauchen. Somit hilft es mir sehr das Du geschrieben hast, dass es eventuell zu früh sei, als Giuliana mit Florentina in der Boutique spricht. Das mit der Offenheit habe ich verstanden, dass scheint mir jetzt auch logisch.
    Leider hat man in Kurzgeschichten nicht viel Spielraum um auszuholen, sonst würde es doch auf einen Roman hinauslaufen. Was ich auch schon überlegt hatte, der da dann aber erst zu einem Drittel fertig wäre.
    Es hilft sehr wenn man den Ball zurückgeworfen bekommt. Von alleine hätte ich den Gedankengang nicht auf die Waagschale gelegt. Und Du hast absolut recht, Terry. Die Waage hat Schlagseite. Ich wünschte wirklich ich könnte mich besser konzentrieren, dann wären meine Geschichten nicht immer so chaotisch zu Beginn. Aber wie heißt es so schön: Geduld ist eine Tugend. Und Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.
    Danke für die Hilfe. Liebe Grüße, Nanni

    PS: Ich finde Deinen zweiten Roman richtig schön. Ja schon fast erschreckend real. Sobald ich bereit dazu bin ihn zu Ende zu lesen, bekommst Du eine Rückmeldung von mir. Ich mag nämlich schöne Bücher nicht gleich zu ende lesen. ;)

  • Terry

    Antwort auf: Nanni

    Sieh' es doch so, Nanni: Wenn der - ich nenne ihn schon mal - Roman erst zu einem Drittel fertig ist, dann hast Du noch ganz viel Zeit, im See der Spannung abzutauchen. Und wenn die Hänge schön flach sind, man also nicht steil bergab in den See rutscht, dann kann es noch sehr viel spannender werden und Du und auch ich als Leserin haben viel länger etwas von der Rutschfahrt. War das jetzt einigermaßen brauchbares show-don't-tell? :) Ich kann jetzt auch sagen, dass, wenn es steil bergab geht, all das Zeugs, was so im Weg rumsteht oder hängt (Bäume, Äste, spitze Steine), aus dem Weg geräumt werden muss. Sonst gibt es blaue Flecken ... Okay, ich hör' schon auf. Du weißt ja bestimmt schon, was ich sagen will.

    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es weitergeht - und ich kann auch schwimmen (versprochen). Denn, da (also nicht nur da, aber das passt jetzt gerade) stimme ich Ruth voll und ganz zu, Du solltest diese Mischung aus Liebesgeschichte, Humor und Action/Spannung unbedingt beibehalten. Das mit einer Liebesgeschichte und vielleicht noch mit ein wenig Humor bekomme ich unter Umständen noch hin. Aber die Kombination aus allen dreien schaffe ich genauso wenig, wie der Limburger Bischof das mit der Sparsamkeit ;)

    Eines noch, liebe Nanni: Ganz lieben Dank für Dein PS. Da mein zweites Buch eigentlich mein erstes ist, bin ich noch nervöser, was die Meinung der Leserinnen betrifft, als bei Neptuns Tochter. (Okay - wahrscheinlich bin ich gleich nervös, aber jetzt ist es gerade ganz frisch ;)) Darum freut es mich unheimlich, dass es Dir bis dato gefällt. Das gibt ein wirklich gutes Gefühl. :)

