Laura Beck: Der letzte Liebesdienst

Ein modernes Märchen über die Macht der Liebe über alle Grenzen hinaus. Es gibt nichts, was die Liebe nicht erreichen kann, sogar in der Zwischenwelt.
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?dition el!es

Lesbische Unterhaltung


Wer hat gewonnen?

Die Gewinnerin des 6. Lesbischen LiteraturPreises ist

Geschichte Nr. 10

Janika Rehak

»Schwarzer Fleck, weißes Blatt«

Herzlichen Glückwunsch!

Die Gewinnerinnen der zehn el!es-Bücher werden aus den Teilnehmerinnen an der Abstimmung ausgelost. Sie werden im Laufe der Woche per E-Mail benachrichtigt.

Hier ist die Liste aller Beiträge des Wettbewerbs:

 

 

Kommentare (146)


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Nr. 9
geschrieben von Katinka am Sonntag, 15. April 2012
mal abgesehen von der katastrophalen kommasetzung eine durchaus ansprechende geschichte. musste viel über die schusselige lady lachen. manches ist eindeutig zu sehr konstruiert - die sache mit dem verlassen und der haarnadel wurde ja schon erwähnt. kam mir beides auch seltsam vor.
trotz allem hat die geschichte wirklich etwas. man mag gern weiterlesen, sie hat ein ansprechendes nievau und sie hat definitiv liebe zwischen und in den zeilen.
hoch anspruchsvoll ist die thematik nicht, aber dies ist ja hier glaube ich auch nicht verlangt ;-) insofern könnte dies neben der Nr. 10 und Nr. 11 auch zu den favourites hier gehören.
Medizinisches
geschrieben von Ruth Gogoll am Sonntag, 15. April 2012
Was das Medizinische angeht, denke ich, dass die Ärztin, die das kritisiert hat, eben mehr Ahnung hat als wir alle hier und deshalb darüber gestolpert ist. Und da das gute Hinweise für die Autorin sind, dass sie das Medizinische so darstellen muss, dass es glaubhaft ist (egal, wie die reale Geschichte war), finde ich das mehr als legitim. Wenn man auf einem bestimmten Gebiet Fachfrau ist, fällt es einem eben manchmal schwer, darüber hinweg zu sehen, das geht mir oft auch so. smilies/wink.gif
Nr. 10
geschrieben von Katinka am Sonntag, 15. April 2012
auch eine geschichte, die irgendwie anders ist und daher etwas aus dem rahmen fällt. ungewöhnlich, wie viele frauen hier das thema krankheit zum thema machen? aber wo ist hier die liebesgeschichte? sie ist sehr verdeckt und nimmt leider zu wenig raum ein.
der schreibstil ist wirklich gelungen und gut - man liest gerne weiter, lässt sich tragen von den gut gewählten worten. da steckt jemand dahinter, der das handwerk generell beherrscht, so mein eindruck. ich hoffe sehr, dass diese geschichte ggf woanders einen guten platz findet, denn sie hat potenzial.
störend sind diese vielen ausrufezeichen, das braucht die geschichte doch gar nicht. was das medizinische anbelangt haben sich ja schon genug leute geäussert - da wird hier sehr viel wert darauf gelegt. erstaunlich, dass solche details, die man ja noch ändern kann, so breitgetreten werden. ich habe da den eindruck, dass manche eine eigentlich wirklich gute story absichtlich klein machen wollen und nun auf diesem einenen punkt zigmal rumreiten. die autorin wird das schon kapiert haben inwzischen.
ich finde, wir sollten ihr lieber eines sagen: wirklich gut gemacht, meine anerkennung hat sie. weiter so!
Nr. 11
geschrieben von Katinka am Sonntag, 15. April 2012
in der tat aussergewöhnlich und demnach auch schwer zu beurteilen. erstmal dachte ich mir: das packst du keine fünf seiten, ein historischer roman! doch dann wurde ich doch neugierig. die sprache hebt sich von den anderen romanen irgendwie ab, ohne es genau fassen zu können fasziniert mich etwas daran, ohne genau sagen zu können was. in keinen fall ist es ein roman der "ungebildet" ist wie irgendeine vorrednerin schon (boshaft?) in den raum geworfen hat. ich denke, da ist mehr wissen drin als in manch anderem roman hier, nur ist es trotz allem nicht leicht zu lesen. die mailpassagen dazwischen sind irgendwie störend, ich komme damit nicht ganz klar, wobei ich aber andererseits die idee, die beiden ebenen zu verknüpfen, sehr aussergewöhnlich finde. die mails wären eigentlich gut von der idee her, aber die art, wie sie geschrieben sind sind so anstrengend, dass man nicht wirklich reinkommt. wovon sprechen die eigentlich?- das fragt man sich irgendwie die ganze zeit. es wird nicht klar woher sich die beiden emailschreiberinnen kennen noch warum sie diese alterümlich sprache verwenden. vielleicht wird das am ende des romans aufgeklärt? alles in allem ist der schreibstil sehr gut, sehr sicher und man wird durchaus neugierig auf mehr. mutig ist es auch, mich solch einer ungewöhnlichen story an den start hier zu gehen. mit den anderen elles geschichten hat das jedenfalls wenig zu tun. die liebelei der beiden mädchen finde ich sehr herzig und generell das thema sehr interessant - wie war das denn früher, wenn man solch eine neigung entdeckte? das abenteuer drumherum ist mir ein bisschen too much. lieber ein bisschen mehr liebelei!
die nr. 11 gehört auf jeden fall mit zu den favoriten hier. aber wie gesagt: liegt sicher nicht jedermann und würde nur ein geringes publikum ansprechen. aber deshalb muss es ja nicht schlecht sein, im gegenteil. auf jeden fall: respekt an die autorin und nicht aufgeben!
Nr. 12
geschrieben von Katinka am Sonntag, 15. April 2012
diese geschichte ist auch ein wenig sehr konstruiert. würde man sich in solch einer schweren lebenssituation wirklich verlieben? andererseits: sind wir dagegen je immun? wenn nicht dann wann dann könnte man fragen?
mich irritiert die sehr umständlich art, dinge zu erklären und die teilweise etwas ungeschickte schreibweise (nicht böse gemeint!). die worte berühren mich zu wenig. ich meine- da liest man etwas eigentlich so hoch dramatisches und ist gar nicht davon berührt? entweder stimmt nun mit meiner emotionalen intelligenz etwas nicht oder der text ist einfach nicht ansprechend genug. man merkt, dass sich die autorin viel mühe gegeben hat, dennoch fehlt noch der moment des mitreissens, das berühren, das mit worten andere erreichen. ob man das erlernen kann oder eben einfach hat - ich weiss es nicht. in jedem fall auch an diese autorin: hut ab, es war sicher eines ihrer ersten werke und sie sollte nicht gleich das handtuch werfen, wenn das hier nicht in die oberen rangplätze kommt. in jedem fall kann man das ausbauen!
Auslosung Bücher
geschrieben von Admin am Sonntag, 15. April 2012
@Katinka: Ihre Mailadresse ist im Loskorb. smilies/wink.gif Sollte es einmal nicht klappen mit dem Eingeben, bitte den Cache des Browsers leeren. Das könnte das Problem beheben. Falls nicht, bei uns nachfragen.
Nr. 13
geschrieben von Katinka am Sonntag, 15. April 2012
habe mich etwas schwer getan mit dem lesen dieser geschichte. sehr langatmig das ganze und sehr viel dramatik und krankheit. aber wo bleibt die liebe? irgendwie ist das für mich kein liebesroman, wenn dann nur einer, der das thema streift.

gleich zu beginn wurde ich regelrecht erschlagen von all den infos zu der hauptfigur - es erscheint alles sehr sachlich und konstruiert - das ist leider mein eindruck. die dialoge müssen lebhafter und weniger starr werden.
so viele rechtschreibfehler sollten einem zudem nicht unterlaufen, das zeigt leider, dass man sich nicht genug mühe gemacht hat, den text ordentlich abzugeben. auch kommas fehlen zum grossteil ganz, das macht die sätze oft völlig unübersichtlich.

ich denke, wenn man den text nochmal überarbeitet, die informationsflut etwas sondiert, dann könnte daraus ein ganz gutes werk werden. aber so ist es noch zu chaotisch und nicht ausgearbeitet genug,
Danke
geschrieben von Katinka am Sonntag, 15. April 2012
... für die erläuterungen, die sehr hilfreich waren. so wird einiges doch klarer. Eine anmerkung habe ich noch bezüglich des abstimmverfahrens - gestern habe ich abgestimmt und wollte meine mailadresse hinterlegen wegen der bücher, die es zu gewinnen gab, es kam aber jedesmal eine fehlermeldung, so dass dies gar nicht möglich war. auch heute geht das nach wie vor nicht. woher kann man dann wissen ob eine stimme gezählt wurde? oder gibt es da probleme mit dem server?
werde mich in den nächsten tagen dann gern daran machen einige der romane zu beurteilen. ich fand den umgangston übrigens auch etwas barsch bei einigen kommentaren, muss nun aber erstmal zusehen, dass ich das dann selbst besser mache.
danke nochmals für die erklärungen.
Geschichte 9 bis 13
geschrieben von MeDoc am Sonntag, 15. April 2012
Geschichte 9
Diese Geschichte machte mich schon bei der Inhaltsangabe ziemlich neugierig. Sie liest sich echt sehr flüssig und leicht. Sie ist gut geschrieben. Sie macht echt hungrig auf mehr. Helen ist eine sehr geheimnisvolle Frau, von ihr würde ich gern mehr erfahren wollen.
Und ob nun bei Lil der Trennungsgrund die Unordnung war, sei mal dahin gestellt. Außerdem jeder definiert Ordnung anders, genauso wie jeder für sich Glück und Wertschätzung anders definiert.
Aber auf jeden Fall finde ich die Geschichte sehr spannend und ziemlich gelungen. Ok ein kleiner Feinschliff hier und da bedarf es ganz sicher hier auch noch, aber im Großen und Ganzen ist das echt sehr gelungene Geschichte, welche mich auch ziemlich gefesselt hat. Ich würde gern mehr von dieser Geschichte lesen wollen.

