Schriftstellertraining, 4. Übung

Heute einmal keine einzelnen Wörter und kein erster Satz, sondern die Vorgabe für eine kleine Geschichte.

Zwei Frauen treffen sich zufällig im Flugzeug. Sie kannten sich vorher nicht, aber dadurch, daß der Flug einige Stunden dauert, kommen sie sich näher. Sie erzählen sich gegenseitig Geschichten aus ihrem Leben.

Was geschieht weiter? Werden Sie ein Liebespaar?

  • Wenn ja, welche Konflikte tauchen auf und wie lösen sie sie?
  • Wenn nein, warum nicht?

Wie immer, können Sie die Ergebnisse hier einstellen. Oder Sie senden uns den ganzen Roman gleich als Manuskript an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu.

Viel Spaß beim Schreiben!

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  • Ja, so etwas wie das hier oder auch die "Zeitreisen" sind eigentlich nur Schreibübungen. Um mal zu sehen, wie sich das Thema "anfasst". Wenn ich die Themen dann nicht relativ zeitnah zu einem Roman verarbeite, verschwindet das sozusagen in der Schublade. Mich interessieren immer am meisten die aktuellen Geschichten, die Ideen, die ich gerade erst hatte und aus denen ich dann so bald wie möglich einen Roman mache, bevor mich das Thema nicht mehr interessiert. Alte Sachen aus der Schublade zu holen ist nicht so mein Ding. :)

    Donnerstag, 11. Juli 2013 11:53
  • Juli

    Permalink

    Soeben auf die Geschichte gestoßen und die Kommentare verschlungen.
    Leider ist der letzte Kommentar von Nanni und der zweite Teil ihrer Geschichte nunmehr 3 Jahre alt. Eine Geschichte die mich mitgenommen hat und von der ich gehofft habe noch mehr lesen zu können. ;)
    Ist diese Richtung doch genau mein Genre wie ich es mag.
    Lediglich eine Kleinigkeit hat mich gestört.
    Das ein paar Sätze mit ... enden.
    Das bringt, in meinen Augen, immer ein wenig Unruhe in den Text und ich musste es mir selber beim Schreiben auch abgewöhnen.
    Ansonsten, meeeeehr davon ;) Büdde^^

    Donnerstag, 11. Juli 2013 11:11
  • Nanni

    Juli Permalink

    Vielen lieben Dank für deine netten Worte, Juli. Es freut mich sehr das dir meine kleine Geschichte gefällt. Ich war mehr als überrascht, als ich deinen Kommentar hier las. Ich hoffe auch sehr, dass dich die Geschichte im positiven Sinne mitgenommen hat. :)
    In Grunde kann ich ja niemanden etwas abschlagen, schon gar nicht wenn ich so lieb gebüddet werde. :) Aber leider muss ich dir mitteilen, dass kein weiterer Teil geplant ist den ich hier poste. Tur mir leid.

    Na mal schauen, vielleicht komme ich ja an einen dieser Stühle heran, die mit dem immensen Schild im Rücken, um in die Vergangenhiet zu reisen. ;)
    Ja, die Kommentar sind wirklich eine Zeitreise her.

    Liebe Grüße, Nanni

    Freitag, 16. August 2013 23:33
  • Hallo Nanni,

    das finde ich seeeehr schade. Aber wird natürlich (wenn auch sehr schweren Herzens ;) ) akzeptiert.
    Natürlich hat sie mich im positiven Sinne mitgenommen. :D Sonst würde ich wohl kaum mehr lesen wollen? *lach*
    Und ja vielleicht gibt es ja irgendwann solche Stühle, dann setz ich dich auf einen drauf und ab gehts in die Vergangenheit zum Weiterschreiben.;)

    Lg
    Juli

    Montag, 19. August 2013 10:52
  • Nanni

    Juli Permalink

    Hallo Juli,
    wenn du den Stuhl findest, dann lass es mich wissen und ich lasse mit mir reden. ;)
    Wie gesagt,... Geschichten und oder Erzählungen sind sehr sensibel...
    Liebe Grüße, und auch dir noch einmal Danke, Nanni. :)

    Montag, 19. August 2013 19:22
  • Von wegen: Nina ist zwar die Handschellen los, aber noch im Flugzeug.