  • Nanni

    Antwort auf: Terry

    Das war super show-don´t-tell! Absolut klasse. :) Aber was wolltet Du mir damit eigentlich genau sagen?
    Neinnein, ich wollte Dich nur kurz hochnehmen. Autsch. Ich lass Dich lieber wieder runter … hab Rücken. :)
    Ja, das stimmt, ausholen kann ich ja dann jetzt. Fein. *Hände aneinanderreib* Da fällt mir so viel ein was man noch an Zeugs aus dem Weg räumen muss und könnte … Weinkeller die unter Kathedralen liegen, tz - da gehen Dinge vor sich, ich kann Dir sagen … da schlackerst Du mit den Ohren. Dann … mom … ich muss mir gerade zwei Tamponaden in die Wangen stecken ... so fertig -, hier kommt jetzt der Pate (Marlon Brando) zum Vorschein -, "Du weißt, du sollst Dich nicht anlegen mit Familie." ;) Und … Genau! Ach doof, das kann ich jetzt nicht mehr verraten.
    Vielen Dank fürs aufbauen. Ich werde mich bemühen Liebe, Humor, und Action … echt? Action? Nun gut – Action Schrägstrich Spannung unter einen Hut zubekommen. Ferrero packt das ja auch – von wegen Ü-Ei. Welches jetzt sogar ein Geschlecht zu gewissen bekommen hat. Verrückt! Ich weiß. Die haben tatsächlich die Ü-Eier in zwei Lager aufgeteilt. In dem einen sind die Mädels, und in dem anderen die Buben. Wo ist nur die Gleichbehandlung hin? Hätte ich das auch nur im Ansatz geahnt, ich hätte eine Karriere als Ü-Ei eingeschlagen. So bin ich nur ein Naturbackstein geworden.
    Der Humor kommt von ganz alleine. Da kann ich gar nichts für. Da muss ich nicht mal groß überlegen. Deinen Humor finde ich aber auch sehr gelungen. Ich muss bei Deinen Kommentaren genauso lachen oder schmunzeln, wie in Deinen Romanen. Zum Beispiel da, als … nö. Ich komme ja noch zu meiner Buchbesprechung über Deinem Roman, da kannst du es dann lesen. :) Ich hoffe, dass ist jetzt nicht all so gemein von mir. Aber ich würde mich da sehr gerne in meine goldene Katzenwanne legen, die da ja nur läppische 15 000 € gekostet hat. ;) Ein Waschbär also. Wie cool! Und guck mal, er hat eine Taucherbrille auf und den Schnorchel schon in der Hand.
    So. Jetzt mache ich aber Platz für die Nachkommenschaft. Abgesehen davon, ich wollte es nur erwähnt haben, machen sich ekelige Achtbeiner auf den Weg, im Schlepptau einige Untote und Fledermäuse, sowie wilde Hunde. Ich hoffe sehr, der Keller ist diesmal für immer geschlossen. Unter dem Dach tut sich nämlich auch gerade ein Abgrund auf. Muhahaha … Ich bin bald wieder zurüüück ...

  • Ich will schon spannend schreiben, aber ich kann nicht spannend schreiben ohne eine Liebesgeschichte. ;) Das einzige, was für mich wirklich spannend ist, ist die Liebe oder – weiter gefasst – sind zwischenmenschliche Beziehungen. Alles andere ist für mich verglichen damit relativ »unspannend«.
    Ich habe ja die Geschichte erzählt, wie ich anfing, einen Lesbenkrimi zu schreiben. Ich wollte wirklich einen Krimi schreiben, so als großer Agatha-Christie-Fan, der ich bin, aber was wurde daraus? Taxi nach Paris. :)
    So ist das eben, wenn ich spannend schreiben will, dann liegt die Spannung in den Charakteren, in der gefühlsbetonten Handlung, aber niemals in Action oder irgendwelchen äußeren Vorkommnissen. Ich muss mich immer sehr zwingen, so etwas zu schreiben, weil ich das eben nicht wirklich interessant finde.
    Aber es gibt Leute, die können so was schreiben, und das lese ich dann auch gern. Oder Arnies Action-Filme ... Einige davon gefallen mir wirklich gut und habe ich sogar schon mehrmals gesehen.
    Deshalb solltest Du, wenn Du das schreiben willst, was Du spannend findest, das auch schreiben, und Dich nicht von irgendwelchen Ideen, wie ich das vielleicht schreiben würde, davon abhalten lassen.
    Du bist ein völlig anderer Mensch als ich, und das darf und muss sich sogar in Deinen Geschichten widerspiegeln.
    Wie beispielsweise Dein Humor ... Wer mich persönlich kennt, weiß, dass ich sehr lustig sein kann. Ich bringe die Leute privat sehr oft zum Lachen. Aber liest man davon etwas in meinen Büchern? Weniger. Ich kriege das einfach nicht zu Papier.
    Und bei Dir möchte ich den Humor, den Du hier in vielen Kommentaren zeigst, auch in Deinen Geschichten haben. Deine Geschichten sind auch viel ernster als viele Deiner Kommentare hier. Also lass Deinen Humor sich mit einer spannungsgeladenen Geschichte verbinden, und wir haben einen Bestseller. :)
    Ich habe nichts gegen Spannung in el!es-Büchern, ganz und gar nicht. So eine richtig fetzige Action- oder Krimigeschichte (mit Humor, darauf bestehe ich ;)) würde ich gern mal im Programm haben.
    Ein lesbischer James Bond – das wäre was.