Geschichte 10
Ich finde, dass die Geschichte gut gelungen ist bis auf das manche Kleinigkeiten wie z.B. die langatmigen Sachen/Gespräche mit dem Arzt, dass viele hin und her. Was ich schon nachvollziehen kann, ist diese lange Wartezeit von der Auswertung des eigentlichen MRT (nicht CT). Da ich selbst in einer ähnlichen Situation schon war und dies aus eigener Erfahrung sagen kann. Meine Bilder des MRT wurden sehr aufwendig und hochwertig aufbereitet und mir wurde dann nach über einer Woche (knapp 10 Tage später) das Ergebnis mitgeteilt. Von dem her, finde ich es gar nicht so unrealistisch. Mit ein paar Veränderungen und einem Feinschlief könnte es eine echt gute Geschichte werden.

Geschichte 11
Für mich liest sich diese Geschichte ziemlich schwer und langatmig/langweilig. Schwer im Sinne von nicht so flüssig. Tut mir leid, aber ich kann echt nicht weiter lesen, ich mag diese Geschichte einfach nicht. Zum Glück sind die Geschmäcker ja verschieden.

Geschichte 12
Wie schon so einige vor mir angemerkt haben, ist sehr unglücklich, dass die Geschichten mit den Hirntumoren und dem Spenderherz so auf einander folgen. Aber dafür können die Autorinnen letztendlich ja nichts. Das Ganze ist wahrscheinlich purer Zufall.
Ich finde, dass hier zu sehr die Krankheit in den Vordergrund gerückt ist und die eigentliche Liebesgeschichte etwas außen vor ist. Sie ist schon vorhanden, aber es steht die Krankheit zu weit vorn. Aber das kann man mit einer Überarbeitung ganz hinbekommen und eine schöne, spannende zuggleich traurige aber auch glückliche Geschichte daraus machen. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Geschichte 13
Hier ist auch die Krankheit in den Vordergrund gerutscht. Wenn es hier nicht um Liebesgeschichten gehen würde bei diesem Wettbewerb, dann wäre das ein Roman, den man mit etwas Fleiß, Aufbereitung und Veränderungen durchaus veröffentlichen kann. Es gibt sehr viele Menschen die solche Romane lesen, mich eingeschlossen. Aber für eine Liebesgeschichte, ist mir einfach zu viel Krankheit drin und zu wenig Beziehung/Liebe etc.

Fazit: Was die ersten Geschichten zu viel hatten, haben die letzten paar Geschichten (10, 12 & 13) zu wenig.

Gesamteinschätzung aller Geschichten: Als Favorit kommt für mich Geschichte 9 in Frage, gefolgt von 5, 6 und 10.

Ich wünsche allen Autorinnen weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass sich jede Autorin sich das aus den Rezensionen entnimmt, was letztendlich für ihre Arbeit wichtig ist und sie natürlich auch weiterbringt. Niemand ist perfekt, aber dafür ist der LLP ja da. Hier können alle mehr über sich und ihre Arbeit erfahren, vor allem wie sie etwas besser oder anders machen können. Ich spreche hiermit jeder Autorin meine Hochachtung und meinen Respekt für ihr Werk aus und möchte, dass alle Autorinnen weiter machen, um sich weiter zu entwickeln.

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Fragen und Antworten
geschrieben von Ruth Gogoll am Sonntag, 15. April 2012
Die Fragen sind schon berechtigt, auch wenn sie immer wieder jedes Jahr kommen und wir alle denken, das müsste doch eigentlich schon jede Leserin wissen. Aber wir haben eben nicht nur Stammleserinnen, sondern auch Neuzugänge – was ich natürlich sehr begrüße. smilies/smiley.gif
Also die Auswertung ist ein recht komplizierter Vorgang. Jedenfalls ist es uns bisher immer gelungen, Betrügerinnen zu entlarven, und ich bin überzeugt, das wird auch dieses Jahr der Fall sein, und die beste Geschichte wird gewinnen.
Hinzu kommt, dass wir alle Romane, die uns gefallen und in unser Konzept passen, veröffentlichen, nicht nur die Siegerin. Somit entgeht uns (und den Leserinnen unserer Bücher) keine gute Geschichte. smilies/wink.gif
Im übrigen wird keine Geschichte im Nachhinein aus dem Wettbewerb entfernt. Wir prüfen vor dem Einstellen, ob die Bedingungen eingehalten wurden. Ein Roman in der Ich-Perspektive ist kein No-Go. Wir bevorzugen nur die Perspektive der dritten Person. Das ist aber kein Ausschlusskriterium. Das gilt auch für die anderen genannten Bedingungen.
Die einzigen Bedingungen, die eingehalten werden müssen, sind die Länge (zwischen 60.000 und 75.000 Wörtern) und das Thema „Lesbische Liebe“. Alles andere liegt bei der Phantasie der Autorin.
Also „strange“, würde ich sagen, ist hier bei uns gar nichts. Was hier geliefert wird, ist die bekannte, seriöse el!es-Qualität.
Regeln
geschrieben von Pia am Sonntag, 15. April 2012
Fandest Du denn die Romane der Gewinnerinnen der letzten Jahre so schlecht, dass Du da Bedenken hast? smilies/wink.gif Ich denke, aus den Romanen, die in den letzten Jahren gewonnen haben, kann man doch ersehen, dass da kein "grottenschlechter" dabei war, oder nicht?
Frage zur Abstimmung
geschrieben von Katinka am Sonntag, 15. April 2012
mir ist nicht ganz klar, wer hier letztendlich gewinnt. geht es rein um die stimmen, die für eine Bewertung abgegeben werden? oder bewertet eine fachjury die einzelnen romane noch zusätzlich? sollte es rein nach auswertung der abgegebenen stimmen gehen ist das doch hoffentlich jedem klar, dass das hier eine farce ist. je grösser das soziale netzwerk einer romaneschreiberin desto mehr stimmen wird sie sich von freunden sammeln können. noch dazu ist es sehr einfach heutzutage, unzählige stimmen abzugeben, wenn man weiss wie man eine sperrfunktion umgehen kann nach abgegebener stimme. sollte es wirklich nur nach abgegebenen stimmen gehen ist das ganze hier mehr als suspekt. dann kann ja ein grottenschlechter roman beliebig hochgevotet werden und einer, der ggf sehr gut ist verschwindet aus dem punkteorbit nur weil derjenige sich nicht um stimmenfang bemüht. ich würde dazu gerne eine erklärung der bewertungsregeln haben, da ich sie irgendwie nirgends finde, bzw. erst in das lesen der beiträge gekommen bis, als der wettbewerb schon vorbei war. damit konnte ich die bedingungen etc. gar nicht mehr lesen. gibt es da noch irgendwo einen link? es steht auch in vielen kommentaren dass eine romane aus der wertung genommen werden würden ggf weil sie z.B. die Ichform etc enthalten. ja prüft das denn keiner der redaktion vor einstellen der beiträge ob die bedingungen überhaupt eingehalten wurden? dann könnte nun jemand hier gewinnen der dann wieder aus der wertung fällt? alles sehr strange hier...vielleicht kann man einem neuling wie mir die regeln nochmal einstellen? das wäre fein :-) würde gerne zu einigen romanen etwas schreiben, bräuchte aber erst die spielregeln, da mich einiges an kommentaren hier verwirrt. herzlichen dank!
Geschichte 5
geschrieben von Pia am Sonntag, 15. April 2012
Wie es der Zufall so will, bin ich mit meinem Pendelprinzip heute bei Geschichte 5 angekommen.