    Tarmina blickte sich um. Die Maschine lag im halbdunklen. Keine Spur von Nina.
    Tarmina ließ ihre Augen angestrengt über die Sitze schweifen. Eine ruckartige und schnelle Bewegung, die ein Mensch auf der Flucht machte, konnte sie nicht wahrnehmen.
    Tarmina ärgerte sich. Wie konnte sie nur so blöd gewesen sein, sich dermaßen von Nina einnehmen zu lassen, dass sie ihre Arbeit nicht professionell erledigte. Wenn überhaupt etwas professionelles an ihrer Arbeit hier im Flugzeug gewesen war. Wie konnte sie nur davon ausgegangen sein, dass es einfach sein würde, eine Meisterin im Entkommen, festzunehmen. Sicher sie waren in einem Flugzeug, große Fluchtgefahr bestand da nicht unbedingt, aber wieder wurde sie von Nina eines Besseren belehrt. Sie kannte Ninas Akte und ihr Profil. Es musste ihr doch klar gewesen sein, das die Expertin des Verschwindens sich nicht einfach gefangen nehmen lassen würde.
    Die Maschine war gut besetzt, aber nicht komplett ausgebucht. Die Passagiere schienen alle zu schlafen. Tarmina ging davon aus, dass Nina sich erst einmal in die entgegengesetzte Richtung, begeben würde.
    Tarmina bückte sich, zog ihr Hosenbein etwas hoch, öffnete den Druckknopf ihres Lederhalfters und löste die Pistole von ihrem Bein. Langsam ging sie den Gang Richtung Heck. Sie steckte die Waffe vorne in ihren Hosenbund. Es war eine Betäubungswaffe die Tarmina ohne Befürchtungen mit an Bord nehmen durfte. Die Gefahr ein Loch in die Maschine zu feuern viel somit aus. Außerdem ging es auch nicht darum Nina zu erschießen, sondern Nina Dingfest zu machen. Tarmina wollte auch an die Hintermänner, die immer wieder Aufträge an Nina vergaben. Dabei ging es nicht nur um Schmuck, auch geheime Papier, Waffen und Gemälde waren darunter. Es gab nichts was man Nina nicht besorgen ließ.

    Nina beobachte Tarmina wie sie sich auf den Weg in den hinteren Teil der Maschine aufmachte.
    Nina schlich langsam zu ihrem Sitzplatz zurück, langte unter ihren Sitz und ergriff sich ihren Rucksack. Ihr Blick fiel auf die Handschellen, die immer noch hin und her baumelten. Nina nahm die Schlüssel aus ihrer Hose, öffnete die Handschellen und verstaute sie in den Rucksack. Sie erhob sich vorsichtig, ging durch die Mittelreihe zum anderen Gang und folgte Tarmina parallel leise nach hinten.
    Nina zuckte erschrocken zusammen als ein dicker Mann laut auf schnarchte, an dem sie gerade vorbei schlich. In der Stille hallte es ohrenbetäubend durch die Maschine. Sie neigte sich tief zu Boden und wartete bis sich ihr Herzschlag beruhigt hatte.

    Tarmina, die durch das Schnarchgeräusch ebenfalls aufschreckte, drehte sich mit ihrer Hand an der Waffe, in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Sie erblickte einen kräftigen Mann der seinen Kopf zu Seite drehte und erneut auf schnarchte.
    Eine Stewardess kam ihr entgegen und fragte ob sie etwas für Tarmina tun könnte.
    „Nein alles in bester Ordnung, danke.“ Sprach Tarmina leise.
    „Sollte ich doch etwas für sie tun können, melden sie sich.“
    Tarmina nickte der Stewardess zu und setzte ihren Weg fort.
    An der Toilette blieb sie stehen, und sah, dass das Besetztzeichen nicht aufleuchtete. Sie drehte an dem Knauf und öffnete den beengten Raum. Nichts. Ihr Blick ging über die Decke an den Seiten entlang bis auf den Boden. Sie suchte nach einen Anhaltspunkt, der eventuell darauf schließen ließ, dass hier etwas geöffnet wurde. Doch dem war nicht so. Sie verschloss die Tür.
    Tarmina warf einen Blick zurück durch den Gang. Dort war alles ruhig. Sie kam zum Mittelteil der Maschine und zog den Vorhang etwas zur Seite und warf einen Blick in die Bordküche. Von der Crew war niemand zu sehen. Sie betrat die Küche, schloss den Vorhang hinter sich und sah sich um. Die Luke am Boden fiel ihr gleich ins Auge. Sie kniete sich und zog an dem Verschluss der die Luke verschlossen hielt. Mit rechts und links Bewegungen konnte sie sich versichern, das die Luke verschlossen war. Sie stand auf und ihr Blick richtete sich auf den Aufzugschacht mit dem die Servicewagen befördert wurden. Sie öffnete ihn und sah, dass er ziemlich klein und eng war. Nein, zu schmal für einen Menschen um dadurch nach unten zu kommen. Sie schloss in wieder.