  • Nanni

    Antwort auf: Ruth Gogoll

    Soll das jetzt heißen, Taxi nach Paris sei keine spannende Lektüre? Für mich war die Geschichte aber mehr als spannend. Zwar war es jetzt kein Krimi im klassischen Sinn, aber hallo? Und die Romane von - gut, ich oute mich dann jetzt mal als eher Aghata Christie Filmfan, als Agahta Christie Romanfan -, haben auch einen feinen Humor. Was vielleicht aber auch an der genialen Besetzung von Margaret Rutherford liegen könnte. :) Ich habe mal mehrere Tage im Orchideengarten verbracht, in der auch Aghata saß. War schon ein tolles Gefühl zu wissen, dass diese Frau einmal hier saß und hier gelebt hat. Jetzt nicht hier hier. Sondern damals dort da.
    Ja, ich bin mit Sicherheit ein ganz anderer Mensch wie Du. Auch anders als all die anderen Menschen um mich herum. ;) Ich dachte wirklich nicht, dass sich mein ich mit in meine Romane aufnehmen kann. Dabei hat es sich immer in den Vordergrund gedrückt. Manchmal habe ich mit dem Gesicht am Monitor geklebt, weil es unbedingt seinen Senf dazu geben wollte. Aber es stimmt. Ich habe mich schon sehr zurückgehalten beim Schreiben, da ich mir wirklich nicht sicher war, ob es in meine Geschichten passt. Doch jetzt besteht ja zum Glück kein Zweifel mehr daran. Manchmal ist es eben so, dass man mich mit einem Betonpfeiler streicheln muss, sonst merke ich das nicht und mache mich nur selbst verrückt.
    Man sagt ja nicht umsonst: Dort wo gelacht und gesungen wird lass dich nieder. Denn dort gibt es keine bösen Menschen. :) Ich finde schon, dass hin und wieder auch Dein Humor durchbricht in Deinen Romanen. Sicher nicht in allen, aber wenn ich da an die Auto/Taxifahrt mit Otto dem Hund und dem betrunken Zustand der Protagonistin denke, deren Name und Buch ich jetzt vergessen habe, war es echt witzig zu lesen. Ich habe sehr gelacht.
    Also, ich danke Dir für die direkte Ansage, dass ich mich nicht davon abhalten soll zu schreiben wie mir der Schnabel, hier eher die Hand, gewachsen ist. Ich habe mich schon ein wenig gequält, weil mein Augenmerk immer mehr auf dem Handwerk lag. Was ich natürlich beibehalten werde, sofern ich es kann. Schon alleine deswegen, damit Frau Lektorin keine Glatze bekommt, bei all der Haarzieherei. :) Obwohl, wenn ich jetzt so hinüberschiele … hat sie nicht gerade die Beine auf dem Tisch liegen, den MP3 Player im Ohr und trinkt Kaffee? Das nenne ich mal Freizeit, pah. ;) Nein. Ich glaube bei mir ist der Knoten endlich geplatzt. Gut, was heißt endlich. Nach vier Jahren wurde es doch auch langsam Zeit. Nur werde ich das mit den Buchstaben, die zu Wörtern werden und kleinen Strichen, die da manchmal dazwischen kommen, nie wirklich lernen. Da hätte ich mich wohl mehr ducken müssen. ;)
    Das meine Geschichten ernster sind als meine Kommentare liegt daran, dass ich gelernt habe bei der Arbeit weniger - ich nenne es jetzt mal witzig zu sein. Das habe ich dann auch auf meine Geschichten bezogen. Doch wenn ich schreibe und mir kommt es gerade so furchtbar ... na, wie sage ich das jetzt ohne jemanden auf die Füße zu treten, schnulzig vor, setzt mein ich an um in die Luft zu gehen. :) Da schallen dann Echos von meinen Gehirnwindungen wieder, die zwar witzig, aber bei denen ich immer dachte, nee, das kannst jetzt so nicht schreiben.
    Jane Bond also,... mmh ja, nicht schlecht. Ich liebäugle auch mit einer Catherine Tramell. Die nette Lady mit dem Eispickel aus Basic Instinct. :) Dir auch einen lieben Dank, Ruth. Jetzt geht’s mir wieder was besser.