Inhaltsangabe: Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Kurz, prägnant, alles enthalten, gut geschrieben. Ich glaube, die Autorin von Geschichte 5 sollte einmal einen Kurs anbieten, wie man eine Inhaltsangabe schreibt. Sie kann das nämlich perfekt. smilies/wink.gif

Zum Auszug: Die ersten beiden Seiten erscheinen etwas überflüssig. Das ist eine Einleitung, die nicht besonders viel aussagt (und „öfters“ ist glaube ich kein Wort, das im Duden steht smilies/wink.gif). Interessant wird es erst, als Petra und Anja sich begegnen.

Im Flugzeug wird es dann schon nach kurzem recht heiß (ein Wunder, dass die Maschine nicht abstürzt smilies/wink.gif), das könnte man als gute, alte el!es-Manier bezeichnen, aber es geschieht zu unvorbereitet. Zwar schmachtet Petra schon vorher nach Anja, aber das ist noch zu wenig gefühlsintensiv. Das kann man jedoch sicherlich verbessern.

Nach der Kuss-Szene wechselt die Perspektive zu Anja, und das ist nicht so gut. Die Autorin sollte bei Petras Perspektive bleiben. Alles, was Anja hier denkt, sollte später in einem Dialog oder durch stückweises Einfließen in den Text erzählt werden, nicht in einem dicken Brocken auf einmal.
Genauso ist es später im Dialog, nachdem Petra und Anja miteinander geschlafen haben. Niemand spricht 20 Sätze hintereinander in so einer Situation, da wäre eher ein Dialog angebracht, der langsam und abwechselnd Anjas Sorgen enthüllt. Aber auch Petras, die sich zu alt für Anja findet. Das sollte mehr ein Hin und Her sein, nicht eine halbe Seite Erzählung von der einen und dann eine halbe Seite Erzählung von der anderen. Außerdem wird hier im Dialog genau das noch einmal erzählt, was Anja schon am Anfang nach dem ersten Kuss gedacht hatte.

Auch ist es unwahrscheinlich, dass zwei Frauen, die sich gerade erst kennengelernt und eine heiße Nacht miteinander verbracht haben, sich so viel über ihr Leben erzählen. Es wäre viel wahrscheinlicher, dass Anja nach dem Sex mit Petra das Zimmer verlässt, und Petra erst einmal nichts über die Gründe weiß, vielleicht annimmt, dass Anja sie zu alt findet und deshalb gegangen ist. Obwohl es der Gedanke an Beate war, der Anja fortgetrieben hat.
Dann wäre die nächste Begegnung danach etwas peinlich, und Petra würde versuchen, sich von Anja fernzuhalten, was Anja dann wiederum so interpretiert, dass Petra nur auf einen One-Night-Stand aus war. Das wäre so das übliche Hin und Her, das die beiden eine Weile voneinander fernhält, obwohl sie sich gegenseitig begehren. Hier geht das alles viel zu schnell, dass klar ist, dass sie zusammensein wollen.

Der Roman ist hier am Anfang eher aufgebaut wie eine Kurzgeschichte und könnte dann eigentlich nach all diesen Erklärungen und dem Sex zu Ende sein. Was auch das Geständnis „Ich liebe dich“ unterstreicht, denn normalerweise steht dieses Geständnis am Ende eines Liebesromans.

Mein Fazit ist: Die Geschichte, so wie sie in der Inhaltsangabe beschrieben wird, ist ein perfekter el!es-Roman. An der Umsetzung hapert es noch etwas. Sprachliche Unebenheiten, Handwerk, Übung. Aber das kann ein gutes Lektorat sicherlich beheben. Es ist, wie hier schon gesagt wurde, eher eine Rohfassung als das Endprodukt. Dennoch würde ich das Endprodukt sehr gern lesen. Das ist eine el!es-Geschichte, wie ich sie mir wünsche. smilies/grin.gif
Kritik
geschrieben von Autorin Geschichte 5 am Sonntag, 15. April 2012
Was gibt es schöneres als Lob und positives Feedback für seinen Roman zu erhalten.
Davon träumt und darauf hofft doch jede, die eine Geschichte eingereicht hat, ich auch smilies/laugh.gif
Doch was würde mir Lob bringen wenn die Geschichte in Wahrheit keinen interessiert oder Fehler hat oder einfach miserabel geschrieben ist? Ich persönlich habe dies als große Chance gesehen und danke jedem, der sich die Mühe macht seine Meinung dazu zu äußern. Soweit ich das beurteilen kann wurde sehr viel konstruktive Kritik und auch Lob geäußert. Dass dies nicht jeden glücklich macht ist verständlich. Dennoch habe ich dass Gefühl, dass die meisten damit umgehen können, vielleicht auch deshalb, weil man wusste worauf man sich einlässt smilies/rolleyes.gif
Ich muss gerade an die ganzen Gesangs Shows denken. Wie viele sich richtig blamieren weil ihnen irgend jemand sagt, wie toll sie sind. Ich hätte viel lieber eine realistische Einschätzung und eine ehrliche Meinung, bevor ich mich so blamiere. Auch wenn die Wahrheit weh tut.
Nochmals mein Dank an Verlag für diese Chance und danke an alle, die ihre Meinung offen kund tun.
Liebe Grüsse Nummer 5 smilies/wink.gif
Wertschätzung
geschrieben von Terry am Sonntag, 15. April 2012
Der LLP ist meiner Meinung nach eine geniale "Erfindung". Nicht nur für die Autorinnen, sondern auch für uns Leserinnen. Denn damit wird uns doch gezeigt, wie wichtig unsere Meinung ist. Schon bevor ein Buch überhaupt in die Regale kommt. Wir dürfen uns äußern, ohne vorher für ein Buch bezahlt zu haben. smilies/wink.gif So viel Wertschätzung bekommt unsereins nicht immer und überall. Da ist man doch geneigt, weniger sadistisch Kritik zu üben als sonst. smilies/wink.gif

Im Ernst. Es ist nicht einfach, Kritik so zu äußern, dass sie der Autorin hilft. Die Rezension soll nicht in Lobhudelei ausarten, aber auch nicht verletzen. Aber sie ist und bleibt immer persönlich, so sachlich und objektiv wir auch sein wollen. 

Jede von uns musste sich bestimmt irgendwann in ihrem Leben schon einmal der Meinung anderer aussetzen. Und wenn ich an meine Schweißausbrüche in solchen Situationen denke, kann ich den Mut der Autorinnen nicht hoch genug einzuschätzen, die dies auch noch freiwillig tun. Sie präsentieren uns Herz und Seele auf dem Silbertablett. Ich denke und hoffe, dass die Meisten von uns verantwortungsvoll damit umgehen. Und der Rest... den wird es immer geben. In solchen Fällen denke ich dann immer an das Lied von Nena - "Ganz gelassen".

In diesem Sinne wünsche ich uns Leserinnen weiterhin viele neue schöne el!es-Romane und den Autorinnen viele neue Ideen und bei unangemessener Kritik - Gelassenheit. smilies/wink.gif
Geschichten 12 und 13
geschrieben von Sanja am Samstag, 14. April 2012
Hallo liebe Autorinnen,
das war ein harter Brocken. Es ist ein bißchen unglücklich, dass hier zwei Hirntumore und ein Spenderherz alle gleich hintereinander kommen, so viel Leiden ist schwer zu verkraften. Ich versuch es trotzdem mal mit einer kleinen Kritik - ganz sachlich natürlich.

Geschichte 12
Sehr interessant zu sehen, wie sehr sich diese Geschichte von Geschichte 10 unterscheidet. Die Idee ist ungefähr die gleiche, aber die Umsetzung ist total verschieden. Ich denke mal, dass die Autorin von Geschichte 12 um einiges jünger ist oder noch längst nicht so viel Erfahrung hat, wie die Autorin von Geschichte 10. Die Sprache ist schon noch sehr umständlich - vier Sätze über eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter sind einfach zu viel. Ein einfaches "Sie fand eine Nachricht ihrer Mutter auf dem Anrufbeantworter." hätte es auch getan.
Ich weiß auch nicht, ob man in dieser Situation die Nerven hat, sich neu zu verlieben. Ein bißchen unglaubwürdig ist es auch, gleich am ersten Tag die Frau fürs Leben im Internet zu finden (aber okay, kann sein).
Trotz allem würde ich aber die Passage von der Zwischenwelt total weg lassen. Ich finde es in Ordnung, wenn Lara erst mal ein bißchen trauern muss, weil Maja gestorben ist. Ich glaube nicht, dass man sofort wieder für eine neue Beziehung bereit sein kann, auch wenn es noch so gut gemeint ist.

Geschichte 13
Nochmal Krankheit und dann fängt die Geschichte auch noch als Heterogeschichte an, was ja eigentlich nach den Regeln dieses LLP schon nicht statthaft ist. Ich finde die Geschichte gut geschrieben, aber ich fühle mich nicht genügend angesprochen. Es ist normal, dass in einem solchen Fall die Krankheit im Vordergrund steht, aber ich will mehr Liebesgeschichte.