    Nina beobachtete Tarmina wie diese sich mit der Stewardess unterhielt und dann weiter ging. Nachdem Tarmina die Flugtoilette kontrolliert hatte, konnte Nina sehen wie Tarmina die Bordküche betrat.
    Das könnte jetzt kritisch werden, dachte Nina. Doch ihr würde nichts anderes übrig bleiben. Nina die nun auch die Bordküche erreicht hatte, blickt über die Schulter nach hinten um sich zu versichern, dass von dort keine Stewardess oder einer der Flugpassagiere auftauchte. Sie linste vorsichtig durch den Vorhang. Ihr Blick fiel auf Tarmina die sich auf dem Boden gekniet hatte, und die Luke am Boden kontrollierte. Sie sah wie Tarmina sich erhob und zum Aufzugschacht ging. Als Tarmina sich erneut umsah, verschloss Nina langsam den Vorhang. Sie spürte die Anspannung in sich. Ihr wurde heiß. Vorsichtig löste sie ihre Hände von dem Behang.

    Tarmina öffnete mit beiden Händen den Vorhang in der Mitte zu den Seiten. Sie blickte über den Gang vor sich und sah den dicken Mann schlafend auf seinem Sitz und konnte nichts auffälliges entdecken.

    Nina die schnell zu anderen Seite geschlichen war, und durch den Vorhang dieser Seite luchste, konnte nun sehen, wie Tarmina den Vorhang auseinander hielt, dort wo sie sich noch vor einigen Sekunden befunden hatte. Die Hitze in ihr wurde langsam unerträglich. Doch Tarmina blieb nur stehen und hielt den Vorhang auseinander. Nach einer Weile von gefühlten Minuten, trat Tarmina aus der Küche und verschloss den Vorhang.
    Jetzt musste alles schnell und leise ablaufen, wenn sie hier heraus kommen wollte wie geplant. Nina sah den Aufzugschacht. Sie hatte sich den Plan der Maschine eingeprägt und sich genau überlegt wie sie vorgehen würde ohne aufzufallen. Dass sie sich jetzt noch vor einer Ermittlerin verstecken musste heizte das Ganze nur noch an. Sie liebte die Herausforderung. Sie hatte geplant gehabt, dass sie durch den Zugang der Mechaniker nach unten gelangte, der sich ganz in der Nähe befand. Dies hieße aber, sie müsste Tarmina noch ein paar Schritte folgen, dass wollte sie vermeiden, sie wollte ihr Glück nicht herausfordern. Sie war sehr biegsam und zum Glück nicht groß. Sie würde keine Probleme haben sich durch den Schacht für die Servicewagen zu zwängen um in den Frachtraum zu gelangen.
    Sie schlich sich zu dem Aufzugschacht und öffnete ihn vorsichtig. Sie ließ ihren Rucksack hinunterfallen. Es war nur ein kleiner Dumpf zu hören. Sie stieg in den Aufzugschacht mit den Füssen voran. Die Tür fiel hinter ihr wieder ins Schloss.

    Als Tarmina gerade den Zugang für die Mechaniker untersuchen wollte, der sich ein paar Meter weiter hinten befand, hörte sie ein kaum hörbares Geräusch aus der Richtung der Bordküche. Sie hielt in ihrer Bewegung inne, drehte sich, und lauschte ob sich dieses Geräusch wiederholen würde. Sie ging langsam und leise zur Bordküche zurück. Mit einem Vorsichtigen Blick in die Küche sah sie gerade noch wie sich die Tür des Aufzugschachtes schloss. Mit schnellen Schritten ging sie zum Schacht und öffnete ihn. Sie blickte nach unten uns sah gerade noch wie eine Hand nach einem Rucksack griff, und ihn aus dem Schacht zog.
    Natürlich, ich mit meiner Größe passe da nicht durch, aber die kleine Diebin. Wieder hatte sie die Anpassungsfähigkeit ihrer Gejagten unterschätzt. Sie wusste jetzt wo sie Nina suchen und finden würde.
    Tarmina ging zurück zu dem Zugang der Mechaniker. Der Zugang ließ sich ohne Probleme öffnen. Das musste wohl dein regulärer Fluchtweg gewesen sein. In Vorbereitung dazu, war er nicht verschlossen worden. Alles geplant, bis ins letzte Detail. Schlaues Mädchen, du wolltest gar nicht auf normalen Weg das Flugzeug verlassen. Sondern warten bis zur Landung und dann mit dem Gepäckwagen aus dem Flugzeug verschwinden.
    Auf alles vorbereitet, wie hätte es auch anders sein sollen. Tarmina spürte erneute Anerkennung für Nina. Man konnte ja nie wissen, wer am Flughafen einen erwartete. Schon gar nicht mit einer fetten Beute im Schlepptau wie Nina sie wohl bei sich hatte.
    Tarmina stieg durch die Luke in den unteren Teil des Flugzeuges. Sie konnte nur wenig erkennen durch die Notbeleuchtung. Sie ging leise ein paar Schritte in Richtung Frachtraum.
    „Hey, Pst.“
    Tarmina drehte sich schlagartig herum, spürte einen kurzen Schmerz, dann wurde es dunkel um sie.

