Laura Beck: Der letzte Liebesdienst

Ein modernes Märchen über die Macht der Liebe über alle Grenzen hinaus. Es gibt nichts, was die Liebe nicht erreichen kann, sogar in der Zwischenwelt.
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Lesbische Unterhaltung


Die Frauen in den 80ern (2 - Pe Werner)
Journal - Zeitgeschehen
Geschrieben von: Ruth Gogoll   
Dienstag, den 24. Mai 2011 um 00:00 Uhr

Dieses Lied habe ich damals rauf und runter gehört, jeden Tag. Auch wenn es eigentlich eine langweilig gewordene Beziehung beschreibt, ist diese Sehnsucht nach dem Kribbeln im Bauch doch so gut nachvollziehbar.

Dieses Kribbeln im Bauch,
das man nie mehr vergißt,
als ob da im Magen der Teufel los ist,
dieses Kribbeln im Bauch kennst du doch auch,
wenn man glaubt fast überzuschäumen vor Glück.

Dieses Kribbeln im Bauch,
das man nie mehr vergißt,
wie wenn man zu viel Brausestäbchen ißt,
dieses Kribbeln im Bauch,
das vermißt du doch auch:
einfach überzusprudeln vor Glück.

Wir haben uns so aneinander gewöhnt,
uns bringt nichts und niemand aus der Ruhe.
Die Zeit hat uns die Leidenschaft abgewöhnt,
sie steht – wie das schwarze Paar Schuhe –
irgendwo unten im Kellerregal,
wartet auf ein Begräbnis,
und wir tun so
als wär das normal,
unsere Liebe steht ab und wird schal.

Dieses Kribbeln im Bauch ...

Wir haben uns so aneinander gewöhnt
und daran
uns kurz zu fassen.
Die Zeit hat uns die Leidenschaft abgewöhnt,
wir haben es durchgehen lassen.
Die Gefühle für dich sind nicht einfach verpufft.
Liebe löst sich nicht einfach auf.
Aber unser Gefrierpunkt ist schon längst in Sicht,
bloß daran gewöhn ich mich nicht.

Dieses Kribbeln im Bauch ...

Wir schleichen einander wie Katzen um die Beine
und wollen doch beide nur das Eine:

Dieses Kribbeln im Bauch,
das man nie mehr vergißt,
als ob da im Magen der Teufel los ist,
dieses Kribbeln im Bauch kennst du doch auch,
wenn man glaubt fast überzuschäumen vor Glück.

Dieses Kribbeln im Bauch,
das man nie mehr vergißt,
wie wenn man zuviel Brausestäbchen ißt,
dieses Kribbeln im Bauch,
das vermißt du doch auch:
einfach überzusprudeln vor Glück.

Die Sehnsucht, sich neu zu verlieben – oder immer neu in dieselbe Person verliebt zu sein –, das kennen wir wahrscheinlich alle. Wenn man sich jeden Tag sieht, jeden Tag miteinander im selben Bett schläft, Wochenende, Feiertage vielleicht gar nicht mehr als etwas Besonderes plant, ein gemeinsames Erlebnis, sondern eventuell nur vor dem Fernseher sitzt, bis man dann schlafengeht – das ist wirklich der Tod des Kribbelns im Bauch.

Man muß sich immer wieder neu entdecken, immer wieder um die Beziehung bemühen, um das zu vermeiden. Sonst steht sie dann wirklich wie die schwarzen Schuhe im Schrank und wartet nur noch auf ihr Begräbnis, das ist sehr gut beobachtet und sehr gut beschrieben.

Auch andere Lieder von ihr habe ich damals rauf und runter gehört. Hier Ohne dich:

Und dann auch noch Trostpflastersteine. Wobei ich dabei dieses Wortspiel mit Trostpflaster und Pflastersteine bis heute großartig gelungen finde.

In Pe Werners Stimme ist etwas, das so richtig tief ins Herz trifft, man hat wirklich das Gefühl, sie empfindet jedes Wort, wenn sie es singt – und ihre Stimme könnte es über Täler und Meere tragen.

Ich dachte ja immer, sie wäre hetero, aber wenn man das hier hört, kann man auch anderes vermuten.

 

Kommentare (1)


Der Mond in ihren Augen
geschrieben von Nanni am Dienstag, 24. Mai 2011
Sehr, sehr schön!

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