Fazit: Mein Favorit ist Geschichte 9, darauf folgt Geschichte 6. Mit den Geschichten 2 und 11 würde ich es bei einem anderen Verlag versuchen. Viel Erfolg und Spaß allen Autorinnen beim Weiterschreiben. smilies/smiley.gif
Masochismus
geschrieben von Ruth Gogoll am Samstag, 14. April 2012
Ja, das ist wahr. Ein bisschen Masochismus ist wohl tatsächlich dabei. Warum mache ich das sonst schon seit 15 Jahren und lasse mich immer wieder beschimpfen und beleidigen? smilies/rolleyes.gif Man muss sich ein dickes Fell zulegen, wenn man an die Öffentlichkeit tritt. Selbst wenn es eine relativ kleine Öffentlichkeit ist wie unsere lesbische Gemeinschaft.

Es scheint aber noch eine andere Antriebskraft zu geben, warum wir nicht nur für die Schublade schreiben wollen. Denn das tun sicher eine ganze Menge Leute. Sie setzen sich nie der Kritik anderer aus und müssen dann auch nicht unter Kritik leiden. Vielleicht ist das die schlauere Art zu schreiben. smilies/wink.gif

Aber wir sind eben nicht alle so. Ich finde es schön, wenn meine Bücher von mehr als nur ein paar Freundinnen gelesen werden, von Leserinnen, die mich nicht einmal kennen. Die einfach nur meine Bücher mögen. Es ist eine liebevolle Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte. Vor allem, wenn Leserinnen dann schreiben, dass eines meiner Bücher oder ein anderes Buch von el!es ein Lächeln auf ihr Gesicht gezaubert hat, die Stimmung verbessert hat, die Leserin die Sorgen des Alltags für eine kurze Zeit hat vergessen lassen.

Ich glaube, das ist ein großartiges Geschenk, das wir Autorinnen unseren Leserinnen machen können, auch als Dank dafür, dass unsere Leserinnen uns treu sind. Dafür ist sowieso mal ein ganz großes Dankeschön fällig. smilies/cool.gif
Ja die Kritik ...
geschrieben von Monica am Samstag, 14. April 2012
Da ich in den vergangenen zwei Jahre jeweils eine Geschichte hier am LLP eingereicht habe, kann ich auch etwas dazu sagen. Jeder hat ganz sicher nicht nur seine eigene Art zu schreiben, sondern auch mit Kritik umzugehen. Und ich bin der Meinung: wenn man etwas zarter besaitet ist, dann muss man zum Ausgleich schon ein bisschen masochistisch sein, um hier mehr als einmal mitzumachen! Und in den letzten beiden Jahren ging es wirklich härter zur Sache.

Zart besaitet UND masochistisch, kein Widerspruch, sondern eine gute Voraussetzung für eine Schriftstellerin. Oder?
Ich habe aber auch festgestellt - und das sagt Ruth ja auch immer wieder -, dass dies allgemein für das Schreiben gilt. Denn das Schreiben ist ganz anderen Regeln unterworfen, als alle anderen Künste. Fast jeder kann heutzutage schreiben, und die meisten lesen auch Dinge, die ihnen nicht gefallen. Eben weil man es erst gelesen haben muss, um zu wissen, ob es einen anspricht oder nicht. Und so werden beim lesen auch Emotionen freigesetzt, die manchmal gegen die Autorin arbeiten. Z.B. habe auch ich mich nicht getraut, für einige der Geschichten eine Kritik zu schreiben, weil sie sonst zu negativ geworden wären, einfach, weil eine Geschichte Unzufriedenheit in mir geweckt hat, mich depressiv gemacht hat oder einfach nur genervt hat.
Nichts weckt so sehr die eigenen Gefühle und die Fantasie, wie eine erzählte Geschichte, und da ist es nur löblich, wenn eine Rezensentin mehr als nur „mag ich nicht lesen, interessiert mich nicht“ als Kritik zu schreiben weiß.

Nach den Erfahrungen im letzten Jahr, habe ich auch meinen Computer in die Ecke geworfen (zumindest bildlich ...) und gedacht, ich schreibe nie wieder einen Roman. Aber trotzdem ist es wie Ruth sagt: „Eine Autorin, der es mit dem Schreiben wirklich ernst ist, wird sich vom ersten Schock einer negativen Kritik (wenn sie denn sachlich motiviert ist) wieder erholen und dann darüber nachdenken, was sie besser machen kann. Wenn der LLP dazu beiträgt, das zu erkennen, freue ich mich.“
Bei mir hat der LLP dazu beigetragen, dass ich nun schon wieder eine neue Geschichte für el!es im Kopf habe und es höchstwahrscheinlich noch ein drittes Mal versuchen werde. Die Mühe der Rezensentinnen - und vor allem deine, Ruth! - war alles andere als verschwendete Zeit, ich habe alles ausgedruckt und bemühe mich nach wie vor es auch zu verinnerlichen.

Dennoch muss man ein bisschen masochistisch sein (bei diesem Gedanken bleibe ich eisern), wenn man nicht nur schreiben will, sondern es auch jemandem zum lesen vorlegt, der dann seinen Senf dazugeben darf!
Aber was soll´s, es gibt schlimmere Laster ...
Autorinnen und Rezensentinnen, vereinigt Euch! ;)
geschrieben von Pia am Samstag, 14. April 2012
Ich finde es sehr gut, dass eine Autorin so eine Aussage macht. Denn wir wollen hier wirklich niemandem etwas Böses. Und jetzt tut es mir richtig leid, dass ich Fantasy nicht mag. smilies/wink.gif
Kritik
geschrieben von Autorin von Geschichte 2 am Samstag, 14. April 2012
Hallo!

Ich finde auch, dass man als Autorin differenzieren sollte, in welchem "Stadium" sich das Geschriebene befindet und worauf genau sich die Kritik bezieht.
Ich schreibe nun schon seit einigen Jahren und bin besonders deshalb von diesem Modell des Wettbewerbs begeistert, weil es schlechter Kritik vorbeugt! Kritik tut nämlich dann am meisten weh, wenn das Kind schon auf der Welt ist. Hier finden sich allerdings nur Romane in ihrer Rohform, recht unverfälscht und je nach Autorin intensiver oder weniger intensiv korrigiert. Und selbst wenn mein Roman nicht bei elles erscheint, so weiß ich dank kritischer Kommentare, was ich tun könnte, damit mein Werk bei einem anderen Verlag unterkommt.
Und gerade ein ganz gewisser "Shitstorm", der sich vor nicht so langer Zeit in den Weiten des Internet verbreitet hat (man braucht keine Namen mehr in dem Fall), sollte einen lehren, dass man sich manchmal einfach geschlossen halten sollte, egal wie die Kritik ausfällt.
Also ich persönlich finde das Klima hier sehr angenehm und auch den Ton der Kritiken höflich und umsichtig gewählt. Da herrscht in anderen Foren eher eine "Brot und Spiele"-Atmosphäre...
Fazit: Es ist immer ein Sprung ins kalte Wasser, einen Roman einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber ohne diesen Sprung macht man immer wieder alte Fehler und wird auch niemals dazu bereit sein, den Mut zu haben, eine Lesung zu veranstalten, wo die Kritik ja in Form von Einschlafenden noch um einiges harscher ausfallen kann.

Liebe Grüße,
Nr. 2
War ja nur eine Frage der Zeit
geschrieben von Nanni am Samstag, 14. April 2012
Ich fühle mich natürlich auch angesprochen.
Da ich weder etwas konstruktives über das Handwerk abgeben kann, weil ich es einfach nicht kann, gebe ich mein Urteil als Leserin ab. Mehr kann ich nicht machen. Und es ist in meinen Genen so veranlagt, ein wenig unkonventionell an die Sache ran zu gehen.
Das liegt an meiner Person, so bin ich. Wenn ich mit meinen Kommentaren jemanden verletzt haben sollte, egal auf welche Art und Weise, möchte ich mich hiermit entschuldigen. Mich muss man aber auch nicht wirklich als ernste Kritikerin sehen.

Aber da ja noch keine der Autorinnen sich über die hier eingestellten Kommentare beschwert hat, öffentlich, denke ich, hoffe ich, dass ich nicht all so derb war. Das lag nämlich nicht in meiner Absicht. Ich weiß aber sehr wohl, dass nicht jede/r mit meiner Art warm wird oder zurecht kommt.

Und da schließe ich mich an. Beim letzten LLP ging es heftiger zu.
Kommentare
geschrieben von Ruth Gogoll am Samstag, 14. April 2012
Der LLP lebt von den Kommentaren. Zustimmung ist schön, aber Kritik ist noch viel wichtiger. Und ich bin sehr froh, dass sich dieses Jahr wieder so viele Kommentatorinnen gefunden haben, die ihre Meinung sagen. Wenn ein Kommentar unangemessen ist, schalten wir ihn nicht frei. Aber das war dieses Jahr nicht ein einziges Mal der Fall.

Kommentare können manchmal hart für uns Autorinnen sein, aber das gehört zu unserem Beruf. Es ist ein Teil dessen, was wir lernen müssen, mit diesen – auch negativen – Kommentaren umzugehen. Da ich selbst seit langem immer wieder mit nicht sehr netten Kommentaren zu meinen Büchern und zu meinem Verlag zu leben habe, kann ich das aus eigener Erfahrung sagen.