    Als Tarmina erwachte, saß sie mit Handschellen gefesselt an einem Rohr. Ihr Kopf schmerzte leicht an der Stelle, wo Nina sie niedergeschlagen hatte. Sie sah einen Schatten auf sich zu kommen. Tarminas Augen weiteten sich als sie Nina auf sich zu kommen sah. „Du!“ Stieß sie vorwurfsvoll aus.
    „Natürlich ich, wer sonst? Oder gibt es noch mehrere Personen im Flugzeug die du festnehmen wolltest?“ Kam es keck von Nina. „Du hast doch gewusst, dass dieser Moment noch einmal kommen würde.“
    „Sicher, hier im Flugzeug kommt es schon mal vor, dass man sich über den Weg läuft.“ Spuckte Tarmina die Worte aus, und funkelte Nina weiterhin übelgelaunt an.
    Nina kam näher. „Ich hätte das hier mit uns auch verhindern können. Es wäre einfacher gewesen zu verschwinden, aber irgendetwas hast du an dir...ich kann es nicht beschreiben. Ich wäre traurig, wenn ich dir nicht auf wiedersehen gesagt hätte.“
    Tarmina sah Nina nun klarer, jetzt wo Nina sich vor sie hingekniet hatte. Nina musterte sie. „Sag mir eins Tarmina, wenn das dein Name sein sollte...“
    „Er ist so sehr mein Name, wie Nina deiner ist.“ Tarminas Augen funkelten Nina an.
    Nina zog eine Augenbraue hoch. Dann nickte sie respektierend.
    „Sag mir“, Nina neigte sich an Tarminas Ohr. „Wer hat dir gesteckt, dass ich hier im Flugzeug sitze? Wer ist dein Informant?“ Nina fixierte Tarmina wieder mit ihrem Blick. „Sag es mir.“
    „Was wenn nicht, bekomme ich dann Landeverbot?“ kam es sarkastisch von Tarmina die Ninas Blick stand hielt.
    Nina war von der Schlagfertigkeit beeindruckt und schmunzelte lächelnd.„Ich schlage dir vor, nein ich gebe dir den Rat, denk darüber nach es mir zu sagen.“
    Tarmina blickte Nina unnahbar an. „Hier sehe ich mein Ziel vor mir. Nach zwei jähriger Suche nach dir, und du hast es tatsächlich geschafft mich zu schlagen. Das hat bisher noch niemand geschafft. Niemand anderes, als ich, dass sage ich dir, wird die letzten Schritte gehen um dich zu fangen.“
    „Das mag sein, doch jetzt musst du mir sagen, wer dein Verbindungsmann ist.“ Nina beobachte Tarmina aufmerksam.
    Tarmina atmete tief durch, sie zuckte mit den Schultern. „Er arbeitet verdeckt, ich kenne den Verbindungsmann nicht persönlich. Er hinterlässt mir Nachrichten an bestimmte Orten. Die er mir durch verschlüsselte E-Mails zukommen lässt. Er füttert mich mit Information seit kurzer Zeit, die gerade reichen um dir auf die Spur zu kommen.“ Tarmina wusste nicht warum sie Nina das alles erzählte.
    Nina blickte Nachdenklich. „E-Mails...Zettel, ja, so läuft es ab.“ Flüsterte sie mehr zu sich.
    Tarmina die Nina beobachtete ging ein Licht auf. „So läuft es bei dir auch, nicht wahr?“ sie sah Nina erstaunt an. „Dich hat noch nie jemand zu Gesicht bekommen. Keiner deiner Auftraggeber, weiß wie du aussiehst. So ist auch deine Vorgehensweise, da habe ich doch recht, oder?“
    Nina erhob sich und lief grübelnd hin und her, sprach ruhig und leise vor sich hin. „Doch nun glaube ich, dass es nicht mehr so ist. Irgendwer weiß wer ich bin, und schickt nun dich, um mich zu fangen. Jemand möchte meinen Platz einnehmen.“
    Nina schnellte vor, dass Tarmina zusammen zuckte.
    „Ja, mich hat nie jemand zu Gesicht bekommen, außer Dir. Das ist nicht gut. Was mache ich jetzt nur mit dir?“ Nina ließ ihren Blick über Tarminas Gesicht wandern. Sie hob eine Hand und strich ihr sanft über die Wange. „So weich und zart. Ich hätte nie gedacht, das die Haut einer Frau so weich sein kann.“
    Nina neigte ihren Kopf an Tarmina Hals und roch an Tarmina. „Du duftest unglaublich gut.“ Ihr Blick glitt zu Tarminas Lippen.
    Erneut sah Nina sehr nachdenklich aus.
    Nina schaute hoch in Tarminas kupferfarbenen Augen. „Ich glaube zu wissen warum du so gut bist in dem was du tust. Niemand kann dir widerstehen. Das nennt man wohl Charisma. Aber ich mag Männer. Okay wenn man von mögen ausgehen kann. Sie sind meistens nur Mittel zum Zweck, mehr auch nicht. Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber ich bin bei Frauen etwas unbeholfen. Du hast das Aussehen, ich den Verstand.“
    „Ich habe das Aussehen und du den Verstand?“ Tarmina schaute ungläubig.
    Nina hob die Hände als wohle sie sich ergeben. „Okay, du hast natürlich auch Verstand...“
    „Ich würde glatt behaupten, im Aussehen und im Verstand steht der einen der anderen in nichts nach.“
    „Na, im Moment ja wohl schon. Ich bin nicht diejenige welche hier gefesselt ist.“ Nina schenkte Tarmina ein Überlegenheitslächeln.
    Nina erhob sich und verschwand im Schatten.