  • Also den Tag, an dem die Lektorin die Beine auf den Tisch legen kann, den kann ich mir gar nicht vorstellen. ;) Es ist immer mehr Arbeit, als wir eigentlich bewältigen können. Aber irgendwie schafft sie es dann doch immer.
    Schnulzig auf witzige, hurmorvolle Art auf die Schippe genommen ... Was könnte schöner sein? :) Man muss natürlich immer ein bisschen die Leserin im Blick behalten, dass sie das eben auch schön findet. Zu übertrieben wird es dann eine Satire, aber wenn die gut sind, gibt es kaum etwas Unterhaltsameres.
    Es freut mich, dass es Dir besser geht und dass ich dazu beitragen konnte. Ich habe Deinen Humor immer schon sehr genossen, und ich würde nicht gern darauf verzichten. :D

  • Ellen ESS.

    Antwort auf: Ruth Gogoll

    Oh doch, Sie könnten, wenn Sie wollten, Frau Gogoll. Davon bin ich fest überzeugt. :)
    Sie haben den Autorinnen und denen, die es mal werden wollen, die hier Geschichten einstellen, so viel über das Schreiben gelehrt, dass es ein Unding wäre, wenn Sie selbst es nicht fertigbringen würden, auch einmal etwas Actionreicheres zu schreiben. Die Liebe muss deshalb trotzdem nicht zu kurz kommen. Und wenn es nicht gleich ein ganzer Roman wird - die Leserinnen werden es Ihnen mit Sicherheit nicht übelnehmen.
    Ich hoffe, es ist nicht anmaßend, wenn ich als Anfängerin versuche, Sie etwas dazu "anzustacheln", es einfach noch einmal zu probieren. Taxi nach Paris ist schon ein paar Tage her und vielleicht fällt es Ihnen jetzt viel leichter als damals, Spannung und etwas Action mit einfließen zu lassen. Man (Frau) kann ja nie wissen.
    Und Sie sagen es selbst

    Ein lesbischer James Bond - das wäre was.

  • Ich schließe mich Nanni an: Ich fand "Taxi" extrem spannend - und finde ich immer noch. Aber es ist eben eine andere Art von Spannung. Die Spannung entsteht aus den Gefühlen der Figuren. Während wir hier ja gerade von mehr äußerlicher Spannung sprachen. Die hat weniger mit Gefühlen zu tun als mit Ereignissen. Die Könige des Suspense wie Hitchcock oder Highsmith haben es weniger mit Gefühlen. Und das ist nicht so mein Ding. Ich liebe Hitchcock, aber würde ich eine solche Geschichte schreiben, wäre es zum Schluss ein Liebesroman mit einigen - wenigen - Spannungselementen, die ich - eher notgedrungen - einbauen müsste.
    Es wird zwar oft behauptet, dass man am besten das schreibt, was man auch am liebsten und am meisten liest, aber dann müsste ich definitiv Krimis schreiben. Dann müsste es mir liegen, Krimis zu schreiben. Tut es aber nicht, während mir gefühlsbetonte Liebesszenen ganz von selbst aus der Feder fließen. Also es stimmt nicht immer alles, was behauptet wird.