Und was das Verbesserungspotential betrifft: Jede Autorin kann die »Schreibwerkstatt« lesen und selbst sehen, wo bei ihr noch Verbesserungspotential liegt. Nicht alle Texte sind perfekt, und das erwarten wir auch gar nicht. Aber ich schreibe nun schon mein ganzes Leben lang, und trotzdem frage ich mich jeden Tag: Was könnte ich noch besser machen?

Jede Autorin sollte sich das fragen, und das Feedback, das die Autorinnen hier bekommen, trägt dazu bei, zu erkennen, was vielleicht noch nicht so ganz rund läuft. Eine Autorin, der es mit dem Schreiben wirklich ernst ist, wird sich vom ersten Schock einer negativen Kritik (wenn sie denn sachlich motiviert ist) wieder erholen und dann darüber nachdenken, was sie besser machen kann. Wenn der LLP dazu beiträgt, das zu erkennen, freue ich mich.

Denn wie schon gesagt wurde: Ich möchte weiterhin gute Romane herausgeben können. Aber dazu muss eine Autorin erst einmal wissen, was es für einen guten Roman alles braucht und ob sie diese Stufe schon erreicht hat oder nicht.
Hässlich?
geschrieben von Pia am Samstag, 14. April 2012
Da fühle ich mich jetzt aber persönlich angesprochen. Ich sehe nicht, dass hier irgendjemand zerrissen wird. Diejenigen, die sich noch an letztes Jahr erinnern, werden mir sicherlich zustimmen. Dieses Jahr geht alles freundlich und respektvoll zu, und wir machen uns alle sehr viel Mühe, die Einsendungen zu lesen und zu kommentieren. Das ist ein großer Aufwand und das verdient sicherlich Respekt für jede einzelne Rezensentin.

Wenn einer Rezensentin ein Buch nicht gefällt, darf sie das ruhig sagen, und wenn es Gründe gibt, warum eine Einsendung entweder nicht in diesen Wettbewerb passt oder vielleicht nicht für den ersten Platz in Frage kommt, so wird das nur deshalb erwähnt, um der Autorin die Möglichkeit zu geben, sich zu verbessern. Was Frau Gogoll immer wieder als ein großes Ziel dieses Preises erwähnt.

Ich glaube, jede Autorin, die die Kommentare zu ihrer Einsendung liest und sich zu Herzen nimmt, hat einen großen Gewinn von diesem Wettbewerb, selbst wenn sie nicht gewinnt.

Beim Lesbischen LiteraturPreis war es (glücklicherweise) noch nie Sitte, den Autorinnen Honig ums Maul zu schmieren. Hier wird Tacheles geredet, auch wenn etwas an einem Text nicht stimmt oder nicht gut ist. Aber genauso wird auch gelobt, wenn ein Text durch seine Qualität und seine Abstimmung auf das Thema oder einfach durch das Können der Autorin beeindruckt. Das ist alles sehr ausgewogen. Niemand greift hier irgendjemanden an. Es werden nur Tatsachen festgestellt.

Jede Rezensentin hat ihre eigene Art, das zu tun, aber das sollte man akzeptieren und respektieren. Wir bekommen nichts dafür, dass wir hier rezensieren. Wir investieren unsere Zeit und unser Gehirnschmalz, um den Autorinnen sinnvolle und nachvollziehbare Hinweise zu geben. Was wäre der LiteraturPreis, wenn es nur die Einsendungen gäbe und keine Kommentare?

Und eine persönliche Bemerkung: Nein, ich finde nicht, dass jede der Autorinnen, die hier etwas eingesendet hat, so weitermachen sollte wie mit dem aktuell hier vorgestellten Text. Es gibt da eine Menge Verbesserungspotenzial. Gerade deshalb, um darauf hingewiesen zu werden, machen viele Autorinnen hier mit. Und es ist unsere Aufgabe, den Autorinnen diese Hinweise zu geben. Denn wir haben alle das gleiche Ziel: Nächstes Jahr und jedes weitere Jahr wieder gute el!es-Romane lesen zu können.
Abstand und Respekt!!
geschrieben von Sylvia H. am Samstag, 14. April 2012
Ich bin vor einigen Wochen erstmals auf die elles-Website gestossen. Ich selbst schreibe ausschließlich lesbische Lyrik, interessiere mich aber natürlich auch für lesbische Literatur im allgemeinen.
Ich habe alle Geschichten mit Interesse gelesen und bin dann auf die Kommentare gestoßen und möchte nun eines loswerden:
Es ist für mich absolut unverständlich, wie einige der Kommentatorinnen sich hier ohne jeglichen Respekt und Anstand den Autorinnen gegenüber benehmen.
Statt konstruktiver Kritik und Wohlwollen werden hier die Autorinnen angegriffen, bloßgestellt und zerrissen. Ich frage mich ernsthaft wie Frau Gogoll als Inhaberin des Verlages, die selbst, wie man lesen kann, für lobende Kritik einstehen möchte, eine derartige Hetzjagd zulassen kann.

Ich möchte JEDER der Autorinnen meinen Respekt aussprechen - es bedarf sicher viel Geduld und Ausdauer, einen Roman zu schreiben!
Lassen Sie sich bitte nicht durch manch boshafter und hässlicher Kommentare beirren - machen Sie alle weiter so!!
Geschichte 9
geschrieben von Pia am Samstag, 14. April 2012
Die Inhaltsangabe fängt gut an, verliert sich dann aber in zu vielen Einzelheiten. Da hätte etwas Straffung und Konzentration auf die Liebesgeschichte gut getan. Aber man erfährt den Verlauf der Geschichte, und es scheint sogar Liebe zu geben. Das ist verglichen mit anderen Geschichten hier extrem positiv. smilies/wink.gif

Zum Auszug: Springt sofort in die Geschichte. Keine großen Beschreibungen. Erklärungen werden zwischen die Dialogzeilen eingebaut. Perfektes Handwerk.
Dass man eine Haustür einfach so mit einer Nagelfeile öffnen kann, bezweifle ich, aber das hat hier auch keine Bedeutung. Was ich auch bezweifele, ist, dass eine Frau ihre Freundin, wenn sie sie liebt, nur wegen ihrem Mangel an Ordnung verlässt. Jemand, der so schusselig ist, ist entschieden nervig, aber gleich verlassen? Dafür muss es noch andere Gründe geben.
Und tragen Frauen heutzutage wirklich noch Haarnadeln, die eine Nagelfeile beim Öffnen einer Wohnungstür unterstützen können?
Aber die Wirtinnen „Hanni und Nanni“ sind köstlich. smilies/wink.gif

Es hat mir leid getan, als der Auszug zu Ende war, ich fand es spannend und unterhaltsam, wenn auch ein wenig verwirrend – vor allem wegen der manchmal anscheinend wahllos gesetzten Satzzeichen, aber auch wegen der vielen Geheimnisse. Doch diese Geheimnisse lechzen geradezu danach, gelöst zu werden. Ich glaube, dieses Buch hätte ich, wenn es vollständig hier eingestellt worden wäre, nicht vor der letzten Seite aufhören können zu lesen.

Die Geschichte hat einen ganz eigenen Charme und ist außergewöhnlich menschlich. Ganz sicher nicht nach Schema F geschrieben, sondern dem Können der Autorin entsprungen. Ich würde mir wünschen, diese Geschichte bei el!es zu lesen. smilies/wink.gif
Geschichten 9, 10, 11
geschrieben von Sanja am Samstag, 14. April 2012
Geschichte 9
Gefällt mir ganz gut. Die Geschichte fängt spannend an und schon bei der ersten Begegnung der beiden Protagonistinnen schwingt etwas mit. Mal sehen, was daraus wird. Ich hoffe, Lil ist nicht die ganze Geschichte über so schusslig, das könnte auf Dauer langweilig werden. Aber ich mag das Setting der Geschichte. Nochmal überarbeiten bitte, weil auf alle Fälle zu viele Kommafehler. smilies/grin.gif

Geschichte 10
Diese Geschichte mag ich auch. Marlene ist auf alle Fälle eine starke Frau, die mit der Situation gut umgeht und dann auch noch die Kraft hat, ihrer Freundin Caro nichts davon zu sagen. So wird schon ziemlich schnell klar, dass es nicht um diese Beziehung geht.
Der Text ist klar geschrieben und einprägsam. Allerdings denke ich auch hier, dass er nicht als klassische Elles-Liebesgeschichte durchgeht und anderswo besser aufgehoben ist.
Viel Glück, beim Weiterschreiben. smilies/wink.gif

Geschichte 11
Sehr schöne, sehr poetische Sprache, spannende Historygeschichte. Davon hätte ich gern mehr. Die E-Mail-Serie irritiert mich allerdings sehr. Ich hab keine Ahnung, um was es geht und der fettweiße Mond, der mich zu Anfang noch fasziniert hat, ist spätestens beim 3. Mal nervig. Ich finde es nicht wichtig, dass die Geschichte irgendwie in unsere Zeit transportiert wird. Hier stört es enorm den Lesefluss, was wirklich schade ist. (ganz kleine Anmerkung: "die Mädchen stieben auseinander" ist Präsens, nicht Präteritum smilies/rolleyes.gif )
Geschichte 5
geschrieben von Nanni am Freitag, 13. April 2012
Die Geschichte hätte ruhig auf Seite 5 bei, „Sie nahm ihre Tasche und klemmt sich die Papier...“, anfangen können, dass hätte glaube ich gelangt. smilies/smiley.gif Und dass es sich hier um eine Pilotin und eine Stewardess handelt, gefällt mir persönlich schon einmal sehr gut.