    Tarmina sah sich um, wandte sich den Handschellen zu und zog mit ihren Händen daran, wie noch vor einiger Zeit Nina es am Sitzt getan hatte. Sie legte ihre Hände um das Rohr und versuchte es zu lockern. Doch das Rohr war fest verankert.
    „Na, na, na. Das bringt doch Nichts. Glaubst du ich hätte dich unbedacht an einem Rohr gefesselt, dass sich leicht lösen lässt?“ Nina schüttelte lächelnd ihren Kopf.
    Nina die wieder aus dem Schatten getreten kam, hatte einen Tarnanzug an und einen Fallschirm umgeschnallt. Sie zog die Gurte zwischen ihren Beinen und um ihre Brust nochmal etwas fester.
    Tarmina musterte Nina erstaunt.
    „Du hast doch nicht geglaubt, ich würde warten bis zur Landung. Ich wollte von vornherein früher aussteigen.“ Nina schnallte sich eine Tasche vor die Brust. Sie klopfte mit ihrer Hand auf die Tasche. „Die Schätzchen hier, sind Millionen wert, wäre doch zu Schade, sie würden unterwegs verloren gehen.“
    Ein Rauschen durchbrach die Stille. Dann schallte eine kratzende Stimme durch die Luft. „Alles klar hier. Wir sind bereit und nehmen dich in Empfang. Es kann los gehen.“
    Nina griff sich an die Seite und holte eine Funkgerät hervor. Sie morste der Stimme etwas mit dem Funkknopf zu. So sparte sie sich die Worte.
    „Verstanden, stellen Sprechkontakt ein.“
    Nina befestigte das Funkgerät wiede
    r an ihrer Hüfte.
    „Wie hast du denn vor, auszusteigen?“ Tarmina sah sie fragend an.
    „Es gibt zwei Einstiegspunkte. In meinem Fall zwei Ausstiegspunkte. Einer unten an dem vorderen Fahrwerk, und einer hinten am Gepäckraum. Ich nehme den hinteren Ausgang.“ Nina kniete sich und holte aus ihrem Rucksack ein PDA hervor, klappte es auf, zog die Antenne heraus und fing an auf dem PDA zu tippen.
    „Ich habe einen Störsender an dem Verteilerkasten angebracht. Er setzt das Signal so lange außer Betrieb, dass ich in Ruhe aussteigen kann. Ich habe mich in dem Bordcomputer der Maschine gehackt. Dank neuster Technik, verschließt sich die Tür nach 5 Sekunden wieder. Der Pilot wird denken,
    dass er erneut durch ein Luftloch fliegt. Da die Geräte einwandfrei funktionieren und keine außergewöhnlichen Aktivitäten angezeigt werden.“ Nina verstaute ihr PDA wieder in den Rucksack. „Aber keine Angst ihr werdet unbeschadet landen.“ Nina sah Tarmina an während sie sich den Rucksack umschnallte.

