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Klostertagebuch 2. Tag

2. April

Okay, also nur zur Beruhigung für alle: Meine Frau liest das hier auch. ;) Aber sie kennt mich.

Ein lesbisches Kloster wäre doch mal eine Überlegung wert. Dann könnten sich die Nonnen untereinander austauschen, ohne irgendwelche Heteras.

Ich habe nämlich mittlerweile nicht nur Sr. Regina näher kennengelernt, sondern auch Sr. Leonie. Und dazu gibt es eine Geschichte.

Homophobie im Kloster kann man sich wahrscheinlich sehr gut vorstellen. Obwohl in allen religiösen Kreisen immer von Toleranz die Rede ist.

"Liebe deinen Nächsten" gilt wohl nur begrenzt. Und "Liebe deine Nächste" ist anscheinend völlig ausgeschlossen.

Ganz zu schweigen von "Liebe deine Nächste wie dich selbst". Denn wenn man in Verdacht gerät, sich selbst zu sehr zu lieben, wird es schlimm

Leonie hatte das Pech, unter dieser Homophobie und intoleranten Haltung zu leiden. Sie lag in ihrem Bett und hatte die Hände unter der Decke.

Nicht dass das irgend etwas zu bedeuten hat. Aber die Nonne, die zufällig hereinkam, dachte das wohl (weshalb wohl? Weil sie es selbst tut?)

Jedenfalls bekam Leonie großen Ärger und ihr wurde sogar angedroht, sie müsse das Kloster verlassen. Leonie sagt, sie hat nichts getan,

aber das hat nichts genützt. Nonnen haben wohl manchmal eine sehr schmutzige Phantasie. Kein Wunder, Bedürfnisse, aber kein Sex.

Jedenfalls fand ich diese wahre Geschichte doch sehr erschreckend. Ganz zu schweigen davon, wenn man sich in eine Mitschwester verliebt.

Was passiert dann eigentlich? Heißt es dann auch "Liebe deine Nächste" oder gilt das dann nicht mehr?

Es ist spät geworden. Nun träume ich ein wenig von Schwester Regina - und von meiner Frau. ;) Allen eine gute Nacht.

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