Claudia Westphal: Die Schwester der Braut

Verliebt in die beste Freundin der eigenen Mutter? Na, das kann ja was werden . . .
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Lesbische Unterhaltung


Die Flirtsaison ist eröffnet!
Journal - Lesbisches Leben
Geschrieben von: Ruth Gogoll   
Samstag, den 10. Mai 2008 um 09:52 Uhr

Ich weiß ja nicht, wie das Wetter in Dresden auf dem LFT ist, aber dieses Pfingstwochenende ist definitiv in der Lage, die Hormone steigen zu lassen.
(Und wenn Sie in Dresden vielleicht gerade kein so tolles Wetter haben: Dort ist die Auswahl an potentiellen Partnerinnen zumindest an diesem Wochenende in ganz Deutschland am größten.)

Für die Mütter ist zudem noch Muttertag, und so freuen sich auch die Blumengeschäfte.

Da kann man doch rundum zufrieden sein.

Immer wenn der Frühling kommt, fühlen wir uns einfach wohler. Die dunkle Winterjahreszeit ist vorbei, das Licht strahlt heller vom Himmel, die Sonne scheint. Was will man mehr?

Nun ja, wenn man noch keine feste Freundin oder Frau hat: eine solche. Gerade im Frühling wird man schmerzhaft daran erinnert, daß man allein ist (wenn man es ist), denn man sieht überall turtelnde Pärchen. Man kann hingehen, wo man will, in den Park, ins Kino, ins Einkaufszentrum . . . selbst auf der Rolltreppe wird man von knutschenden Heteros belästigt.

Meist sind es ja Heteros, schwule Männer- oder lesbische Frauenpärchen sieht man eher selten. Liegt halt an der Mengenverteilung. Neunzig Prozent der potentiellen Knutscher sind hetero.

Macht aber nichts. Es liegt eben am Wetter, an der Sonne, an der Wärme. Da kann man einfach nicht anders.
Die Frau, die gerade neben mir auf dem Markt am Gemüsestand steht und die Zucchini betatscht, möchte ich mir am liebsten greifen und sie abküssen – oder zumindest genauso betatschen wie die Zucchini.

Geht Ihnen das auch manchmal so?

_______________________________________________

P.S.: Meine Frau hat das hier übrigens gelesen und abgesegnet. 

 

Kommentare (6)


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Danke ...
geschrieben von Franziska am Mittwoch, 21. Mai 2008
... für den Trost und das Mitgefühl!

Ja, ein el!es-Roman ist geeignet für jede Lebenslage. Er kann Freudenspender, Kraftspender oder eben auch Trostspender sein.
Dafür noch einmal meinen großen Dank an alle Autorinnen, Verlagsmitarbeiterinnen und natürlich an Sie, Frau Gogoll!

Herzlichst
Franziska

Mein tiefstes Mitgefühl
geschrieben von Ruth Gogoll am Dienstag, 20. Mai 2008
Ach, wie bekannt kommt mir das vor. Ich habe sogar einmal eine Geschichte darüber geschrieben mit dem bezeichnenden Titel »Nur eine Woche«, als mir genau dasselbe passiert war. Die Geschichte veröffentliche ich natürlich nicht, weil ich nie etwas veröffentliche, was ich selbst erlebt habe, und es hat auch nicht wirklich geholfen, die Geschichte zu schreiben, als der Schmerz noch frisch war.

Was soll man machen? Vielleicht ist sie verheiratet, liiert, mit Mann oder Frau, und wollte sich nur mal eine Auszeit gönnen. Kommt ja leider nur allzu oft vor. Die Gründe wird man wohl nie erfahren. Ein bißchen weinen, ein bißchen trauern, solange es eben braucht, und dann mal ein el!es-Buch lesen und frisch gestärkt auf die Piste gehen. Viel mehr bleibt da wohl nicht.