    Tarmina sah in die grünen Augen. „Wir werden uns wiedersehen, dass schwöre ich dir.“
    Nina biss sich auf ihre Unterlippe. Dann sah sie Tarmina forsch an. „Na das hoffe ich doch. Es wäre zu Schade, wenn das alles gewesen sein sollte zwischen uns. Solch eine Herausforderung wie du eine darstellst, hatte ich noch nie.“ Nina schenkte ihr ein verführerisches Lächeln.
    „Ich werde dich finden auch wenn es noch mal zwei Jahre dauern sollte.“ Tarmina fixierte Nina mit ihren Augen.
    „Wir werden sehen.“ Nina sah auf ihre Uhr am Handgelenk, nickte und schritt auf Tarmina zu. Strich zart über die Sorgenfalte auf Tarminas Stirn.„Wir werden lernen müssen einander zu vertrauen. Ich sehe es in deinen Augen, dass du mich nicht einfach so in Ruhe lassen wirst.“
    Nina nahm Tarminas Gesicht in ihre Hände und küsste sie. Erneut trafen ihre Lippen auf die unglaublich weichen ihrer Feindin. Nina ließ ihre Zungenspitze leicht über Tarminas Lippen streichen und stieß dann, sacht in den Mund ihrer, nun bald erneuten Verfolgerin. Und dass Tarmina ihr folgen würde, hatte sie in ihren bernsteinfarbenen Augen sehen können.
    Tarmina ließ es geschehen, dass Nina sie küsste, was hätte sie auch tun sollen. Sie war gefesselt. Sie schmolz unter der Berührung von Ninas Mund. Ninas Kuss war so samtig weich und verführerisch. Nina schmeckte wie die verbotene Frucht alle Früchte. So musste sich Adam gefühlt haben, als er in den Apfel biss. Es war einfach eine Sünde wert von Nina geküsst zu werden.

    Nina löste sich aus dem Kuss und hauchte Tarmina zu. „Es tut mir leid.“
    „Muss es nicht.“ Tarmina atmete schwer.
    „Nicht für den Kuss. Die Maschine wird in 20 Minuten landen, du wirst laut rufen und man wird dich daraufhin finden. Ich lasse es mir nicht nehmen, einen längeren Vorsprung herauszuholen. Ich entschuldige mich hier für.“ Nina entsicherte die Betäubungswaffe.
    Tarminas Blick richtete sich auf die Waffe in Ninas Hand, dann zu Ninas grünen Augen.
    Nina setzte die Pistole an Tarminas Bein auf. Sie drückte der überrascht blickenden Tarmina ihre Lippen auf, dann drückte sie den Hahn der Waffe. Ein dumpfer Luftzug war zu hören, dann entfernte Nina sich von den weichen und zarten Lippen, die sie erneut nicht unberührt ließen. Die rotbraunen Augen sahen sie ungläubig an, dann schlossen sie sich.
    Nina strich mit ihrem Daumen nochmal über die Lippen von Tarmina und ließ die Waffe fallen. Sie nahm die Schlüssel, schloss die Handschellen auf und ließ Tarmina nur noch mit einer Hand am Rohr gefesselt zurück. Nina steckte die Schlüssel in Tarminas Hosentasche. Mit einem letzten Blick auf ihre Kontrahentin drehte sie sich um und begab sich zu ihrem Ausstiegspunkt im Gepäckraum.

    Donnerstag, 3. Juni 2010 2:12
  • Ruth Gogoll

    Nanni Permalink

    Da hat Nanni uns doch schon einen Einstieg zu einem Thriller geliefert. ;) Immer noch eine tolle Geschichte, und wenn wir die weiterschreiben könnten, hätten wir gleich die nächste spannende Grundlage für eine spannende Diskussion.

    Sonntag, 1. Februar 2015 14:12
  • Hab mir eben die ganze Geschichte nochmal durchgelesen und finde sie immer noch super spannend und gut geschrieben.
    Nanni schreib bitte weiter *gräbt ihr mal den Stuhl aus um nanni die Zeitreise zu ermöglichen*

    Sonntag, 1. Februar 2015 15:01
  • Da wird man ja echt zum Junkie. Unglaublich:) was da gerade los ist - auf der Seite allgemein, meine ich jetzt. Toll:)
    Ich kann erst am späten Abend wieder schauen, was sich so getan hat.
    Wenn das so weitergeht, müssen bald die letzten 500 Kommentare angezeigt werden.:);)
    Also: Macht mal schön weiter... ich gönne mir jetzt eine Pause, wobei die Gedanken schon wieder kreisen;)

    Sonntag, 1. Februar 2015 14:25
  • Ruth Gogoll

    Barbara Permalink

    Ja, ich freue mich auch gerade wahnsinnig, dass hier so viel los ist. :) Ich habe eben mal Nannis Geschichte »Auf der Flucht« aus den beiden Teilen zusammengesetzt, und das sind an die 5000 Wörter, also schon eine richtige Geschichtenlänge. Und dabei ist die Geschichte noch nicht zu Ende. Mir juckt es selbst gerade in den Fingern, die weiterzuschreiben. Mache ich jetzt aber nicht, weil ich mit Nannis Humor einfach nicht mithalten kann. :) Ich hoffe einfach, dass Nanni die Geschichte weiterschreibt.