Die Brüste von Petra finde ich ja schon beneidenswert. Sie ist 42 Jahre und ihre Brüste scheinen noch fest. Und dabei hat sie, wie ich lesen durfte, große. (Oh Schwerkraft, welch Herzloses Ding du zu mir bist.) Also, entweder ist die Frau eine Zaubermaus, und hat auch noch mit 60 Brüste wie mit 20, oder aber, es hat niemand der Autorin gesagt, dass gerade große Brüste der Schwerkraft nur schwer trotzen. smilies/wink.gif

Hier habe ich nichts groß auszusetzen. Ganz im Gegenteil. smilies/grin.gif Gefällt mir.
Geschichte 6
geschrieben von Nanni am Freitag, 13. April 2012
Die kurze Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht. Und Tauchlehrerin Joy hat es mir gleich angetan. smilies/wink.gif
Gegen Piraten habe ich auch nicht wirklich was. Die aus dem 17 und 18 Jahrhundert sind mir zwar die liebsten, aber vielleicht stehen die neumodischen den alten in nichts nach. Wie gesagt, die kurze Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht, und dass heißt schon was. smilies/smiley.gif

Toll! Toll, toll, toll. Hier gibt es DIALOGE! Und Butterblümchen finde ich ja so was von süüüüß. Ich mag skurrile Kosenamen. smilies/smiley.gif

Ich finde mich so langsam damit ab, dass Liebesgeschichten ziemlich rar werden. Aber wenn hier eine Liebesgeschichte im Vordergrund stehen würde, somit die Piraten, der Schatz, usw. etwas in den Hintergrund weichen, heiß, mit entsprechender Überarbeitung, könnte das was werden. smilies/grin.gif

Wie wäre es, wenn die Geschichte mit Seite 21 anfängt? Als Joy und Caro sich begegnen. Warum Caro in Australien ist, kann man doch dann so nach und nach erzählen. Da hat man sich den Anfang gespart und ist gleich bei der Begegnung der beiden Frauen. Was für einen Liebesroman schon mal nicht unerheblich ist. smilies/smiley.gif

Fazit: Wenn die Geschichte bei Seite 21 anfängt, und mehr die Beziehung und Liebe der Frauen im Vordergrund steht, alles andere schön und spannend um die Geschichte herum gesponnen wird, möchte ich die Geschichte sehr gerne lesen. Doch, gefällt mir! smilies/grin.gif
Geschichte 7
geschrieben von Nicole am Freitag, 13. April 2012
Muss es denn immer so weit weg sein? Der Schwarzwald ist auch schön zur Selbstfindung, aber okay. smilies/wink.gif

Mit dem Kühlschrank hatte ich keine großen Probleme und auch die Idee mit der Bücherwahl fand ich nicht so schlecht. Allerdings vermischt sich für mich immer wieder "Auszeit" mit "Ausstieg".
Leider wird zu Beginn der Geschichte auch nicht ganz klar, wie fit die Protagonisten ist, deshalb kam es mir zunächst unwahrscheinlich vor, dass jemand innerhalb 2 Stunden so viel Holz zusammenbekommt ... irgendwie wird mir auch nicht klar, warum man einen Ausstieg/eine Auszeit will, wenn man es schafft genug Geld zu verdienen um problemlos 3 Monate auszusteigen, Zeit für einen Pub, Freunde und Sport hat. Klingt irgendwie zu perfekt, vielleicht könnte man mit einem Satz noch eher herausheben, dass man diese perfekte Welt nicht mehr will, weil "...".

Öfter fehlen mir ein paar Sätze mehr: die Landschaft wird m.E. viel zu wenig beschrieben. Kenne mich in der Gegend überhaupt nicht aus, kann mir dann auch nicht so viel drunter vorstellen. (Vielleicht doch der Schwarzwald? Oder eine Gegend, die man kennt?)
Dann könnte man vielleicht mehr Gedankengänge herausheben, die man sich so allein macht.

Warum man bei einem Ausstieg noch Flipflops trägt und Pommes isst - wo man sich doch so nach Wildnis sehnt? Kann man ja auch stehen lassen, aber dann vielleicht auch kommentieren. Nimmt man auf einen Kanuausflug nicht auch bisschen mehr mit? Kompass oder so? Kann ich aber nicht weiter beurteilen, hat mich nur etwas irritiert. (Auch die "Schokoenergieriegel" ... hm.)
Und wie ist das eigentlich mit der Stromversorgung in der Hütte? Wie funktionieren sanitäre Einrichtungen? Wenn man für seinen morgendlichen Kaffee/Tee erst Feuer machen muss oder selbiges über Nacht braucht, wird man wohl nicht so viel schlafen können ...? Die Umstellung ist doch in manchen Punkten ziemlich hart? Und "Stille" ... okay, vielleicht bin ich da nur so eigen. Aber wenn man die ganze Zeit in einer Stadtwohnung war und dann völlig verlassen in der Natur in einer Hütte, macht man sich doch ein wenig Gedanken um die Geräusche drumherum? Jedenfalls wären das für mich Punkte, die man zwar nicht großartig ausbauen muss, die aber die Hütte und Umgebung für mich irgendwie lebendiger und greifbarer machen würden, bis dann endlich die Begegnung kommt.

Prinzipiell finde ich ja solche Abenteuer-Ausstieg-Selbstfindungs-Geschichten interessant. Eine Liebesgeschichte konnte ich damit bisher noch nicht verbinden (man sucht ja die Einsamkeit), deshalb hat mir die Idee hier prinzipiell gefallen. Lese ich aber die Inhaltsangabe ... ist mir das irgendwie zu viel. Natur-Wildnis-Frauen-bisschen Zwist/was-auch-immer bis sie zusammenkommen - Happy End, würden mir reichen. Alle Ideen, die in der Inhaltsangabe stehen auszubauen, stelle ich mir ziemlich schwierig vor ... und ja, vielleicht bin ich ein langweiliger Typ, ich würde da nicht so viel Action brauchen.

Wobei ich mich auch die ganze Zeit frage, wie man sich nach den Anstrengungen einer Entführung noch ohne Hilfsmittel/Nahrung, usw. durch die totale Wildnis schlagen und überleben soll. Hab jetzt mal die Orte gegoogelt ... stell ich mir allein nicht lustig vor.


Also, ich weiß nicht: vielleicht bisschen weniger Ideen verarbeiten, ein paar Sätze mehr und dann noch überlegen, ob das Gewicht wirklich auf einer Liebesgeschichte liegen soll.

Landschaften zu beschreiben, stelle ich mir natürlich auch nicht einfach vor, aber vielleicht geht das besser, wenn man ein paar Sachen in die Richtung liest. Und aus Neugier noch die Frage an die Autorin: waren Sie selbst mal vor Ort?

Cool wäre vielleicht auch eine Auszeit, in der jemand darüber sinniert, warum seine letzte Beziehung so katastrophal war, beschreibt die in Retrospektive, will sowas nicht wieder anfangen (würde, glaube ich, vielen Lesben mal gut tun *g*) erzählt nebenbei von schönen Landschaften, ist irgendwann genervt von der Natur, geht frühzeitig zurück und kommt mit der Jugendliebe zusammen oder so. Okay, entspricht jetzt gar nicht mehr der Geschichte ... aber so könnte man Auszeit und Liebesgeschichte verbinden?
Geschichte 7
geschrieben von Nanni am Donnerstag, 12. April 2012
Ja ja, ich fahre auch immer auf eine Halbinsel, um etwas über mich heraus zu finden. Gerade beim Entspannen erfahre ich eine Menge über mich. Habe zwar dann Probleme mir alles zu merken wenn ich schlafe, aber was soll´s. smilies/smiley.gif

Als ich las, dass sie in die Wildnis will, habe ich direkt daran denken müssen, dass sie dort bestimmt alleine sein wird. Ohne einen Menschen...ohne Kontakt zur Außenwelt...ohne eine Freundin die ihr zur Seite steht...und die Leserin ohne einen Dialog auskommen muss. Zum Glück ist das hier ja der erste Roman den ich beim LLP lese, ich es somit noch nicht satt habe einen Roman in der Erzählversion zu lesen. Wenigstens ist die Erzählweise eine andere. smilies/smiley.gif

Manchmal, aber nur manchmal, ist es glaube ich von Vorteil, wenn man nicht lesen kann.
Immer wieder konfrontierte sie der Kühlschrank? smilies/shocked.gif
Natürlich, wer kennt es nicht! Kaum in der Küche, tritt mir der Kühlschrank entgegen und haut mich an, warum ich nicht so zielstrebig bin, wie die blöden Frauen aus den blöden Zeitschriften, die ich mir blöde Kuh an den Kühlschrank hänge.