Alles Gute!
Vom siebten Frühlingsflirthimmel in die tiefste Liebeskummerhölle
geschrieben von Franziska am Dienstag, 20. Mai 2008
Meine persönliche Flirtsaison habe ich schon drei Wochen vor Pfingsten eröffnet.
Denn zu diesem Zeitpunkt habe ich die süßeste Frau des ganzen Universums kennengelernt, die im Urlaub auf meiner Heimatinsel weilte.
Mein Flirten und Werben wurde erhört, und ich durfte eine wunderschöne Woche lang mit ihr zusammen das Frühlingserwachen genießen.
Ach, es war so schön im siebten Himmel!
Aber dann erfolgte der Absturz.
Wieder zu Hause (am anderen Ende der Republik), hat sie ohne Worte einfach den Kontakt abgebrochen.
Meine Briefe beantwortet sie nicht, ans Telefon geht sie nicht ...

Wäre ich die Heldin in einem el!es Roman, würde ich mich ins Auto schwingen und zu ihr fahren.
Und wenn ich dann mit einem großen Rosenstrauß vor ihrer Tür stünde, würde sie mich in ihre Arme reißen und mir zwischen zwei heißen Küssen ins Ohr flüstern: "Ich habe dich so vermisst! Ich hatte solche Angst vor der großen Entfernung zwischen uns. Aber jetzt bist du ja da! Verlass mich bitte nie wieder!"
Und ich würde mein altes Leben hinter mir lassen und zu ihr ziehen.

Im wahren Leben bin ich aber ziemlich feige und habe Angst vor den möglichen Gründen für ihr Schweigen.
Also fahre ich nicht, schmore lieber weiter in der Liebeskummerhölle und hoffe, dass der Schmerz bald nachlässt.

Damit ist erst einmal meine persönliche Flirtsaison beendet und auch der Frühling hat für mich seine Schönheit verloren.

Aber der nächste Frühling kommt bestimmt!


-kein Titel-
geschrieben von Senada am Sonntag, 18. Mai 2008
Ich war zwar nicht in Dresden am Pfingstwochenende, aber die Eröffnung der Flirtsaison habe ich dennoch mitbekommen. Genervt schob ich am Pfingstsamstag meinen Einkaufswagen vor mich hin, als mir die Tiefkühlkostfachveräuferin mit einem Grinsen im Gesicht Hilfe anbot. Ehe ich mich versah, hatte sie mir den ganzen Einkauf abgenommen. Die Einladung auf einen Kaffee musste ich ihr dennoch abschlagen, da ich bereits vergeben bin und ihr keine falschen Hoffnungen machen wollte. In der Schlange vor der Kasse wurde der Inhalt meines Einkaufwagens bewundert, Smaltalk ausgetauscht und bevor ich an die Reihe kam, musste ich die zweite Einladung ablehnen. Etwas verwirrt über dieses Interesse an meiner Person schob ich den Einkaufswagen Richtung Metzgerei, wo mich die nächste Frau ansprach. Zuerst fiel mir ihr offensichtliches Interesse an meinen Brüsten auf. Sie verbarg es nicht und starrte richtig drauf. Noch immer verwirrt und etwas entrüstet über so viel Schamlosigkeit versuchte ich wegzusehen, als die Frau mit einem anzüglichem Grinsen zu mir sagte: "Das T-Shirt steht dir wirklich gut." Bevor ich aber auch nur irgendwie reagieren konnte, wurde ich vom Fleischfachverkäufer nach meinem Wunsch gefragt.

Auf der Fahrt nach Hause sinnierte ich darüber nach, was eigentlich geschehen ist und warum. Da fiel mir der Frühling und die Flirtsaison ein. Ich denke, dass es wohl am Frühling liegt und wenn ich auf der Suche gewesen wäre, dann hätte ich diese am besagten Tag wohl schnell beenden können. Wenn ich so darüber nachdenke meine Frau habe ich auch im Frühling kennen und lieben gelernt.

Ich wünsche allen Frauen ganz viel Liebe für diesen Frühling
smilies/smiley.gif
Wie ist denn das Flirtergebnis bei den anderen?
geschrieben von Ruth Gogoll am Sonntag, 18. Mai 2008
Hat eine Besucherin des LFT in Dresden dort ihre Frau fürs Leben gefunden? Oder hat das Pfingstwochenende sonst zu einer neuen Liebe geführt, in Dresden oder anderen Städten, Dörfern, Gemeinden? Es kann doch nicht sein, daß sich bei diesem schönen Wetter niemand frisch oder neu verliebt hat. smilies/cool.gif
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