    Sonntag, 1. Februar 2015 15:40
  • Ach Mensch, Ihr Lieben ... Ihr macht mich platt. *Träne aus dem Auge streich und schnief* Eigentlich hatte ich ja das Schreiben an den Nagel hängen wollen.

    Ich werde jetzt selbst auch noch mal meine Geschichte lesen, um in ihr abzutauchen. Ich muss sie allerdings erst einmal finden. Doch hier ist ja zum Glück eine Kopie vorhanden. :)
    Ich glaube mich sogar zu erinnern, wie sie weiter geht. Ich hatte glaube ich auch schon etwas weiter geschrieben, aber sicher bin ich mir da nicht wirklich. Manchmal haue ich aus einer Laune heraus auch gerne mal etwas weg. :(

    Anreize nehme ich sehr gerne entgegen. Ich freue mich immer über Hilfe und Anregungen, besonders, da es mir zur Zeit etwas schwer fällt, mich zu konzentrieren. Was allerdings ja auch nicht wirklich etwas Neues ist. Wenn jemanden etwas dazu einfällt, wie Dir Ruth, dann lass nur lesen. Wer weiß, vllt. haut es ja hin. ;)

    Ach ich freu mich. Freue mich wirklich! Und dass soll in der letzten Zeit schon was heißen. Und es sind schon tatsächlich 5000 Wörter? Jetzt bin ich buff. Und eventuell ein E-Book? *mit den Händen die Tränen wegwisch.* Tschuldigung, ich bin nur gerade so ergriffen ...

    Euch allen ein dickes Dankeschön! Ich werd schauen was sich machen lässt. Mann, Euer Händchen für den richtigen Zeitpunkt ist echt gruselig ...

    Sonntag, 1. Februar 2015 16:44
  • Barbara

    Nanni Permalink

    Liebe Nanni. Du hast mit dem Gedanken gespielt, das Schreiben an den Nagel zu hängen?:( Bitte nicht. Wenn du das machen würdest, so würde die Welt eine tolle Autorin mit einem unglaublichen Humor verlieren. Das geht einfach nicht!;)
    Da ich keine Ahnung habe, was vielleicht in deinem Leben gerade nicht so gut läuft oder gelaufen ist, möchte ich dir auch gar nicht zu nahe treten. Einfach nur das von mir: Bitte weiterschreiben und Kopf hoch. Und ich glaube, dass wir uns alle wünschen, weiterhin von dir wunderbare Geschichten lesen zu dürfen. Und dafür danke ich dir ganz herzlich!

    Sonntag, 1. Februar 2015 18:12
  • Danke für Deine aufmunternden Worte. Bei so viel Unterstüzung bleibt mir ja schon fast nichts anderes mehr übrig. ;) :)

    Sonntag, 1. Februar 2015 19:23
  • Ruth Gogoll

    Nanni Permalink

    Also das ist die ganze Geschichte, die ich gefunden habe: http://www.elles.de/index.php/geschichten/geschichten/1242-nanni-auf-der-flucht-mit-der-gefahr-gluecklich-zu-werden.html
    Wenn Du noch mehr hast, immer her damit! ;)
    Bei der Geschichte können jetzt weitere Kommentare und auch Fortsetzungen eingestellt werden.

    Sonntag, 1. Februar 2015 18:10
  • also wer auch Nanni immer ist und auch wenn Sie der Meinung ist, dass Sie nicht richtig schreiben kann. Ich persönlich finde es nicht gut nein, ich finde es sogar herrvoragend und falls diese Geschichte irgendwann ein Buch wird BITTE BITTE gib mir Bescheid das will ich haben!!!!!!!
    Auf alle Fälle, erstmal ganz lieben Dank für Deine Toll Geschichte!
    LG Gabi

    Donnerstag, 15. August 2013 19:47
  • Nanni

    Gabi Permalink

    Hallo Gabi,
    also, wer auch immer Nanni ist kann ich nicht sagen - da gehen die Meinungen auseinander ;) . Was ich aber sagen kann ist, dass ich mich sehr über deine warmen Worte freue, du hast mir meinen Abend verschönert. Lieben Dank.
    Doch leider muss ich sagen, dass kein Buch aus dieser Geschichte entstanden ist.
    Und gern geschehen. Es war mir mehr als ein Vergnügen diese Geschichte zu schreiben. :)
    Liebe Grüße, Nanni

    Freitag, 16. August 2013 23:41
  • Hallo Nanni ;),
    falls du doch noch ein paar Geschichten geschrieben oder sogar Bücher geschrieben hast, wäre es mir eine riesen Freude die alle zu lesen. (Falls ich das nicht schon habe?) Eine große Bitte habe ich, falls du diese mir gewährst? Schreibe weiter und gönne mir und all den anderen Leserinnen einfach den Genuß deiner Kunst.