  • Terry

    Antwort auf: Nanni

    So - jetzt hast Du es geschafft, liebe Nanni. Ich beschäftige mich plötzlich mit Geigenkästen, die an Flughäfen rumstehen, neben denen eine schwangere Frau steht und "Einsamkeit, hat viele Namen" vor sich hinfidelt, was zu etwas überzogenen Reaktionen bei den anderen Anwesenden führt (zum Glück aber ohne Blutbad) - oder Zeitungsartikel über fremde Frauen, die durch die Wüste ziehen und dabei genüsslich Kaffee trinken ... und mit einem Straßencafé, in dem sich Frauen treffen, zwischen denen es prickelt - und plötzlich ... Standbild. Vielen Dank dafür. (Gibt es eigentlich einen Smily mit zusammengekniffenen Augenbrauen?)

    Nun stelle ich mal so eine mehr oder weniger leise Anfrage: Hast Du denn nicht doch irgendwann vor, die Bilder weiter laufen zu lassen? Wenn ich mich recht erinnere, hast Du da ja im Laufe der Zeit einige Geschichten (nicht nur bei dieser Übung) reingestellt, wo die Leserinnen hier auf eine Fortsetzung / ein Ende hoff(t)en. Die würden ja schon lange für eine Kurzgeschichtensammlung à la Nanni reichen, meiner Meinung nach. ;) Also ich würde das lesen wollen ... Dann kann ich auch den bösen Blick aufgeben - das wird nämlich auf Dauer anstrengend, weil das so gar nicht mein Ding ist. :)

  • Ich glaube, da kann man bestimmt etwas machen. Wenn dann das erste Buch von Nanni erschienen ist demnächst, können wir uns ja einmal den Kurzgeschichten zuwenden. Das fände ich sehr gut. Da steckt ungeheuer viel Potenzial drin, das finde ich auch. Und da wir ja mittlerweile die Möglichkeit haben, auch kürzere Sachen als Handyromane zu veröffentlichen, muss es auch nicht immer gleich ein langer Roman werden, wie das in der Vergangenheit nötig war.

  • Nanni

    Antwort auf: Ruth Gogoll

    Demnächst ist gut. Es kommt ja schon im November.

    Ich möchte mich auch nochmal bei el!es bedanken. Und nicht nur bei el!es, sondern auch bei ein, zwei Personen, die da wären: Pia, Ruth und Angelika Schilling.
    „Pia“ weil sie einfach Pia (Weichei) ist und mir immer eine große Stütze war. Mit ihr habe ich mich sehr nett, gut und witzig unterhalten. Sie ist einfach eine Frau nach meinem Geschmack. ;) ( )
    „Ruth“, weil sie eben Ruth ist und mir und meinen Geschichten eine Chance gibt. Was ich ihr hoch anrechne wenn man bedenkt, wie meine Anfänge hier waren. Ruth Gogoll ist und bleibt nach wie vor in der „Kunst des erotischen Schreiben“ mein Vorbild, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, sie würgen zu müssen. :) Im Gegenzug dazu habe ich mich aber hier immer sehr gut aufgehoben gefühlt.
    Und „Angelika Schilling“ die auf ihre ganz eigene, besondere und originelle Art mich vorantrieb, auch wenn ich manchmal absolut nicht verstand, was sie von mir wollte oder mir versuchte beizubringen. :) Aber wie man sehen kann hat es schließlich doch dazu geführt, dass es mein Roman in ein Buch geschafft hat.
    „Terry“, dich habe ich natürlich nicht vergessen. Du warst mir hier und im Forum eine große Stütze. Dafür danke ich dir sehr. ( )