Tja, da hatte ich wohl recht. Die Wildnis bleibt zwar aus, aber die nicht vorhandenen Dialoge sind vorhanden. smilies/smiley.gif

Ich trau mich ja schon fast gar nicht, aber kommt hier in irgend einer Weise, ganz egal wie, sei sie auch noch so gering, eine Liebesgeschichte vor??? Vielleicht liegt es ja auch an mir. Vielleicht überlese ich die Passagen die mit Kennenlernen, Annäherung und Liebezu tun haben. Ich nehme auch Händchenhalten!

Da, Seite 10...ein Dialog... ja ist es den die possibility? smilies/grin.gif Es spricht!

Okay, meine Geduld ist am Ende, ich bin müde und ich mag nicht mehr weiterlesen. Bei Seite 16 war Schluss.
Ich gehe jetzt schlafen und träume mir eine Liebesgeschichte. So. smilies/wink.gif
Geschichten 6, 7 & 8
geschrieben von MeDoc am Donnerstag, 12. April 2012
Geschichte 6:
Den ganzen Anfang mit dem Notar, dem Erbe hätte man einfach weg lassen können. Man hätte schlicht und einfach in dem Haus die Geschichte beginnen lassen können. Sonst ist diese Geschichte schon gut. Das mit dem nächtlichen Kuss, das sie (Caro) das einfach so kalt gelassen hat, wundert mich schon ein wenig. Jede Frau, ob im eigenen oder in einem fremden Land, hätte Angst oder Panik bekommen. Niemand steckt das einfach so weg oder freut sich darüber. Also abgesehen von dem langen Anfang und dem nächtlichen unerwarteten Kuss, fand die Geschichte schon ganz gut. Man kann mit ein paar Änderungen, Ergänzungen oder einfach mit der Feinarbeit doch eine sehr gute Geschichte daraus machen. Sie klingt sehr abenteuerlich und ich bin froh, dass sie nicht wie all die Geschichten vorher ist. Wo es einfach zu viel Sex gibt.

Weiterhin viel Erfolg!

Geschichte 7:
Den Prolog hätte ich einfach weggelassen. Diese Geschichte ist sehr sehr langatmig und kommt überhaupt nicht zum Punkt. Mir ist es gerade zu sehr schleierhaft, was es mit dem konfrontierenden Kühlschrank auf sich hat. Die Sache mit den Büchern lässt mich auch nicht ganz los. Um ehrlich zu sein gruselt es mich schon fast dabei, wenn ich das so lese mit ausströmenden Worten, Buchstaben streicheln oder mit den zufrieden sein bzw. ungewissen Dingen die da beschrieben werden. Das Ganze ist schon sehr konfus in meinen Augen. Das klingt bald wie ein Horrorbuch (Horrorgeschichte mit Büchern und Kühlschränken). Etwas weniger von den Büchern etc. und bisschen mehr zum eigentlichen schreiben, wäre doch schön.

Trotz allem weiterhin viel Erfolg!

Geschichte 8:
Clear finde ich ganz nett und ganz gut beschrieben. Nur was mich ein wenig stört, dass sie so voll Brust fixiert ist. Hier ist für meinen Geschmack etwas viel Beschreibung von Klamotten drin. Wen interessiert es, ob jemand wunderbare Schuhe hat oder Sandalen mit eckigen Schnallen trägt? Es passiert nicht wirklich etwas bisher in dieser Geschichte. Bisher ist diese auch sehr langatmig gehalten.

Viel Erfolg weiterhin beim Schreiben und beim Wettbewerb.
smilies/smiley.gif smilies/smiley.gif smilies/smiley.gif
@Pia
geschrieben von Nanni am Donnerstag, 12. April 2012
Hallo Pia, smilies/smiley.gif

langsam glaube ich auch, ich sollte, wenn überhaupt, mehr Satire als Liebesromane schreiben. Aber ich und ein Buch? Hör auf. Ich würde dann nur damit angeben und prahlen. smilies/grin.gif Würde vielleicht meinen Charakter verlieren, der da so nett und sympathisch ist.
Danke
geschrieben von Autorin der Geschichte 5 am Donnerstag, 12. April 2012
Ich möchte mich gerne bei allen bedanken die sich die Mühe machen, die Geschichten zu lesen und ihre Meinung dazu zu schreiben.
Es gibt sicher vieles, das ich hätte anders schreiben können oder auch müssen. Für mich ist es der erste Versuch an einem Buch und ich selber bin mit meinem Endergebnis ganz zufrieden smilies/laugh.gif - muss ich ja auch sein, sonst hätte ich es nicht eingereicht.
Auf jeden Fall danke ich allen für das Feedback und ich werde versuchen es bei meinem nächsten Versuch - sofern ich den starte - umzusetzen.
Vielen Dank an den Verlag, dass man überhaupt die Möglichkeit hat, seine Geschichte einzusenden.
Liebe Grüße von Nummer 5 smilies/laugh.gif
@ Nanni
geschrieben von Pia am Donnerstag, 12. April 2012
Deine Rezensionen sind so witzig, dass ich finde, daraus sollte el!es ein Buch machen. smilies/wink.gif Jeden Pickel beim Namen kennen - eine treffendere Beschreibung gibt es wohl kaum. smilies/laugh.gif
Einzelrezension, die zweite
geschrieben von Pia am Donnerstag, 12. April 2012
Darf ich mal raten? Von "Schwuppdiwupp" kommt auch keine zweite Rezension mehr, sondern nur die zu dieser einen Geschichte, Geschichte 12. Mädels, macht es doch nicht so auffällig. Als Alibi wenigstens ein oder zwei Pseudorezensionen zu anderen Geschichten, damit man nicht gleich weiß, dass die Rezension von der Autorin oder ihrer Freundin ist. smilies/cool.gif
Geschichte 8
geschrieben von Nanni am Donnerstag, 12. April 2012
Die Inhaltsangabe klingt spritzig. Clear ist um die 30ig... Ja, dass bin ich auch seit ein paar Jahren. Da musst ich lachen, auch bei „Marcia ist Zeichenlehrerin und leidet unter Ausschlag.“ Wenigstens konnte ich hier schmunzeln und musste nicht weinen.

Sie brauchte eine Frau aus Fleisch und Blut. Cool! Aus was sind Frauen denn sonst so?!
Ich weiß nicht so recht was ich von dieser Geschichte halten soll. Vom Weitem. smilies/grin.gif Ich sage es nur ungern, aber Haut muss atmen. Lasst die Schminke aus dem Gesicht. Und warum schaut Marcia nach dem Konzertbesuch in den Spiegel? Da ist doch schon alles gelaufen. Wenn etwas verschmiert ist, kann sie es eh nicht mehr rückgängig machen, es hat dann schon jeder gesehen. Sie macht sich dadurch nur selbst fertig.

Und noch mehr Akne. Ich kenne die Pickel bald beim Namen. Da ich selbst nicht mit dieser Problematik zu tun hatte, habe, finde ich es köstlich hier darüber unterrichtet zu werden. (Soll der Name Clear ein versteckter Gag auf die Pickel sein?)

Marcia beruhigt sich beim Horrorfilm gucken mit dem Gedanken, dass es auch andere gab, denen es schlecht ging?
Ja, das ist auch immer mein erster Gedanke bei Horrorfilm schauen: Zum Glück geht es dem Mann mit dem Hackebeil im Kopf auch schlecht.