    Danke und vielleicht ließt man sich wieder;) ;-D
    Gabi

    Sonntag, 18. August 2013 22:45
  • Nanni

    Gabi Permalink

    Hallo Gabi,
    na ja, Geschichten hätte ich schon noch. :p Geschichten sind sehr anhänglich musst du wissen, und machen keine Anstalten zu verschwinden. Sie erinnern mich immer daran, dass es sie noch gibt. Was verständlich ist! Geschichten und oder Erzählungen sind sehr sensibel, sie wollen zu Ende geschrieben werden. ;) Das Gerüst der Geschichten steht auch schon, ich muss nur noch etwas drumherum drapieren, damit Frau Lektorin einen Grund bekommt, sich an den Haaren zu ziehen, und zu schnaufen wie ein Stier. :)

    Jetzt aber zu deiner Frage. Es ist tatsächlich ein Buch von mir in der Mache, und wird schon bald bei el!es veröffentlicht. Ich kann es immer noch nicht glauben! Dazu werde ich zu einem anderen Zeitpunkt etwas schreiben. (Sieht schön aus, der Fotobanner.)
    Ansonsten gibt es hier und da etwas in den Schreibübungen von mir zu lesen, die mir mehr als Spaß gemacht haben und auch hilfreich waren. Ich habe hier das Laufen gelernt 8) ....oder schwimmen...kommt auf den Blickwinkel an.
    Ich werde weiter schreiben.
    Lieben Gruß, Nanni

    Ps: Einen erneuten Dank an deine lieben Worte. Und es ist wie Terry (ab jetzt für mich Heidi ;) ) in ihrer Biographie geschrieben hat. Ihr Leserinnen seit echt wichtig. Ohne euch - Juli und dir-, hätte ich diese Geschichte zum Beispiel beinahe aus den Augen verloren.

    Montag, 19. August 2013 19:18
  • Also wirklich, Nanni ... Die Heidi lebt doch in der Schweiz. Ich komme aus Österreich. Bei uns gibt es auch keinen Geißenpeter - nicht einmal einen Ziegenpeter. ;) Wenn ich jetzt ein Geographiegenie wäre, würde ich Dir das auf einer virtuellen Landkarte genauestens erklären. So kann ich nur sagen: Schweiz ist kleiner und irgendwie links vom birnenförmigen Österreich. (Moment ... ich hab' eine leichte Rechts-/Linksschwäche ... doch, es ist links.)

    Aber Landkarten sind jetzt nicht ganz so wichtig, wenn Du anderes im Auge behalten solltest. Ich freue mich jedenfalls schon auf Dein Buch - da bin ich schon richtig gespannt drauf. Denn Deine Schreibübungen und/oder Beiträge hier sind legendär (im positiven Sinn versteht sich) - und die Geschichte hier, würde es tatsächlich verdienen, aus ihrem Schneewittchenschlaf erwachen zu dürfen ;)

    Also, um jetzt weiteren Missverständnissen vorzubeugen, liebe Grüße aus der Mitte Deutschlands,
    Terry :)

    Montag, 19. August 2013 21:21
  • Schweiz - Österreich - Österreich - Schweiz - Berge - noch merh Berge... Gibt es da überhaupt einen Unterschied? ;) Außerdem hat Heidi sehr wohl in Österreich gelebt. Doch das wissen die wenigsten. Als Schutzbehauptung vor Tourismus sagte man Frau Spyri, sie solle Schweiz schreiben.
    Aber wollen wir so kleinlich sein? ;) Ts. Meine Lehrerin war da auch so...so genau! :) Allerdings meinte sie auch ich sollte endlich erwachsen werden. Ich meine, ich mache ja jeden Mist mit, aber den???

    Das ist sehr lieb was du schreibst, Terry. Danke! Und mal sehen, sobald ich den Glassarg gefunden habe - um sie wach küssen zu können -, werde ich schauen wohin es Nina verschlagen hat, nachdem sie aus dem Flugzeug sprang. Vielleicht ist sie ja bei Frau Rottenmeier - Traumkindermädchen jedes Kindes -, untergekommen. Da kinnte ma jo aach glaisch häiblaiwe und a Bembelsche trinke, Nanni. :)

    Dienstag, 20. August 2013 19:33
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