    Ich kann von mir sagen, dass ich hier in der Schreibwerkstatt, und durch die verschiedenen Übungen, eine Menge über das Schreiben und das Handwerk gelernt habe. Natürlich hat das nicht alleine aus-gereicht mir das Schreiben richtig bei zubringen, aber man hätte mich auch einfach aufs Abstellgleis schieben können, was el!es nicht getan hat. el!es hat mir mehr als eine Chance geboten, die ich mal mehr, mal weniger in Anspruch genommen habe, da eben mein ich, und mein ich, nicht immer kompatibel zusammen waren. 8)

    Vielen Dank für alles. Ihr könnt Euch nicht vorstellen welche Unterstürzung Ihr und die el!es-Seite die letzten Jahre für mich ward. Und wisst Ihr was? Ich freue mich ungemein mein Buch bald in Händen zu halten. Ich habe es echt geschafft etwas zu Ende zu bringen. Ich habe das was jetzt kommt in meinem ganzen Leben noch nicht von mir gesagt oder behauptet, aber ich bin verdammt noch eins echt stolz auf mich, das wird mir jetzt erst so langsam bewusst.
    Und mein Cover ist echt heiß. Und nein, es soll keine Dusche darstellen. *lach*

    Liebe Grüße und nochmals Danke an alle, Nanni (Nadine C. Felix)

  • Terry

    Antwort auf: Nanni

    Du hast aber wirklich allen Grund, stolz auf Dich zu sein, Nanni. Und das Gefühl, plötzlich sein eigenes Buch in Händen zu halten, da kann ich nur sagen … nein da kann ich gar nichts sagen, weil es einfach unbeschreiblich ist. :D

    Weißt Du was das Schöne hier bei el!es ist? Dass wir uns irgendwie alle gegenseitig helfen und von einander lernen (können). Denn bei einer Sache bin ich mir absolut sicher: Auch ich hätte ohne el!es niemals ein Buch veröffentlicht.

    Ach, und es freut mich auch, dass ich diesmal mit meinem Feedback eine Fortsetzung zu einer Deiner Geschichten „herausgekitzelt“ habe. Vor allem, weil mir die Geschichte richtig gut gefällt. Auch wenn ich mit den Personen manchmal durcheinander gekommen bin. Aber trotzdem möchte ich wissen, wie es weiter geht. Und wie Du so schön festgestellt hast – es gibt hier zum Glück ein paar Profis, die Ordnung ins Chaos bringen. ;) Auf Deine Kurzgeschichtensammlung bin ich jedenfalls sehr gespannt – genauso wie auf Dein Buch im November. Anhand der kurzen Beschreibung, worum es in der Geschichte geht … Kann es sein, dass ich sie mal beim LLP gelesen habe? Da fand ich selbige jedenfalls schon höchst interessant.

    Ob Deine spannenden Geschichten zu el!es passen, kann ich auch nicht sagen. Aber warum nicht? Die Flughafengeschichte möchte ich schon gerne weiter lesen. Und mit einer schönen Liebesgeschichte dabei (ich kann ja bei den ganz schlimmen Szenen die Augen zu machen – wie beim Fernsehen;)). Außerdem hält el!es ja nicht starr an irgendwelchen Richtungen fest. Es gibt ja inzwischen einige Bücher, die doch ein wenig - wie der Hesse zu sagen pflegt - "andersta" sind. Das Einzige was vorausgesetzt ist, ist ein Happy End. Also, nichts wie ran an einen Liebesthriller. Ich habe ja auch schon überlegt, mal einen Krimi zu schreiben. Allerdings befürchte ich, dass der Krimi womöglich so aussehen wird, dass eine Autofahrerin bei Rot über die Kreuzung fährt, dabei von einer Polizistin gesehen wird, Fahrerflucht begeht, ihr Auto rasch an einen noch zu benennenden Autoschieber vertickert (um nicht aufzufliegen), und dann das ganze Buch über Panik schiebt, weil ihr die Polizistin auf den Fersen ist. Okay – das habe ich mir gerade ausgedacht, aber wie Du siehst … das mit den Krimis muss ICH noch üben. ;)