Ich möchte mich nicht unbeliebter machen als ich es ohnehin schon bin, aber ich weiß nicht, ob hier eine Liebesgeschichte versteckt ist - auf Seite 28 begegnen sich die Protagonistinnen zum ersten Mal. Fast ein wenig zu schnell finde ich. smilies/grin.gif - die mich anspricht. Wenn ja, wäre das echt toll, denn dieser Auszug hat mir am meisten Freude bereitet, bis jetzt. Ich fühle mich um Jahre jünger. Kann nicht erklären warum. smilies/smiley.gif
Geschichte 12
geschrieben von Schwuppdiwupp am Donnerstag, 12. April 2012
Schon die Inhaltsangabe klang vielversprechend und ich wurde nicht enttäuscht von dieser Geschichte! Wer würde vor seinem Tod nicht noch versuchen, möglichst alles, wofür es sich lohnt zu leben, zu erreichen..? Die Hoffnung, dieses fundamentale Ereignis im Leben noch erleben zu wollen und der Wille dazu wird toll beschrieben und ich finde es gut, dass die Protagonistin sich nicht aufgibt und dadurch vor ihrem Tod noch einige schöne Stunden verlebt. Zwar ist es einem als Leser schon fast selbst klar, dass die schlimme Krankheit und der baldige Tod das Glück überschatten, aber auch danach kommt wieder Hoffnung auf und die Idee von einer Art Zwischenwelt klingt auch sehr aussichtsreich. Alles in Allem glaube ich eine wirklich hoffnungsvolle Geschichte mit dem Glauben an die Liebe und ein Leben nach dem Tod!!
Geschichte 6
geschrieben von Pia am Donnerstag, 12. April 2012
Also der erste Satz der Inhaltsangabe hat mich schon gleich erschlagen. Die Protagonistin erbt von einer Unbekannten nicht nur ein kleines Häuschen in Deutschland, sondern auch gleich noch einen Jachtclub in Australien. Ich finde diese Prämisse so übertrieben, dass ich mich gefragt habe, wie man die Einleitung hier dann noch durch eine Geschichte toppen kann.
Die Piratengeschichte klingt durchaus spannend, aber die Liebesgeschichte scheint sehr, sehr zu kurz zu kommen. Es scheint wichtiger zu sein, den Schatz zu suchen und diverse Rätsel zu lösen, als zu erzählen, was gefühlsmäßig zwischen den beiden Frauen passiert. Und es sind ja auch nicht nur die beiden Frauen. Es sind eine Menge Personen, die eine Rolle spielen, mit der Liebesgeschichte von Joy und Caro (die man zwischendurch sogar bei all der Action vergisst) aber absolut nichts zu tun haben.
Man fragt sich am Ende der Inhaltsangabe, wie Caro und Joy bei all dem Gewusel überhaupt herausgefunden haben, dass sie sich lieben und ein gemeinsames Leben beginnen wollen.

Auszug: Die Geschichte fängt zwar sofort an, man springt mit einem Dialog hinein, das ist gut, aber worum sich der Dialog dreht, das ist weniger interessant. Caro soll eine Erbschaft annehmen, aber dieses Hin und Her, ob sie nun ablehnen oder annehmen soll, ist meines Erachtens überflüssig. Ich schließe mich da meiner Vorrednerin an. Die Geschichte sollte mit dem zweiten Kapitel beginnen oder sogar erst in Australien. In ein, zwei Sätzen kann man dann zusammenfassen, wie Caro zu dieser Erbschaft gekommen ist bzw. sie kann es später jemand erzählen.
Obwohl die Geschichte im zweiten Kapitel loszugehen scheint, geht sie nicht richtig los. Und vor allem ist weit und breit nichts von einer Liebesgeschichte zu sehen. Jedenfalls nicht von einer, die heute stattfinden könnte. Auf Seite 19 endlich scheint sich in dieser Richtung etwas zu tun. Joy und Caro lernen sich etwas kennen, wenn ich auch ein gegenseitiges Anrempeln nicht als Zeichen für zärtliche Gefühle werten würde smilies/wink.gif, aber Caro fühlt sich zu Joy hingezogen, so wird es wenigstens gesagt, man fühlt es als Leserin nicht unbedingt. Dann kommt der Kuss in der Nacht, etwas merkwürdig, insbesondere wenn man sich die bedrohliche Situation vorstellt, mitten in tiefschwarzer Nacht von einer Person in einem schwarzen Taucheranzug angefallen zu werden. Das ist schon fast ein bisschen Horror.
Aber Caro übersteht es ja gut. Sie scheint ziemlich hartgesotten zu sein. Was auch ihre Reaktion nach dem Sonnenbrand beweist. Eigentlich müsste ihr ganzer Körper brennen nach dem Schnorchelausflug, aber locker verabredet sie sich zu einer weiteren Tour am Nachmittag. Gerade in Australien ist die Sonne so durchdringend, dass das wohl kaum möglich wäre. Caro müsste einige Tage im dunklen Zimmer bleiben oder wenigstens die Sonne meiden.
Aber abgesehen von dieser Unwahrscheinlichkeit und einigen seltsamen Rechtschreib- und Grammatikfehlern ist der Auszug gut geschrieben, lässt sich leicht und flüssig lesen.
Nur Spannung kommt leider keine auf. Weder in Richtung Liebe noch in Richtung des Rätsels, das der Autorin wohl wichtiger ist. Alles wird recht langatmig beschrieben, viele überflüssige Dialoge, überflüssige Details, zu wenig Show don’t tell. Wenn wir etwas erfahren sollen, sagt es uns die Autorin gleich auf die Nase zu, mit Spannung erzeugenden Andeutungen oder mysteriösen Hinweisen, bei denen man gern weiterlesen möchte, hält sie sich nicht auf.
Das ist schade, denn Schreiben kann sie. Aber ich fürchte aufgrund der Inhaltsangabe, dass Liebe in dieser Geschichte keine große Rolle spielen wird, auch der Anfang hier bestätigt das, und die Schatzsuchergeschichte wird mir auch nicht gerade spannend serviert. Das klingt eher langweilig.

Gut geschrieben, aber ich hätte mir gewünscht, die Autorin hätte mehr auf den Aufbau der Spannung geachtet. Dann könnte es eine gute Geschichte sein. So, wie sie jetzt ist, würde ich die Geschichte wohl nicht unbedingt lesen wollen.
Geschichte 6 bis 8
geschrieben von Sanja am Donnerstag, 12. April 2012
Geschichte 6
Hat mir bis jetzt am Besten gefallen und interessiert mich auch ein bißchen, allerdings ist die Testamentseröffnung ein bißchen lang. Die Geschichte könnte direkt in dem Haus beginnen, wo Caro vor "ihrem" Bild steht. Bis der Auszug zu Ende ist, geht die Geschichte noch nicht mal richtig los. Schade. Die Zusammenfassung fand ich etwas unübersichtlich, aber sonst Hut ab. Lässt sich gut lesen.

Geschichte 7
Auch hier ist die Zusammenfassung reichlich konfus, um wen geht es eigentlich und wer ist Nancy? Aber anders als in Geschichte 6 ist hier auch die Geschichte konfus, lässt sich schwer lesen. Die Panik von Anjelica, mal drei Monate eine Auszeit zu nehmen, kann ich nicht nachvollziehen, zumal sie ja gut vorbereitet fährt - mit 21 Büchern. Ich hoffe, sie hat eins dabei, dass sie gern liest, wenn nicht, kann sie damit jedenfalls schöne Skulpturen basteln.
Den Sinn des Prologs habe ich auch nicht verstanden. Die Indianer hätten das vielleicht noch schön poetisch verpackt, aber der ganze Text, liest sich eher wie der Aufsatz einer Neunjährigen. Auch später krankt der Text daran, grammatikalische Unsicherheiten einbegriffen.
Aber die Idee ist gut.

Geschichte 8
Diese Geschichte finde ich auch sehr problematisch, Clear finde ich ganz interessant und auch gut beschrieben. Sie scheint mit ihrem Leben ganz zufrieden zu sein und braucht bloss ein bißchen mehr Sex smilies/wink.gif, wenn sie so auf die Brustwarzen ihrer Kollegin fixiert ist...
Aber Marcia??? Ich kenne das Gefühl, sich häßlich zu finden und sich selbst nicht leiden zu können und kann das auch nachvollziehen, aber der Charakter wird dennoch nicht wirklich greifbar für mich. Auch passiert auf den ersten Seiten kaum etwas interessantes.
Ich will auf alle Fälle mehr über Clear wissen.
Geschichte 9
geschrieben von Nanni am Donnerstag, 12. April 2012
An diesem Auszug gibt es nichts auszusetzen. Schöner Schreibstil. Doch auch hier zieht es mich nicht wirklich in die Geschichte. Irgendetwas fehlt, etwas, dass mich mitfiebern lässt, dass mich dazu zwingt, die Geschichte lesen zu wollen. Der bestimmte Funke ist nicht übergesprungen. Ich konnte keine Spannung spüren oder sonst einen Ansatz, der mir die Geschichte schmackhaft gemacht hätte. Tut mir leid.

Vielleicht liegt es an der Zeit, dass einen nichts mehr so umhaut wie früher. Es gibt ja nichts, was es nicht mehr gibt. Wenn ich früher einen el!es Roman gelesen habe, war das totales Neuland. Ich war neugierig, gespannt, geschockt, ich wurde rot und konnte manches nicht glauben. Doch ich wollte mehr von den el!es Geschichten lesen, welche ich dann auch noch heimlich lesen musste. smilies/cool.gif Mittlerweile ist es schon fast wieder Brachland.

Das ist nicht negativ gemeint, aber der Schwung, die Neugier auf Liebesgeschichten, ist bei mir in der letzten Zeit verschwunden. Weil nichts Besonberes darunter war. Ich merke sogar, wie ich mich nach den alten el!es Romanen sehne. Die ich immer wieder gerne lese. Bei vielen neuen Geschichten, von neuen Autorinnen, sind selten welche dabei, die ich ein zweites Mal lesen würde, möchte, wollte...
Das ist aber nur meine Meinung. smilies/wink.gif
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