    Danke übrigens für Dein Angebot, ein paar Bilder abzugeben. Nur muss ich leider ablehnen, weil da neben meinen eigenen vermutlich kein Platz mehr ist. Es wird Dir also nichts anderes übrig bleiben, sie zu Papier zu bringen, damit Du sie los wirst. ;)

    In diesem Sinne, wünsche ich Dir einen schönen Freitag, eine tolle Vorfreude auf Dein Buch und überhaupt …
    Terry

    PS: Ellen, vielen Dank für den Tipp - das klappt prima :)

  • Nanni

    Antwort auf: Terry

    So viel Feedback bekomme ich leider nicht, also nehme ich hier alle Hilfe mit, die ich bekommen kann.
    Das ist für mich sehr wichtig, dass du mir das aufzeigst mit den durcheinander kommen der Personen. Das werde ich versuchen zu verbessern, bevor ich sie einreiche, um dann die Profis ran zu lassen. ;)

    Ja, das ist richtig. Meine Geschichte war vom LLP 12. Dann lag sie ein Jahr auf Eis, und nun erscheint sie. :)

    Mal sehen, wenn ich es noch schaffen sollte, werde ich die Flugzeuggeschichte – allerdings weiß ich gerade nicht welche Flugzeuggeschichte du meinst, sind ja immerhin zwei -, zum LLP 14 einreichen. Allerdings mit einem Anfang, der nicht auf diese Geschichte zurückführt. Soll ja keiner merken welche Geschichte es ist und das sie von mir stammt.
    Sicherlich wird es ein Happy End geben. Wer will schon die Realität in Büchern stehen haben. Es langt doch schon, das in den meisten lesbischen Filme immer eine sterben muss ... was kein Mensch braucht.
    Ich ziehe mich jetzt für eine Weile zurück. Und da es keinen zu stören scheint, lasse ich hier noch einen Teil der Geschichte zurück, um ein wenig neugierig zu machen. Und weil es mich freut, dass sie jemand liest. :) Der Rest bleibt dann, erst mal, geheim. ;)
    Liebesthriller müsste zu schaffen sein. Und ich bin ebenfalls sehr :o auf meine Kurzgeschichtensammlung.

    Mädels, lasst es Euch gut gehen und tut nichts, was ich nicht auch tun würde. :)
    Nanni
    Und Ellen, dein Tipp war echt Goldwert. Lieben Dank!

  • Terry

    Antwort auf: Nanni

    Welche Flugzeuggeschichte? Ich seh' schon, da hat der gute alte Siggi zugeschlagen und beim Tippen die beiden Geschichten gleich mal zusammengefasst. ;) Und was will uns das sagen? Antwort: Dass ich beide zu Ende lesen möchte :) (Zusätzlich zu allen anderen, die mir jetzt nicht einfallen, die aber Siggi sicher bei Gelegenheit auf's Tablett bringen wird.)

    Gut. Dann will ich mal versprechen, dass ich nichts mache, was Du nicht auch machen würdest - was sich aber schwierig gestalten könnte, da ich nicht weiß, was das alles umfasst. Muss ich jetzt braver werden, oder darf ich mehr auf den Putz hauen? Vielleicht solltest Du irgendwann mal eine Liste erstellen. Ansonsten muss ich improvisieren :)

    Dann freue ich mich jetzt auf den Teil der Geschichte, den Du noch zurücklassen wirst, auf Dein Buch im November und darauf, bald mal wieder hier von Dir zu lesen. Bis dahin - tu bitte nichts, was Du nicht auch selbst tun würdest. Klingt das jetzt sehr verquer? Egal, Du wirst schon wissen, wie's gemeint ist. :)
    Terry

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